ᐅ OG mit Filigran-Massivdecke oder Holzbalken?
Erstellt am: 29.11.17 19:50
Hallo zusammen,
wir planen derzeit ein Einfamilienhaus mit 2 Vollgeschossen und einem Dachgeschoss als kalten Lagerraum (zum Dach hin ungedämmt). Das Dach wird etwa eine Neigung von 22° haben.
Was ist vom Gesamtaufwand günstiger bzw. wie groß seht ihr den preislichen Unterschied zwischen folgenden beiden Lösungen? Nimmt es sich kostentechnisch überhaupt groß etwas?
1. Massivdecke:
Decke oberhalb des Obergeschosses ausgeführt als massive Betondecke, darauf dann die Dämmung und darüber als Boden entweder Estrich oder OSP Platten.
Vorteile:
-Decke muss von unten nur verspachtelt werden, kein Trockenbau notwendig
-Einfachere Konstruktion des Daches, da sich dieses dann flexibler auf der Massivdecke abstützen kann
-Dämmung kann einfacher von oben her ausgeführt werden
-Besserer Brandschutz?
-Massivdecke hat von sich aus gewisse Dampfsperrende Eigenschaft
-Massiver Dachboden
Nachteile:
-Höhere Rohbaukosten
2. Holzbalkendecke:
Dachstuhl liegt direkt auf den Mauern im Obergeschoss, Abhängen der Decke mit Balken um Dachschrägen zu vermeiden. Von unten her Dampfsperre und Verkleidung mit Gipskartonplatten. Dämmung zwischen den Balken und ggf. zusätzlich noch oberhalb zwischen Konterlattung. Darauf dann OSP Platten als Boden.
Vorteile:
-Vermutlich etwas günstiger?
-Geringfügig niedrigere Bauhöhe bei gleicher Raumhöhe?
-Rohbaukosten etwas geringer
Nachteile:
-Ringanker zum Abstützen der Mauern notwendig?
-Kompliziertere Konstruktion des Daches, da sich dieses nur auf den Mauern abstützen kann, und sich dazwischen selbst tragen muss?
-Trockenbau mit Dampfsperre notwendig, daher später beim Innenausbau mehr Aufwand
Gibt es noch weitere Dinge, die mir spontan nicht einfallen?
Wie habt ihr es bei euch umgesetzt bzw. was würdet ihr bevorzugen?
wir planen derzeit ein Einfamilienhaus mit 2 Vollgeschossen und einem Dachgeschoss als kalten Lagerraum (zum Dach hin ungedämmt). Das Dach wird etwa eine Neigung von 22° haben.
Was ist vom Gesamtaufwand günstiger bzw. wie groß seht ihr den preislichen Unterschied zwischen folgenden beiden Lösungen? Nimmt es sich kostentechnisch überhaupt groß etwas?
1. Massivdecke:
Decke oberhalb des Obergeschosses ausgeführt als massive Betondecke, darauf dann die Dämmung und darüber als Boden entweder Estrich oder OSP Platten.
Vorteile:
-Decke muss von unten nur verspachtelt werden, kein Trockenbau notwendig
-Einfachere Konstruktion des Daches, da sich dieses dann flexibler auf der Massivdecke abstützen kann
-Dämmung kann einfacher von oben her ausgeführt werden
-Besserer Brandschutz?
-Massivdecke hat von sich aus gewisse Dampfsperrende Eigenschaft
-Massiver Dachboden
Nachteile:
-Höhere Rohbaukosten
2. Holzbalkendecke:
Dachstuhl liegt direkt auf den Mauern im Obergeschoss, Abhängen der Decke mit Balken um Dachschrägen zu vermeiden. Von unten her Dampfsperre und Verkleidung mit Gipskartonplatten. Dämmung zwischen den Balken und ggf. zusätzlich noch oberhalb zwischen Konterlattung. Darauf dann OSP Platten als Boden.
Vorteile:
-Vermutlich etwas günstiger?
-Geringfügig niedrigere Bauhöhe bei gleicher Raumhöhe?
-Rohbaukosten etwas geringer
Nachteile:
-Ringanker zum Abstützen der Mauern notwendig?
-Kompliziertere Konstruktion des Daches, da sich dieses nur auf den Mauern abstützen kann, und sich dazwischen selbst tragen muss?
-Trockenbau mit Dampfsperre notwendig, daher später beim Innenausbau mehr Aufwand
Gibt es noch weitere Dinge, die mir spontan nicht einfallen?
Wie habt ihr es bei euch umgesetzt bzw. was würdet ihr bevorzugen?
R
RobsonMKK29.11.17 22:15Interessante Fakten.
Was bringt die massive Decke wirklich? Wenn man ehrlich ist, bei 22 Grad nicht viel.
Wenn man im Dach Ausbaureserven hat, dann mag das Sinn haben.
Ansonsten ist z.B der Ringanker de facto immer da, nur einmal eben mit Decke, einmal ohne. Notwendig ist er aber zum aussteifen des Gebäudes.
Und dann kommen da die Kehlbalken drüber. Dämmen geht übrigens leichter, nämlich von unten. Und die Dampfsperre ist kein großer Aufwand.
Ich sehe bei einen „Stadtvilla“ keinen Vorteil bei einer 2ten Betondecke. So sieht es übrigens ohne Dämmung aus und einmal fertig zum benutzen(22 Grad Neigung):



Was bringt die massive Decke wirklich? Wenn man ehrlich ist, bei 22 Grad nicht viel.
Wenn man im Dach Ausbaureserven hat, dann mag das Sinn haben.
Ansonsten ist z.B der Ringanker de facto immer da, nur einmal eben mit Decke, einmal ohne. Notwendig ist er aber zum aussteifen des Gebäudes.
Und dann kommen da die Kehlbalken drüber. Dämmen geht übrigens leichter, nämlich von unten. Und die Dampfsperre ist kein großer Aufwand.
Ich sehe bei einen „Stadtvilla“ keinen Vorteil bei einer 2ten Betondecke. So sieht es übrigens ohne Dämmung aus und einmal fertig zum benutzen(22 Grad Neigung):
K
Knallkörper30.11.17 17:13Bei uns werden die meisten Stadtvillen mit massiver OG-Decke gebaut. Würde ich auch so machen. Wahrscheinlich reichen 15cm Stärke. Du hast dann etwas besseren Wärme- und Schallschutz. Die Dampfbremse entfällt wohl, und damit ein fehlerträchtiges Bauteil. Risse zwischen Betondecke und Mauerwerk treten kaum auf, zwischen Trockenbau und Mauerwerk dagegen häufig.
Das mit den Rissen stimmt, die haben wir in unserer derzeitigen Mietwohnung auch beim Übergang zwischen mauer und Trockenbau. Ich denke da ist man mit einer massiven Decker besser dran.
Hat vielleicht noch jemand eine Idee was um etwa wie viel günstiger ist? Bei 10 auf 12 m Grundfläche?
Hat vielleicht noch jemand eine Idee was um etwa wie viel günstiger ist? Bei 10 auf 12 m Grundfläche?
RobsonMKK schrieb:
Interessante Fakten.
Was bringt die massive Decke wirklich? Wenn man ehrlich ist, bei 22 Grad nicht viel.
Wenn man im Dach Ausbaureserven hat, dann mag das Sinn haben.
Ansonsten ist z.B der Ringanker de facto immer da, nur einmal eben mit Decke, einmal ohne. Notwendig ist er aber zum aussteifen des Gebäudes.
Und dann kommen da die Kehlbalken drüber. Dämmen geht übrigens leichter, nämlich von unten. Und die Dampfsperre ist kein großer Aufwand.
Ich sehe bei einen „Stadtvilla“ keinen Vorteil bei einer 2ten Betondecke. So sieht es übrigens ohne Dämmung aus und einmal fertig zum benutzen(22 Grad Neigung):



Das empfinde ich als Unsinn. Ich hab schon beides gemacht. Das dämmen zwischen den Sparren war deutlich aufwendiger und auch das gute verkleben der Dampfsperre ist viel Aufwand.Kommt dann Gipskartonplatten, muss auch viel gespachtelt werden.
Spachteln muss man bei der filigrandecke auch. Es entfallen aber viele Zwischenschritte.
Wenn möglich, kann man die Dämmung direkt hochheben lassen. Das über kreuz ausrollen der Dämmung ist eine Sache von 6 Stunden allein.
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