Angebot Photovoltaikanlage inkl. Speicher - Speicher ja/nein?

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D

Dogma

Ich war in der Glücklichen Situation das ich meine Photovoltaik DIY kann und konnte. Ich war nicht bereit diese Mondpreise zu bezahlen und dann 99% nicht die HW frei wählen zu können.

Gebaut habe ich dann eine Victron Anlage da ist der Speicher Pflicht und Ersatzstrom gibt es gratis dazu. Man muss hier auch wieder Hoch- und Niedervolt separat betrachten.

Da wir Tagsüber außer Haus sind und erst am Abend Kochen, Waschen, usw. ist der Speicher am nächsten Morgen meist bei 15%. Die Anlage ging Anfang Juli in betrieb und hat in den ersten beiden Monaten ca. 25 Ladezyklen gehabt. Ich bin gespannt, wie eine ganze Saison aussieht.

Insgesamt hat mich meine 22,88kWp Photovoltaik + 19,2kWh Speicher + gemauerten Häuschen für die Technik + Klimasplitt ca. 960€/kWp gekostet.

Beim Rechnen bin ich ganz pragmatisch ran gegangen. Strom Abschläge vor Photovoltaik 293€ und nach Photovoltaik 50€. Sind also 243€ pro Monat gespart und Erneuerbare-Energien-Gesetz-Vergütung mal außer Acht gelassen. Hat sich die Anlage nach 7-8 Jahren bezahlt.
 
rick2018

rick2018

Hätte, hätte, Fahrradkette.

Die 50 kWp musst du erstmal vom Netzbetreiber genehmigt bekommen. Heute gar nicht mehr so einfach. die Stromnetze sind in Deutschland leider marode.

Und wenn du nachrüsten willst fängst du wieder von vorne an. Datenkabel, Smartmeter, Zählerschrank umbauen, Speicher installieren und auch noch einen neuen Wechselrichter. Dach voll macht einfach keinen Sinn.

Das lohnt sich nur wirklich großen Anlage mit Direktvermarktung..
Gar kein Problem das genehmigt zu bekommen. Meinen Zählerschrank und Zähler müsste ich auch nicht umbauen.
Mein Hausanschluss hat schon 3x175A ;) Würde dann noch nen Batteriepark bauen und alles selbst nutzen.
Mir würde es nichtmal um Wirtschaftlichkeit gehen
 
E

Evolith

Versuch es nicht zu kompliziert zu machen. Wenn du dir wegen dem Speicher unsicher bist, lass ihn erst mal weg und nimm einen Wechselrichter, der den Akku betreiben kann. Aktuell sind die Batteriepreise gut unten. Da wird auch noch in den nächsten Jahren was gehen.
Ich kann dir von uns berichten. Wir haben eine knapp 10kWp Anlage ohne Speicher. Im Sommer ballert die mit fast 9kW und wir verbrauchen mit allen möglichen Geräten grob die Hälfte. Das e-Auto lasse ich mal außen vor. Im Sommer wäre also unser Speicher dauervoll, wenn wir denn einen hätten.
Im Winter macht die Anlage bei Sonne etwa 2-4kW. Je nach Uhrzeit. Sobald ein Wölkchen aufzieht reduziert sich das fix auf 1-2kW. Bei mehr Wolken sind es schnell mal nur 0,2-0,4 kW. Damit reißt du natürlich nix. Der Akku hat dann Langeweile. bzw ist nach 2h spätestens leer.
Du siehst also, der Akku hat seine Daseinsberechtigung eigentlich nur im Sommer.

Es gibt also 2 sinnvolle Möglichkeiten:
1. einen kleinen Akku so um die 4kWp. Damit bist du im Sommer ziemlich autark und im Winter rettest du das bisschen Überschuss, dass gelegentlich produziert wird.
2. Du wartest noch ein paar Jahr mit dem Speicherkauf, bis die ersten Autobatterien zurück kommen. Da baut sich seit ein paar wenigen Jahren eine Industrie auf, die sich darauf spezialisiert, diese Akkus aufzukaufen und für den Heimmarkt oder das Gewerbe als Großspeicher herrichten. Du hättest damit einen Saisonspeicher, der über den Sommer gefüllt wird und dann im Herbst, teilweise Winter genutzt werden kann. Aktuell kannst du diese Akkus kaum bezahlen, aber das wird sich mit der Zeit bessern.
 
D

Dahlbomii

Du siehst also, der Akku hat seine Daseinsberechtigung eigentlich nur im Sommer.
Das ist leider das Dumme an der Photovoltaikanlage im Allgemeinen: Dann wenn sie am meisten erwirtschaftet, wird es am wenigsten gebraucht. Sowohl im Tages- als auch im Jahresverlauf. Das zu glätten ist im kleinen Maßstab leider (noch) nicht wirtschaftlich.

Auf dem Papier, unter Idealbedingungen wie Schneefrei und Co., dürfte deine Anlage im Dezember ~450kWh erwirtschaften, real mit Degradation vermutlich weniger. Das wären 15kWh pro Tag. Bei 3.500kWh/a normaler Stromverbrauch sind das im Monat 291kWh, wobei in den Wintermonaten der Stromverbrauch höher ist. Den könnte man gerade so decken. Damit vom Dach ein wesentlicher Teil im Akku landet, darf weder eine Wärmepumpe noch ein Auto angehängt werden. Interessant wird das Thema Akku dann erst, sobald die Anlage richtig groß wird und die Kosten vom Akku gegen Null gehen, damit dieser deutlich größer Dimensioniert werden kann und als Puffer für mehr als eine Nacht reicht.
 
Zuletzt aktualisiert 03.01.2026
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