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ᐅ Beurteilung Grundstück mit leichter Hanglage


Erstellt am: 29.05.2024 11:36

fahri1902 29.05.2024 11:36
Moin zusammen,

wir sind im Moment an einem Grundstück dran und haben immer noch ein wenig Bedenken wegen
der hier vorhandenen Hanglage. Es geht um die Grundstücke Nr. 5 und 6 - wir würden 5 komplett nehmen
und 6 ca. bis zur Höhe des Wendekreises. Wir können hier also noch Teile der Grundstücke zusammenlegen. Das wären dann
gesamt 1100 qm2. Hinter dem Grundstück, dann noch tiefer liegend ist dann das RRB rechts und Eichen sollen dort gepflanzt werden.
Die Höhen stehen hier auch bei.

Schaut man sich also die Höhen an, habe ich so einige Bauchschmerzen aktuell und weiß nicht so recht,
ob es das wahre Grundstück ist für unser Bauvorhaben.

Es sollen ca. 200 qm2 Wohnfläche in einem Staffelgeschoss werden mit Doppelgarage daneben. Wir werden also auf der Länge des
Gebäudes ca. schon 1,5m Höhenunterschied ausgleichen müssen.

Der Grundwasserspiegel ist bei ca. - 1,2 m ca. Der gesamte untere Bereich hinter dem Grundstück war diesen Winter, in dem hier in S-H sehr
viel Regen runtergekommen ist ziemlich lange unter Wasser. Ob bis zu dem Grundstück hoch, vermag ich leider nicht zu beurteilen. War zu dem
Zeitpunkt leider nicht vor Ort.

Ich habe nun 3 akute Problemfelder aus meiner Sicht:

1) das Wasser was von "oben" vom Gelände kommt, also von Grundstück 3 und 4 und noch höher liegend - die ja doch auch mind. ca. 2 m über uns
liegen würden. Hier sagt ein Bekannter von mir, das ein Strahlabweiser in Form einer kleinen Mauer an der Grundstücksgrenze ausreicht aus seiner Sicht -
eine 40-50 cm hohe kleine Mauer würde die Sturzfluten bei extremem Starkregenereignissen, dann um das Grundstück und das Haus
herum leiten. Reicht das aus Eurer Sicht aus oder ist das zu naiv ?

2) im selben Ort gab es jetzt dieses Jahr die Situation das ein Haus ohne Keller durch das hohe Grundwasser scheinbar in einigen Innenräumen
nass geworden ist, weil das Fundament im Grundwasser stand und das Wasser hochgezogen und über die Sohle ins Haus geraten ist. Bisher
kann ich sowas nur von Kellern. Der Architekt sprach hier von einer Drainage, die das Wasser dann in die tiefer liegenden Bereiche ableiten könnte,
aber ganz konkret hier die Frage, was ist, wenn der untere Bereich nichts mehr aufnehmen kann ? Dann hilft doch die Drainage auch nichts mehr, oder ?
Alternativ könnte man die Fundamente oder die Sohle auch in WU-Beton ausführen, was die Kosten aber auch nochmal erheblich nach oben drücken würde.

Ich bin Laie, sorry für die Frage - wie würdet Ihr bei den Höhen und der Lage mit dieser Fragestellung umgehen ?

und nicht zuletzt

3) Ist es auszuschliessen, das dann ggf. bei fortschreitenden Niederschlagsmengen dann auch ggf. Teile des Grundstücks auch wirklich dauerhaft unter
Wasser stehen können ? Ich hab hier so Bilder vor Augen, wo dann an den Flüssen hier die ganzen Koppeln überschwemmt werden und wochenlang unter Wasser
stehen. Das ist natürlich auch nicht schön. Rationell sage ich mir da unten der ganze Bereich ist "riesig" und liegt ja noch mal ca. 2 m tiefer als unser Grundstück, eigentlich
ist da genug Platz da unten und wenn diese 2m schon komplett unter Wasser stehen sollten, wären das ja schon Milliarden von Litern.

Ein Bodengutachten speziell für das Grundstück soll jetzt noch gemacht werden, aber vom Straßenbauer ist schon eins gemacht worden, das hänge ich auch einmal mit an, die Bodenbeschaffenheit scheint nicht sehr problematisch zu sein laut dem Architekten.

Wie würdet Ihr mit der Lage eines solchen Grundstückes umgehen, seht ihr hier noch weitere Probleme die ich noch gar nicht auf dem Schirm habe ?

Bin ich zu vorsichtig ? Ich hab einen Keller den man 1998 mit einer schwarzen Wanne ausgerüstet hat, der hat zwar noch nie wirklich Probleme gemacht, steht
aber quasi im Grundwasser und ich muss den ganzen Tag Wasser aus einem Pumpensumpf wegpumpen, weil uns damals niemand gesagt hat, das es auch
weisse Wannen gibt. Das sind so Fehler, die man einfach nicht wieder gut machen kann, und ähnliches möchte ich nun beim letzten Hausbau meines Lebens
natürlich verhindern.

Freue mich auf Anregungen, Einschätzungen und Meinungen.

Gruß

P.S.: Ich weiss das das im Gegensatz zu anderen Bundesländern natürlich keine extreme Hanglage ist, sondern wahrscheinlich in der Interpretation eher nur ein Grundstück mir relativ viel Gefälle. Aber in Anbetracht der klimatischen Veränderungen mach ich mir da eben heute schon relativ viel Gedanken drüber.



Übersichtsplan: Grundstücksgrenzen, Straßen, Parzellen und Grünflächen im Baugebiet.


Bohrprofil Bohrung 4 zeigt Bodenschichten, Lagerung und Legende

MachsSelbst 29.05.2024 13:17
Du meinst sicher, ihr würdet 6 nehmen und die 5 bis zur Höhe des Wendekreises...

Was bei Starkregen wirklich passiert, wo das Grundwasser nach einem sehr regenreichen Jahr im Januar steht... das kannst du aus den reinen Höhenangaben nicht ablesen. Das mag ja bei Bohrkern 4 so aussehen, kann aber 5m weiter schon wieder anders sein.
Daher kann sich das Wasser auch völlig willkürlich an einer Stelle sammeln, an anderer Stelle aber gut abfließen.
Wenn im Sommer gebohrt wurde, hast du unter Umständen auch völlig andere Grundwasserstände als im Frühjahr oder Herbst.

Nach dem sehr regenreichen letzten Jahr stand das Grundwasser bei uns Anfang Januar knapp unter OK Bodenplatte. Jetzt im Mai steht es nen guten Meter tiefer. Wir haben noch ein KG-Rohr vom Bau in der Terrasse stecken, wo wir das gut beobachten können.
Was du schilderst, dass der Acker hinter dem Grundstück lange unter Wasser stand, spricht ja durchaus dafür, dass es in dem Gebiet generell schlecht versickert.

Und besser wird das definitiv nicht, wenn da jetzt 30, 40% der Fläche mit Straßen, Bodenplatten, Wegen, usw. versiegelt wird.

Wenn du dir den Keller sparen kannst, spar ihn dir.

fahri1902 29.05.2024 15:57
Moin,

erstmal Danke für dein Feedback.

Ich bin etwas irritiert, liegt bestimmt aber daran das ich das falsch formuliert habe.

Ich habe kein Interesse einen Keller zu bauen und um diese Fragestellung ging es auch nicht. Wenn ich das Grundstück erwerbe, geht es mir eher darum die Risiken ob der Hanglage einzuschätzen für das gesamte Haus ohne Keller bzgl. der Wassermengen die da von "oben" (Himmel + Straße + Grundstücke die höher liegen) kommen. Das wird ja immer mehr und ich sehe da unten keine richtige Möglichkeit wo das Wasser bleiben könnte, wenn es mal - wie dieses Jahr geschehen - mehrere Wochen regnet.

Ich war eben tatsächlich mal nach einem Wolkenbruch da, da steht natürlich Wasser jetzt auf der Koppel (ist ja noch keine Straße / Erschliessung vorhanden), das überrascht nicht. Aber die untere linke Ecke von "unserem" Grundstück steht komplett im Wasser. Jetzt - nach einem Wolkenbruch, das wäre Gartenbereich, sprich Zierrasen usw. Klar - es ist noch keine Kanalisation vorhanden usw. Aber tendenziell wird ja dann die Regenmenge die auf den Rasen träfe ja auch letztendlich eher noch vermehrt um das was dann von den versiegelten Flächen dazu käme, oder ? Wenn das Wasser da jetzt schon nicht "versickern" kann, wird es das ja auch nicht können, wenn Kanalisation usw. gebaut ist, das hat doch da keinen Einfluss drauf oder bin ich da falsch davor?

Gruß

x0rzx0rz 29.05.2024 19:11
Hallo,

für die Reduzierung des Oberflächenwassers wird es sicher entscheidend sein, wie gross die Kanalisation / Gullys geplant werden / wie ausgelastet die Anbindung an die Hauptleitungen sein wird.
Der Kreisel ist ja scheinbar auch als "Sammelstelle" geplant, die Pflasterrinnen sollen beim Transport des Wassers helfen.
Gibt es denn Vorgaben bzgl. des Regenwassers (Versickerung oder Einleitung)?

Die 50-60cm Mauer müsste ja auch mit der Garage kompatibel sein, im Zweifel sucht sich das Wasser eben seinen Weg.
Auch wie sehr sich die "Koppel-Senke" füllt, wenn die Versiegelung / Gerichtete Einleitung über die Strasse zunimmt, ist schwer zu sagen.

Aber der Plan schaut ja schon so aus, als wenn diese Koppel das geplante "Überflutungsgebiet" sein soll. Grundstück 6 wäre dann quasi ein Teil davon.

Vielleicht läuft es aber auch anders, und der Ausbau der Kanalisation am Linken Ende der "Strasse B" (Gully) entschärft die Regelfall-Situation der Koppel, da diese von dort in den Kanal einleiten kann. Dann würde Dein Grundstücksteil ggf. nicht mehr im Wasser stehen, es sei denn es kommen wirklich starke dauerhafte Regenfälle, welche die Kanalisation generell überlasten.

Am besten wäre es doch - falls möglich - diese Bedenken mit dem Erschliessungs-Unternehmen zu besprechen.

MachsSelbst 29.05.2024 21:06
Ich kann dir aus eigener Erfahrung in einem Baugebiet mit schlechter Versickerung sagen, dass die Kanalisation wenig bringt. Sie entwässert ja lediglich die Straßen, also die versiegelte Fläche. Ausnahme wäre, wenn ihr euer Regenwasser einleiten dürft, das wird aber auch nicht ganz preiswert dann.
Versickerungsprobleme werden durch die Versiegelung und Verdichtung der Böden, wie in einem Baugebiet üblich, eher schlimmer, als besser.

fahri1902 29.05.2024 22:35
Danke für das Feedback, das habe ich mir gedacht und mein Bauchgefühl hat mich nicht getäuscht.

Wir werden mal überlegen wie wir damit jetzt umgehen.

Eure Einschätzungen helfen uns in jedem Fall schon mal weiter.
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