Grundwasserabsenkung laut Bodengutachten - Eure Erfahrungen?

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Zuletzt aktualisiert 02.03.2024
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Allthewayup

Ich habe eben mal nachgesehen bezüglich Wassereintritt in die Drainrohre. Der Hersteller gibt an: pro Meter 80 qudratzentimeter Wassereintrittsfläche. Heißt bei 50m Länge = 0,4 Quadratmeter Eintrittsfläche. Nach Abzügen für Oberflächenspannung des Wassers und Widerstand wegen Filtermantel, etc. bleiben genug „freie“ Wassereintrittsfläche um die benötigten 13,3l/s zu schaffen. Das Gefälle ist hier eher entscheidend. Denn staut sich das Wasser im Rohr ist die Eintrittsfläche „blockiert“.
Wird schon schief gehen :)
 
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Allthewayup

Zugucken wenn die Firma das macht, bringt nicht soviel Spaß.
und ich hätte nicht Ansatzweise so viel gelernt die letzten Wochen. Da sind wertvolle Erkenntnisse gewonnen worden über Bodenbeschaffenheit, deren Zusammenhänge und all das drum herum. Es macht ja auch irgendwo Spaß genau an solchen Herausforderungen zu wachsen.
Und ganz nebenbei darf Man(n) endlich wieder schweres Gerät bewegen :-D
 
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TmMike_2

und ich hätte nicht Ansatzweise so viel gelernt die letzten Wochen. Da sind wertvolle Erkenntnisse gewonnen worden über Bodenbeschaffenheit, deren Zusammenhänge und all das drum herum. Es macht ja auch irgendwo Spaß genau an solchen Herausforderungen zu wachsen.
Und ganz nebenbei darf Man(n) endlich wieder schweres Gerät bewegen :-D
Endlich angekommen im Hausbau! Richtig so.
Einen Hinweis möchte ich dir noch mitgeben.
Ich kenne aber weder deine Bodenbeschaffenheit noch die Wasserverhältnisse.
überlege dir genau, wie du deine drainrohre verlegen möchtest, nicht das dein Fräskanal ständig zusammenfällt.
Ich habe in diesem Bereich aber auch keinerlei Erfahrung. Ich sehe immer nur die Variante mit Lanzen
 
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Allthewayup

Einen Hinweis möchte ich dir noch mitgeben.
Ich kenne aber weder deine Bodenbeschaffenheit noch die Wasserverhältnisse.
überlege dir genau, wie du deine drainrohre verlegen möchtest, nicht das dein Fräskanal ständig zusammenfällt.
Ich habe in diesem Bereich aber auch keinerlei Erfahrung. Ich sehe immer nur die Variante mit Lanzen
Das mit dem Zusammenfallen macht mir in der Tat noch etwas Kopfzerbrechen. Da wir das zu zweit machen, sollte das Einlegen des Rohres zeitgleich mit dem Fräsfortschritt ein zusammenfallen verhindern können. Schwierig wird es nur wenn beim Fräsen das Wasser den Boden zu sehr ausschwemmt. Da wir aber etwas Luft bis Baubeginn haben würde ich im schlimmsten Fall 4-6 weitere Schächte bohren und senkrechte Sickerschächte setzen. Kostet dann halt nochmal 2-3k mehr für Maschine leihen, Pumpen und Strom aber damit sollte es dann auch gehen.
Irgendwas kann ja immer passieren, ein bisschen Spannung gehört dazu :)

*Edit:
Die Lanzen sind ein Vakuumverfahren (geschlossene Wasserhaltung) die bei eher undurchlässigen Böden wie Sanden, Schluffen und Tone eingesetzt werden. Da wir gut durchlässigen Boden (viel Kies) haben, kann über Schwerkraft entwässert werden.
 
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Allthewayup

Update vom 09.05.2022:

Heute morgen kam per Mail das erste und bisher einzige Angebot reingeflogen.
Das gute Vorweg: Die Profis planen die Anlage ziemlich exakt so wie ich sie geplant habe ohne das man darüber vorher gesprochen hat. Das gibt meiner technischen Auslegung also prinzipiell erst einmal Recht :)

Jetzt aber die Kehrseite: knapp 40k für eine wirklich überschaubare Wasserhaltung finde ich schlichtweg Wucher. Das muss ich ganz klar sagen. Da ich mich mittlerweile mehr als genug mit der Materie beschäftigt habe und die Positionen in dem Angebot für mich unmissverständlich sind, kann ich nur den Kopf schütteln. Da versucht man sich die Taschen richtig dick voll zu machen. Ich muss wirklich aufpassen jetzt nicht zu emotional zu kommentieren, aber eine Sache stößt mich schon sehr auf: "Die Brunnen sind nach Herstellung Eigentum des Auftraggebers" heißt nichts anderes wie: "Wenn die Nachbarhäuser in einem Loch verschwinden oder die Straße geflutet wird ist dass nicht unser Bier und achja den Ausbau musst du auch selbst erledigen oder ihn uns fürstlich bezahlen". Wirklich vertrauenserweckend für deren Arbeit ist das nicht gerade. Klar kann keiner vollumfänglich in den Untergrund sehen, aber wenn ich Profis engagiere mit selbstbeworbener Jahrelanger erfahrung ist das meiner Meinung nach einfach nur schwach.

Ich möchte auch gar nicht weiter auf einzelne Positionen eingehen, aber wenn ich mir das nicht selbst zutrauen würde, würde ich jetzt darüber nachdenken den Keller entfallen zu lassen. Denn rechne ich nun auch noch Leistungen ein die laut Angebot "bauseites" erfolgen müssen komme ich mit den Abwassergebühren wohl auf deutlich über 60k. Das ist völlig unverhältnismäßig, einfach absolut indiskutabel. Ich denke auch die Branche sieht mittlerweile ihre Pferdchen davonschwimmen und es wird nun versucht, die die aktuell bei dem hohen Preisniveau dennoch bauen so richtig die Zitronenpresse asuzupacken.

Sorry falls ich ein bisschen unsachlich wurde aber das musste dringend raus.
 
Zuletzt aktualisiert 02.03.2024
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