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ᐅ Hausbau mit Einliegerwohnung - Anbau?


Erstellt am: 15.08.2018 20:09

ypg 17.08.2018 17:20
HHLau schrieb:
Wir sind da flexibel und wollen uns erst um ein Grundstück bemühen, wenn wir einen halbwegs fixen Hauspreis bekommen. Wir haben zwar eins im Blick, aber wenn es weg sein sollte dann ist das so. Wäre zwischen Quickborn und Henstedt Ulzburg. Wenn das Haus beispielsweise nur 100k kosten würde, würden wir dementsprechend dichter an Hamburg ziehen.

Ich seh da ein anderes Problem: die Hausbaufirmen geben sich erst _fix_ Mühe, wenn auch ein Grundstück vorhanden ist. Denn ihre Zeit ist nur gut investiert, wenn das Grundstück da ist. Sie vergeuden mit keinem Zeit, der eventuell gar kein Grundstück bekommt.

Ich weiß nicht, wie es das nördlich aussieht, aber hier, südlich von Hamburg gibt es zwar Grundstücke, aber mit Einschränkungen. Da mag das eine Wohngebiet nur Familien bevorzugen, bei anderen gibt es schon eine Warteschlange. Andere Grundstücke sind wieder an einem Unternehmen gebunden.

Und dann gibt das Baugebiet die Bauform, Größe, Dachneigung oder Fassadengestaltung vor. (Bebauungsplan) Da plant man ein einfaches und günstiges Siedlungshaus mit Putz zu bauen, das Grundstück verlangt aber 2-Geschossigkeit wie auch Verklinkerung. Oder gibt es Baugebiete, wo nur mit einer ökonomischen Energieeinsparverordnung, also Passivhausnähe erstellt werden darf.
Einliegerwohnung sind oft gar nicht erlaubt.
Problem wird auch immer ein größeres Haus mit der Grundflächenzahl vereinbar sein.
Hier südlich herrschen immer noch für ein Einfamilienhaus-Bau 0,2 auf mind. 650qm.
Der Markt ist übersichtlich, eine Wahl hat man sehr oft nicht.

Relativ standardstandard kann man bei Hamburg noch für 1800/qm bauen. In 2 Jahren können es auch 2000/qm werden. Baunebenkosten sind abhängig, ob Hang oder nicht (auch auf unserem platten Land verbergen sich so manche Hügel, die man ggf teuer aufschütten oder 30 Meter mit L-Steinen auffangen muss).
Dann gibt es Moor-Ecken oder in Elbnähe den hohen Wasserstand.
Wie schon gesagt, um Hamburg ist oft nicht viel Murks zu erwarten, aber die Krux steckt im Detail.
Deshalb plant man: 2000€/qm plus Baunebenkosten plus Außenanlage plus Malern und Böden plus Stellplätze minus EL und der Rest bleibt fürs Grundstück, welches am Anfang der ganzen Planung reserviert wird, damit BU/GU und Bauherren überhaupt ein Planungsfundament haben.

Die Lage sollte für einen auch an erster Stelle kommen, weil diese das ganze Leben später strukturiert (ein oder zwei Pkws, Infrastruktur, Arbeitsstelle, Kita und Schule, Öffis) Das sind die Dinge, die das spätere Leben prägen, nicht ob man 130qm oder 140qm baut, nicht ob man unter Satteldach oder Walm schläft. Auch die Situation mit Einliegerwohnung muss man jetzt schon durchspielen.

Für Optionen, die jetzt Geld kosten, muss man jetzt auch schon das Geld haben.
Bei 3000€ in der Kinderphase sehe ich das überhaupt nicht.
Und zum Thema BnB: wer soll denn den Schmutz der Kurzmieter Entfernen? Wer die Betten machen? Für mal einen Obolus von 30-40€/Nacht? Ich sehe das zu blauäugig.

blaupuma 17.08.2018 20:51
Sprech einfach mit einem
Bauunternehmer aber 2.000 Euro den m2 plus Grundstück ist realistisch. Geht aber auch billiger. Eco Bau dir ein 140 m2 Haus für 200.000 Euro. Da fehlt dann nur noch der Boden Küche und Maler.

HHLau 21.08.2018 10:05
Hallo an alle,

Wie erwähnt melde ich mich zurück.
Ich habe natürlich alle Beiträge gelesen und die klassischen Häuser mit Einliegerwohnung sind einfach teilweise 100k teurer. Ich vermute, dass es einfach daran liegt, dass die Unternehmen mit den Mieteinnahmen kalkulieren und dementsprechend raufsetzen. Das geht nicht in meine Birne, dass für ein Bad, paar "normale" Wände und eine zusätzlich gedämmte Wand mit Brandschutz etc. 100k Aufpreis verlangt werden. Die Grundfläche ist nicht einmal viel größerer als das klassische Einfamilienhaus.

Gestern hatten wir ein sehr gutes Gespräch mit einem Fertighaushersteller. Die Idee mit der Einliegerwohnung wurde - zumindest bei diesem Hersteller - begraben. Dafür hätten wir ein schickes Einfamilienhaus + Grundstück für zusammen 400k.
Die Wohnfläche läge bei etwa 145qm.
Der Preis setzt sich in etwa wie folgt zusammen:
Haus Basispreis inkl Planung (Bauantrag, Energiepass etc). :185k
Grundstück mit Nebenkosten: 130k
Baunebenkosten wie Vermessung, Bodengutachten, Erdarbeiten, Versicherungen etc: 15k
Küche, Wand- Bodenbeläge, Maler und Spachtelarbeiten, Außenanlagen, Stellplatz, Kaminofen, Kunststoff Rollläden: etwa 70k

Der letzte Punkt wäre unter der Berücksichtigung es komplett in Fremdleistung zu vergeben. Da könnte also noch ordentlich gespart werden und allein die Küche haben wir mit 10k beziffert um auf der sicheren Seite zu sein.
Leider kostet verklinkern bei denen ca. 25k. Wir hätten beide wirklich gerne einen dunklen Stein und keine Putzfassade, aber da wir unseren jetzigen Lebensstil auch nicht zu sehr einschränken wollen, müssen irgendwo Abstriche gemacht werden.
Was auch ordentlich zur Buche schlagen würde, wäre das Haus beispielsweise 1m zu verlängern. Dadurch würden etwa 8qm mehr entstehen und der Aufpreis sollte bei 20k liegen.
Wir haben heute unser nächstes Gespräch - diesmal mit einem Massivhaushersteller.
Was sagt ihr zu den Zahlen? Sind die gut kalkuliert oder haut das nicht hin?

Lieben Gruß

kbt09 21.08.2018 10:17
270000 fürs Haus und alles incl. Küche etc. ohne Grundstück ... hmm, nicht so üppig.

In hängt ein Formular an, wo man ja mal alle Kosten eintragen kann. Dann bekommt man auch ein gutes Gefühl, was alles so aufgeführt ist.

Deliverer 21.08.2018 10:18
Hi,

beim Haus müsst ihr wahrscheinlich noch einen ordentlichen Aufmusterungspuffer einplanen. Checkt die Bauleistungsbeschreibung. Dazu gibts etliche Threads hier im Forum.

Erdarbeiten für 15k ist optimistisch. Hier weiß man erst nach dem Bodengutachten Bescheid.

Die Bodenplatte fehlt mir in der Aufzählung.

Und lasst den Kamin weg. Der frisst Platz, macht Dreck, kostet mehr Unterhalt, als Heizkosten und überheizt euch die Bude, sobald er auch nur richtig an ist.

Caspar2020 21.08.2018 10:33
HHLau schrieb:
Haus Basispreis inkl Planung (Bauantrag, Energiepass etc). :185k
Grundstück mit Nebenkosten: 130k
Baunebenkosten wie Vermessung, Bodengutachten, Erdarbeiten, Versicherungen etc: 15k
Küche, Wand- Bodenbeläge, Maler und Spachtelarbeiten, Außenanlagen, Stellplatz, Kaminofen, Kunststoff Rollläden: etwa 70k

Ohne genau jetzt die Bauleistungsbeschreibung zu kenne, aber ich vermisse Anschlüsse& und Tiefbau wie Abwasser...

Ist das irgendwo drin?
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