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FamilieBausS

Hauswunsch realistisch für uns?

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Inzwischen ist knapp ein Jahr vergangen, in dem ich in diesem Forum viel mitgelesen habe und nichts geschrieben habe. Daher hier ein kurzer Überblick wie es weitergegangen ist:

Wir haben das Haus letztes Jahr nicht gekauft, weil der Bauträger nicht mit offenen Karten gespielt hat und auch nicht ehrlich war. Es kamen bei dem schlüsselfertigen Haus an allen Ecken und Enden Zusatzkosten dazu, die zum Teil auch nicht nachvollziehbar waren, was den Preis angeht. Letztlich wären wir irgendwo im Bereich von 330 - 340 K gelandet, ohne garantierten Fertigstellungstermin und ohne Garantie, dass das dann der Endpreis ist. Das war uns dann doch irgendwie nicht ganz geheuer. Vielen Dank an dieser Stelle nochmal an alle Foristen, die zum Teil sehr gute Tipps gegeben haben und auch sehr kritisch waren!

Wie ging es danach weiter? Zum einen haben wir unsere Einkommenssituation verbessert und zum anderen haben wir weiter Ek angespart. Vor kurzem haben wir nun eine relative junge ETW gefunden, die uns gefällt und dann gekauft. Der Umzug steht bald an. Die Wohnung hat zwar ein paar m2 weniger als das Haus, ist dafür aber besser ausgestattet und deutlich. Die monatliche Belastung ist nun bei höherer Tilgung etwas geringer als bei dem Haus.

Ich kann jedem nur empfehlen einen Immobilienkauf oder Bau nicht zu überstürzen, sondern sich richtig viel Zeit zu nehmen und vorallem auf die kritischen Stimmen zu hören. Die Bank hätte uns bis zu 500 K Darlehen eingeräumt, aber damit könnten wir ehrlich gesagt nicht mehr schlafen. Auf sowas wie Kinder kriegen oder Elternzeit hat uns die Dbank da nicht hingewiesen und was ist, wenn Frau nach der Elternzeit nur noch Teilzeit arbeitet...

Auch die "Nebenkosten", die ein Umzug mit sich bringt sind nicht zu verachten! Hier eine neue Lampfe, da ein neuer Wasserhahn, da eine Gardinenstange, usw. und schwupp sind 5000 Euro weg so schnell schaut man nicht. Hier immer Reserve einplanen und noch was in der Hinterhand haben. Und ja, diese Posten läppern sich schneller als man schauen kann.

Und wegen einer Immobilie einschränken oder auf was verzichten? Ich weiß, dass das viele hier schreiben, gerade wenn die Finanzierung eng auf Kante genäht ist. Aber macht man das dann wirklich? Und wenn ja wie lange? Klar geht das mal ein paar Wochen oder auch Monate, aber irgendwann nervt das nur noch und dann wegen Geld mit dem Partner streiten, weil die Nachbarn in Urlaub fahren und man selbst daheim bleiben muss? Wir haben das große Glück, dass wir jetzt mit unserer monatlichen Belastung für das Darlehen + Nebenkosten Wohnung so liegen, dass wir uns nicht einschränken (die monatliche Sparrate wird ein wenig kleiner) müssen. Und das muss ich sagen entspannt und nimmt viel Druck vom Kessel.

Also nochmal: Vielen Dank an alle kritischen Stimmer hier im Forum!
 
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Den Beitrag sollte man irgendwo anpinnen. Ich finde es sehr erfreulich, dass du nach dieser Zeit die Muße gefunden hast, deine Erfahrungen hier noch wiederzugeben. Und insbesondere auch der Hinweis auf die kritischen Stimmen ;) ... ja, manchmal sind sie sehr sehr kritisch ... aber sie sollten auf jeden Fall immer durchdacht werden. Das könnte einen vor so manchem unbedarften Schritt bewahren.

Also .. danke und viel Vergnügen in der Wohnung und im Leben.
 
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