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ᐅ Empfehlung für Aufbau der Dachbodendämmung


Erstellt am: 22.10.18 21:32

BugsBunny22.10.18 21:32
Hallo zusammen,

ich will in einem Haus Bj 75 den Dachboden dämmen. Soweit ich den bestehenden Aufbau der obersten Geschossdecke analysieren konnte, befindet sich raumseitig Holz bzw. Gipskarton, darüber eine Holzbalkendecke mit Glaswollen-Zwischendämmung, und darauf ein Nut und Feder 2cm Holzdielenboden.

Wie dämme ich diese Geschossdecke richtig von oben? Dampfbremse auf den Dielenboden, dann eine trittfeste Dämmung (wie PUR oder XPS), und oben Spanplatten?

Vielen herzliche Dank!
dertill22.10.18 23:41
Da du bereits eine anteilige Dämmung unter einer neu aufgebrachten hast, ist eine Dampfbremse dort oben mit Vorsicht zu genießen. Am besten wäre die Dampfbremse innen unter der ersten Dämmung zu verlegen. Dazu entweder von oben alles raus, Folie rein und darauf Mineralwolle in die Zwischenräume, oben drüber Rauhspund und darauf begehbare Glas- oder Steinwolle-Dämmplatten und darauf Spanplatten.

Oder alles diffusionsoffen, also auf die vorhandene Dämmung Glas-/Steinwolleplatten und KEINE Spanplatte. Kann mit Platte gut gehen, würde ich aber nicht versuchen.

Wichtig: Von innen nach außen immer diffusionsoffner dämmen. XPS oder PU NIEMALS!!! auf eine Mineralwolldämmung ohne Dampfbremse (wie hier vorhanden) legen. Sonst hast du eine schöne Feuchtefalle: Dringt von innen in die Mineralwolle ein, kann an der XPS-Dämmung nicht weiter und kondensiert dort früher oder später.

Oben immer Spanplatten P3, keine OSB-Platten verwenden. OSB ist deutlich diffusionsdichter als Spanplatten.
BugsBunny23.10.18 21:19
Hallo dertill,

vielen herzlichen Dank für deine Antwort und Hilfe.

Warum zwischendrin noch Rauhspund und nicht direkt begehbare Dämmplatten? Spanplatten zur Verstärkung?

Diffusionsoffen: Ich vermute in diesem Fall müsste ich die Nut und Feder Dielen ebenfalls entfernen, d.h. Glas/Steinwolleplatten direkt auf die zwischengedämmten Balken? Kann man diffusionsoffen auch begehbar hinbekommen und, wenn ja, wie?

Reicht die vorhandene Dämmung eventuell schon aus. Kann man sagen bzw. schätzen, wie dick die Glaswolle sein muss zwischen den Balken, um der Energieeinsparverordnung Genüge zu tun? Dann würde ich mal ein paar Dielen entfernen und mir das genau anschauen/nachmessen...
BugsBunny23.10.18 21:30
Alternativ könnte ich natürlich auch das Dach selbst dämmen - das würde die Probleme komplett umgehen, oder?
BugsBunny24.10.18 06:59
Wären das gangbare Optionen?

Rockwool Tegarock L WLG 035 100 mm Dachbodendämmung




Holzfaserdämmplatte Top 1200 x 400 mm Geschossdeckendämmung 100 mm




Top Loft WLG 035 100 mm begehbare Dachbodendämmung



Wenn ja, hast du hier eventuell Empfehlungen (Vor-/Nachteile) oder Alternativen?

Besten Dank nochmal!
dertill24.10.18 07:40
BugsBunny schrieb:
Warum zwischendrin noch Rauhspund und nicht direkt begehbare Dämmplatten?

Erst zwischen den Sparren Dampfbremse auslegen und verkleben, dann mit Dämmwolle auffüllen, dann eine geschlossene tragende Fläche herstellen mit Rauhspund, du kannst auch die alten Dielen wiederverwenden. Darauf die begehbaren Dämmplatten. Diese brauchen eine durchgehend tragende Fläche, die kannst du nicht nur auf den Sparren lagern, dazu sind sie auch zu klein. Oben drauf Spanplatte natürlich nur, wenn du nicht die fertigen Elemente mit schon aufgebrachter Spanplatte nimmst oder Holzfaser mit verdichteter Oberfläche. Die nur aus Steinwolle bestehenden begehbaren benötigen eine lastverteilende Auflage. Sonst gehen die beim mehrmaligen rüberlaufen auch kaputt.

Nach Energieeinsparverordnung bist du nach Erwerb eines Altbaus verpflichtet eine Dämmung des Daches oder der obersten Geschossdecke entsprechend den Vorschriften zur nachträglichen Modernisierung durchzuführen. Diese schreiben einen U-Wert von 0,21 W/m²K oder kleiner vor - solange dies zumutbar ist, sonst so wenig wie möglich.
Als Richtwert kannst du von 200mm Gesamtstärke der Dämmung bei WLG035 ausgehen, dann kommst du da gut hin, auch mit Sparren dazwischen. Da mehr nicht viel kostet, würde ich da nicht geizen, außer du hast wirklich breite Sparren von 180 mm oder so - da würde ich dann den zusätzlichen Aufwand für die Dämmung oben drauf nicht betreiben, kannst auch 032er Glaswolle nehmen, dann sollten auch 180mm reichen.

Der nach außenhin diffusionsoffene Aufbau heißt nicht, dass eine Dampfbremsfolie auf der Innenseite überflüssig ist. Mit Plattenwerkstoffen oberhalb der Dämmlage oder zwischendrin würde ich nur arbeiten, wenn unten eine Dampfbremse liegt.

Ansonsten alles nicht begehbar bzw. nur einen Steg zum Kaminschacht. Die Wolle kostet quasi nix, kannst also auch 300mm verbauen.

Wenn im Dach bereits eine Unterspannbahn oder Vollschalung vorhanden ist und nicht nackte Ziegel mit Mörtel verstrichen oder mit Pappdocken kann man auch einfach die Schrägen selber dämmen, ansonsten ist die Geschossdeckendämmung die einfachere Variante.

Ich zu Hause habe die Geschossdecke gedämmt. 150m² (nur ein Wohngeschoss), davon 100m² nicht begehbar mit 300mm WLG035 und 50m² begehbar als Lagerraum mit 240mm WLG035 Steinwolle + 19mm Spanplatte. Alles ohne zusätzliche Dampfbremse, da ich eine Betondecke habe.

Wichtige Schwachstelle: Die Klappe der Dachbodentreppe! Unbedingt mit P-Profil-Dichtung (oder D-Profil) rundherum durchgängig luftdicht machen und die Klappe selber auch dämmen! Sonst hast du dort 1m² mit einem U-Wert von 6 W/m²K und Lüftungsverluste ohne Ende. Alternativ die Treppe gegen ein neues gedämmtes Modell tauschen oder oberhalb der Treppe einen "Deckel" aus Dämmplatten bauen.
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