Erweiterung der Estrichaussparung. Kann dieser Estrich abbrechen?

Dieses Thema im Forum "Estrich / Bodenbeläge und Parkett" wurde erstellt von seol_1984, 3. 01. 2018.

Erweiterung der Estrichaussparung. Kann dieser Estrich abbrechen? 4.7 5 3votes
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  1. Domski

    Domski

    15. 12. 2016
    191
    44
    Nochmal zum Verständnis:
    - Du hast eine Aussparung im Estrich und der Dämmung für den Kamin.
    - Die Aussparung wurde mit dünnerer Dämmung und dickerem Estrich gefüllt
    - Die Aussparung war zu klein, wurde vergrößert und die Vergrößerung dann mit mutmaßlich Zementestrich gefüllt

    D.h. du hast auch unter dem Kamin einen schwimmenden Estrich, nur stärker ausgeführt als der Estrich im restlichen Raum?

    Ist dem so, brauchst du nun dreierlei:
    - Nachweis der Entkoppelung beider Bereiche durch Fuge (i.d.R. durch Randdämmstreifen)
    - Nachweis der Biegezugfestigkeit der kompletten Kamin-Estrichplatte (bis in die Randbereiche!)
    - Lastverteilung des Kamins und Gesamtgewicht

    Da m.Mng. die Festigkeit des Estrich bei der Stückelei nicht nachgewiesen werden kann, würde ich folgendes machen:

    - Konstruktionszeichnung des Kamins zur Hand nehmen, aus dem die Punkte der Auflast hervorgehen. Vermutlich aussen einmal rum und in der Mitte gar keine Last?
    - Damit dem Estrichleger/GU die Abnahme des Estrichaufbau verweigern. Mutmaßlich ist die höchste Last in den Randbereichen und da ist der Estrich eh am schwächsten...
    - Alles raus und Sockel wie von Klara beschrieben aufbauen.

    Grüße,
    Markus
     
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  3. KlaRa

    KlaRa Moderator

    2. 03. 2016
    280
    78
    So ein Unsinn (Verzeihung)!
    Ein Kamin in einem Wohnraum ist etwas Besonderes, doch nichts Ungewöhnliches. Eine Wärmedämmung benötigt man unter Estrichen, welche entweder erdberührt liegen oder über einem unbeheizten Raum.
    Unter einem Kamin, der massiv auf der Rohdecke aufsitzt, wird keine Dämmschicht benötigt. Warum auch?
    Ich verstehe die ganze Zusatzdiskussion nicht!
    Meine Hinweise waren doch eindeutig, eindeutiger geht es nicht mehr.
    Und sie entsprechen dem, was man im Bauwesen als "Regel des Fachs" bezeichnet.
    Ich verstehe diese ganze Zusatzdiskussion nicht.
    Wie soll das denn einmal werden, wenn es wirklich kompliziert wird????
    "Wer also dezidiert vorbringen kann, warum diese von mir aufgeführte Variante nicht so, und genau so funktionieren soll, der möge sein Wort nun erheben - oder in Ewigkeit schweigen!"
    (Amen)
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    Gruß: KlaRa
     
  4. chand1986

    chand1986

    16. 05. 2017
    659
    467
    KlaRa

    Ich glaube dem TE geht es darum, dass bei ihm es ja eben NICHT genau so ausgeführt wurde, wie es laut dir mustergültig wäre.

    Die Frage ist also, ob es TROTZDEM problemlos funktionieren wird.

    Die Frage ist also nicht, wie es eigentlich gemacht werden soll, sondern ob das bereits Gemachte i. O. ist.

    Wenn ich dich richtig verstehe ist vordringlich, dass der Estrich unter dem Kamin a) direkt auf der BoPla ist, um die Gewichtskraft dorthin zu verteilen und b) eine arbeitende Fuge zum restlichen Estrich gemacht wurde.

    Es hört sich so an, als sei das beim TE etwas anders.
     
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  5. KlaRa

    KlaRa Moderator

    2. 03. 2016
    280
    78
    @ "chand1986": Falls ich die Situation falsch interpretierte, derzeit dort ein 85mm dicker Estrich eingebracht wurde, ggf. noch auf Dämmschicht, dann wird in dem Fall später nichts geschehen, wenn die Grundfläche, der Auflage, auf welcher somit der Kamin stehen wird, vom restlichen (schwimmenden) Estrich durch Fugen getrennt wird.
    Sobald jedoch unter dieser Fläche, die den Kamin aufnimmt, eine duktile Dämmschicht (als Trittschalldämmung) liegt, dann reicht die Eigenfestigkeit des Estrichmörtels möglicherweise nicht aus, um Biegespannungen durch die große Auflast schadensfrei aufnehmen zu können.
    Bei einer festeren Wärmedämmung allerdings würde es sehr wahrscheinlich keine negativen Auswirkungen geben.
    Alles in Allem einmal betrachtet wäre es (träfe meine Vermutung zu) unverständlich, dass Handwerksbetriebe mit dieser Zusatzanforderung des Bauherrn überfordert scheinen.
    Trotzdem: Danke für den Hinweis!
     
  6. chand1986

    chand1986

    16. 05. 2017
    659
    467
    KlaRa: Gut.

    Dann leiten wir daraus folgenden Auftrag an den TE ab:

    Feststellen, ob Fugen vorhanden und feststellen, ob etwas durchgängig von unter dem normalen Estrich in den Lastbereich läuft. Falls ja: Was genau?

    Mit den Infos müsste dann feststellbar sein, ob Arbeit ausreichend gut ausgeführt, oder nicht.

    Zusammengefasst die Mindestanforderungen: Fuge muss immer. Falls Dämmmaterial in den Lastbereich durchgängig liegt, verursacht dies nur bei bestimmten Materialien sicher keine Probleme. So korrekt?
     
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  7. KlaRa

    KlaRa Moderator

    2. 03. 2016
    280
    78
    Ja!
     
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