Flachdächer

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Flachdächer


Flachdächer, deren Neigung geringer als 5° ist, liegen hauptsächlich über Wohn- und Nutzräumen. Deshalb muss auf einen bauphysikalisch richtigen Aufbau geachtet werden.

Genereller Aufbau

Man unterscheidet bei Flachdächern grundsätzlich zwischen zwei Konstruktionsarten:
- Warmdächer, die einschalig und nicht belüftet sind.
- Kaltdächer, die zweischalig und belüftet sind.

  • Dachplatte
    Die anfallenden Vertikallasten, bestehend aus dem Eigengewicht, Nutzlasten und Schnee, werden mit Hilfe von Dachplatten gehalten. Zu ihren anderen Aufgaben zählen die Aufnahme von Installationen und die Luftschalldämmung.

  • Gefällsüberzug
    2 % Gefälle sind bei Flachdächern die Norm. Unmittelbar über der Stahlbetonplatte liegt die Gefällsschicht. Keilförmig ausgeschnittene Dämmplatten, die unter der Dachhaut liegen, können auch das Gefälle bilden. Da die erwünschte Neigung selbständig erreicht werden kann, benötigt das belüftete Warmdach keinen Gefällsbeton.

  • Dampfsperre
    Sie ist auf der warmen Seite der Dämmung anzufinden.

  • Wärmedämmung
    Erst wenn ihre Fugen dicht sind, kann man von einer vollumfänglichen Wirksamkeit der Wärmedämmung sprechen. Dies wird durch raumseitig angeordnete Dampfsperren erreicht. Die Dämmfähigkeit der Schichten wird durch Feuchtigkeit und Nässe teils eingegrenzt. Um Hohlräume bei Verformungen zu vermeiden, empfiehlt es sich Dämmplatten doppelschichtig versetzt zu verlegen.

  • Belüftungsebene
    Durch Luftschichten über der thermischen Dämmerung wird im Winter der austretende Wasserdampf abgetrocknet. Sie transportieren im Sommer durch Konvektion Wärmeenergie nach Außen. Eine einwandfreie Durchlüftung kann durch ein Gefälle zwischen der Lufteintritts- und der Luftaustrittsstelle gewährleistet werden. Der Querschnitt der quer zur Windrichtung angeordneten Zu- und Abluftöffnungen sollte mindestens 0.2 % der entsprechenden Bodenfläche betragen.





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