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Erstellt am: 11.09.2019 10:09

Lumpi_LE 11.09.2019 16:02
Detlev69 schrieb:

Gas-Strom-Faktor und Jahresarbeitszahl-Faktor neutralisieren sich quasi. Stimmst du dem denn wirklich nicht zu?
Doch im Mittel wird es sich bei den meisten neutralisieren.
Aber du hast ja geschrieben, dass eine LWWP im kalten Winter eine AZ von 2 hat bei 28 Cent und Gas 5 Cent kostet, sich ergo 14 und 5 Cent gegenüber stehen. Realistisch ist aber eine AZ von mindestens 4. Dann wären es 5 gegen 7 Cent.
Das ist ein Punkt neben Grundgebühren, Schornsteinfeger, Wartung, und natürlich Anschaffung.

Ich für meinen Teil hab bei mir die Luft-Wasser-Wärmepumpe+Photovoltaik wirtschaflticher gesehen.
Um auch mal ein paar grobe Zahlen zu nennen:
Anschaffung Heizung+Photovoltaik ca. 25t€
Stromkosten für Heizung und Hausstrom ca. 0-100€/Jahr
Sonstiges sind auch 0€
Rücklage für defekte lass ich mal weg.
Auf 20 Jahre kostet mich die Anlage grob über den Daumen also 1350€/Jahr

Gas hatte ich auch überlegt, ich kenne leider nur noch grob die Zahlen
Anschaffung Gas+ST waren auch ca. 22t€
Anschluss sind bei uns 2500€
Strom hätte ich dann zum Vergleich auch ca. 600-700€/Jahr
Sonstiges ca. 70€/Jahr für Schorni und Wartung
Gaskosten wären bei 10000 kWH ca. 600€ (Tendenz wohl aber über 20 Jahre stark steigend)
Rücklage lass ich auch hier mal weg
Auf 20 Jahre wären das dann mindestens 2600€/Jahr

Wenn sich jemand eine Luft-Wasser-Wärmepumpe mit Heizflächen für 50000 einbaut sieht die Rechnung natürlich anders aus, genauso wenn jemand die Gasheizung Vorlauftemperatur für 10000 bekommt. Es kommt halt immer darauf an.

neubau2019 11.09.2019 16:44
Lumpi_LE schrieb:

Anschaffung Heizung+Photovoltaik ca. 25t€
Ist bei dem Preis die Fußbodenheizung schon mit drin oder nur die Wärmepumpe und Photovoltaik?

boxandroof 11.09.2019 17:12
H't Wert 0,25 habe ich auch. Wohnfläche auch 150m2:
3400 Watt Transmissionswärmeverlust (H't*Fläche*TempDelta)
600W Lüftungsverluste (mit Kontrollierte-Wohnraumlüftung mit Wärmerückgewinnung)
= 4kW Heizlast

Reale Heizlast mit Warmwassererzeugung 3kW.
Bei - 12° Normaußentemperatur.

Für die Auswahl der Wärmepumpe reicht eine solche einfache Berechnung für das ganze Haus. Weitere Sicherheitsaufschläge nicht notwendig nach meiner Meinung.

Für die Planung der Fußbodenheizung bitte Raumweise Heizlastberechnung machen.

Warmwasserspeicher: so klein wie möglich (Hygiene) so groß wie nötig. 200 Max. 300l.

Detlev69 11.09.2019 17:15
Lumpi_LE schrieb:

genauso wenn jemand die Gasheizung Vorlauftemperatur für 10000 bekommt. Es kommt halt immer darauf an.
Eine sehr gute Gasheizung bekommt man komplett für deutlich unter 10.000 Euro inkl. Einbau und Verrohrung, z.B. Viessmann Vitodens 333F oder Weishaupt ThermoCondens WTC. Mehr kann man geradezu kaum ausgeben. Natürlich ohne Fußbodenheizung.

Und genau dann wird der Vergleich eben auch realistischer: Dann sind nämlich Wärmepumpen im Komplettpaket erheblich teurer als Gasbrennwertgeräte.

neubau2019 21.11.2019 09:54
Detlev69 schrieb:

Eine sehr gute Gasheizung bekommt man komplett für deutlich unter 10.000 Euro inkl. Einbau und Verrohrung, z.B. Viessmann Vitodens 333F oder Weishaupt ThermoCondens WTC. Mehr kann man geradezu kaum ausgeben. Natürlich ohne Fußbodenheizung.

Und genau dann wird der Vergleich eben auch realistischer: Dann sind nämlich Wärmepumpen im Komplettpaket erheblich teurer als Gasbrennwertgeräte.
Man darf aber auch nicht vergessen das man einen Kamin dazu braucht und den Gasanschluss, diese fallen bei einer Wärmepumpe weg. Wenn man das wieder mit einberechnet ist der Unterschied nicht mehr groß bzw. die Wärmepumpe günstiger.

Detlev69 21.11.2019 11:37
neubau2019 schrieb:

Man darf aber auch nicht vergessen das man einen Kamin dazu braucht
Man braucht für eine moderne Gasbrennwertheizung nur ein Abluftrohr, das sehr günstig ist -- definitiv keinen Schornstein. Der wäre nur nötig für Kamine, Gaskamine und dergleichen.
neubau2019 schrieb:

und den Gasanschluss
Das ist richtig, aber preislich auch nicht so dramatisch.

Im Allgemeinen liegen die Wartungskosten bei Wärmepumpen signifikant höher als bei Gasbrennwertgeräten. Langfristig spart man daher leider an Wärmepumpen weniger regelmäßige Kosten, als oft suggeriert wird.
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