ᐅ Mehrtägiger Stromausfall wie aktuell in Berlin: Gefahr für Heizung und Wasserleitungen?
Erstellt am: 06.01.26 10:01
OWLer13.01.26 21:21
Was ist eigentlich mit Einspeisesteckdose und Generator? habe mir dazu letztens ein Video von SHK Info angeschaut, wo sie eine Vaillant mit einem Generator betrieben haben.
Meine Wärmepumpe läuft einphasig. Sollte also eigentlich relativ einfach möglich sein, oder?
Meine Wärmepumpe läuft einphasig. Sollte also eigentlich relativ einfach möglich sein, oder?
andimann13.01.26 21:42
Moin,
Wenn dein Generator einen sauberen Sinus liefert (die meisten einfachen liefern eher einen Rechteckimpuls....) und Frequenz und Spannung auch beim Einschalten der Wärmepumpe stabil hält, kann das funktionieren. Da redest du aber nicht mehr vom 500 Euro Baumarktstromerzeuger.
Wenn du deine Wärmepumpe wirklich benutzen willst, ist vermutlich die Kombination aus Photovoltaik mit 15-20 kWh Akku und inselbetriebfähigem WR und Netztrennschalter angebracht. Damit könnte man den Akku notfalls per Generator laden (dass kann dann vermutlich auch der billige 2-3 kW Generator sein) und per Akku/WR das Haus und die Wärmepumpe komplett mit Strom versorgen. Für den Heizstab und das Kochfeld in der Küche reicht das auch nicht, aber alles andere geht.
Einfacher geht es mit einem Kaminofen und einem gefüllten Holzlager. Und einem anständigen Grill nebst gefüllten Gasflaschen. Und wenn wirklich tagelanger Stromausfall bei Frost sein sollte kann man die (Monoblock) Wärmepumpe auch entleeren. Zumindest in der Vaillant Installationsanleitung habe ich auch deutliche Hinweise gesehen, dass es eine gute Idee wäre zwischen Monoblock und Innengerät nochmal Ablassventile vorzusehen.
Viele Grüße,
Andreas
OWLer schrieb:
Meine Wärmepumpe läuft einphasig. Sollte also eigentlich relativ einfach möglich sein, oder?
Wenn dein Generator einen sauberen Sinus liefert (die meisten einfachen liefern eher einen Rechteckimpuls....) und Frequenz und Spannung auch beim Einschalten der Wärmepumpe stabil hält, kann das funktionieren. Da redest du aber nicht mehr vom 500 Euro Baumarktstromerzeuger.
Wenn du deine Wärmepumpe wirklich benutzen willst, ist vermutlich die Kombination aus Photovoltaik mit 15-20 kWh Akku und inselbetriebfähigem WR und Netztrennschalter angebracht. Damit könnte man den Akku notfalls per Generator laden (dass kann dann vermutlich auch der billige 2-3 kW Generator sein) und per Akku/WR das Haus und die Wärmepumpe komplett mit Strom versorgen. Für den Heizstab und das Kochfeld in der Küche reicht das auch nicht, aber alles andere geht.
Einfacher geht es mit einem Kaminofen und einem gefüllten Holzlager. Und einem anständigen Grill nebst gefüllten Gasflaschen. Und wenn wirklich tagelanger Stromausfall bei Frost sein sollte kann man die (Monoblock) Wärmepumpe auch entleeren. Zumindest in der Vaillant Installationsanleitung habe ich auch deutliche Hinweise gesehen, dass es eine gute Idee wäre zwischen Monoblock und Innengerät nochmal Ablassventile vorzusehen.
Viele Grüße,
Andreas
Molybdean13.01.26 21:54
Es gibt Ventile die bei einer Mediumtemperatur von >3° öffnen.
Hat mir schonmal einen gehörigen Schrecken, aber dafür keine Rechnung, verpasst als ich den Monoblock morgens ausgeschaltet hatte und dann was anderes dazwischen kam...
Abends um 22Uhr hörte man einen leisen Knall und das Ventil ging auf. Wärmepumpe wieder an und Wasser nachfüllen hat dann alles wieder ins Lot gebracht.
Würde ich bei nach außen geführten Wasser immer einbauen. Der Wärmeverlust dadurch ist zu vernachlässigen.
Hat mir schonmal einen gehörigen Schrecken, aber dafür keine Rechnung, verpasst als ich den Monoblock morgens ausgeschaltet hatte und dann was anderes dazwischen kam...
Abends um 22Uhr hörte man einen leisen Knall und das Ventil ging auf. Wärmepumpe wieder an und Wasser nachfüllen hat dann alles wieder ins Lot gebracht.
Würde ich bei nach außen geführten Wasser immer einbauen. Der Wärmeverlust dadurch ist zu vernachlässigen.
MachsSelbst13.01.26 22:27
Es gibt vieles. Und noch viel mehr gibt es jetzt wahrscheinlich Leute, die panisch losrennen und für Kaminofen, Heizpilz, Feuerholz, Entleerventile, usw. viel, viel Geld bezahlen, weil die Fachgeschäfte die Lage natürlich zu nutzen wissen 😉
Und in 99,999% der Fälle wird diese Anschaffung ungenutzt bleiben.
Ich halte es jedenfalls für sehr unwahrscheinlich, dass jemand das Trafohäuschen hier anzündet und wir dann ohne Strom da sitzen für 3, 4, 10 Tage... und auch wenn... irgendein Nachbar wirds schon warm haben 😉
Das ist das nächste. Die Leute gehen dann alle da hin, wo der Schornstein dampft. Und willst du als Nachbar mit Kamin dann sagen "Verpfeif dich!" ?
Der Stromausfall dauert ein paar Tage, die Nachbarschaft Jahrzehnte...
Echte Prepper horten daher neben Lebensmitteln usw. auch Waffen... Legale und ich bin sicher viele auch Illegale...
In Berlin muss man ja auch die Besonderheit sehen. Das war eine Stichleitung, normalerweise werden Versorgungsnetze aber im Ring aufgebaut.
Wäre das bei einem normalen Ring passiert, hätte man einfach umgeschaltet und zumindest die Grundversorgung aufrecht halten können.
Da wussten welche sehr genau, wie das Berliner 110kV Netz aussieht und wo man richtig Schaden machen kann.
Deswegen fällt es mir auch so schwer zu glauben, dass das ein paar Antifanten mit nem Benzinkanister und nem Bengalo gewesen sein sollen...
Und in 99,999% der Fälle wird diese Anschaffung ungenutzt bleiben.
Ich halte es jedenfalls für sehr unwahrscheinlich, dass jemand das Trafohäuschen hier anzündet und wir dann ohne Strom da sitzen für 3, 4, 10 Tage... und auch wenn... irgendein Nachbar wirds schon warm haben 😉
Das ist das nächste. Die Leute gehen dann alle da hin, wo der Schornstein dampft. Und willst du als Nachbar mit Kamin dann sagen "Verpfeif dich!" ?
Der Stromausfall dauert ein paar Tage, die Nachbarschaft Jahrzehnte...
Echte Prepper horten daher neben Lebensmitteln usw. auch Waffen... Legale und ich bin sicher viele auch Illegale...
In Berlin muss man ja auch die Besonderheit sehen. Das war eine Stichleitung, normalerweise werden Versorgungsnetze aber im Ring aufgebaut.
Wäre das bei einem normalen Ring passiert, hätte man einfach umgeschaltet und zumindest die Grundversorgung aufrecht halten können.
Da wussten welche sehr genau, wie das Berliner 110kV Netz aussieht und wo man richtig Schaden machen kann.
Deswegen fällt es mir auch so schwer zu glauben, dass das ein paar Antifanten mit nem Benzinkanister und nem Bengalo gewesen sein sollen...
MachsSelbst13.01.26 22:50
Ich finde ohnehin grundsätzlich die Schlussfolgerung verkehrt, jeder müsse individuell jetzt so vorsorgen, dass er sich 10 Tage selbst mit Strom und Wärme versorgen kann.
Ich habe auch keinen Panzer in der Garage, um mich im Ernstfall wehren zu können. Dafür gibt es die Bundeswehr, die uns alle verteidigen soll...
Genauso könnte und muss man jetzt schnell eine schlagkräftige Truppe aufbauen, die zerstörte Infrastruktur schnell wieder instandsetzen kann. Und dazu muss man sich natürlich erstmal ne ganze Menge Material auf Lager packen, was man im Ernstfall braucht.
Wenn man das hat, brauchen nicht 85 Millionen Bürger einen Moppel im Keller zu haben.
Das brauchen wir ohnehin. Jeder künftige Konflikt, ob asymmetrisch oder total zielt zuerst auf die Energieinfrastruktur.
Ich habe auch keinen Panzer in der Garage, um mich im Ernstfall wehren zu können. Dafür gibt es die Bundeswehr, die uns alle verteidigen soll...
Genauso könnte und muss man jetzt schnell eine schlagkräftige Truppe aufbauen, die zerstörte Infrastruktur schnell wieder instandsetzen kann. Und dazu muss man sich natürlich erstmal ne ganze Menge Material auf Lager packen, was man im Ernstfall braucht.
Wenn man das hat, brauchen nicht 85 Millionen Bürger einen Moppel im Keller zu haben.
Das brauchen wir ohnehin. Jeder künftige Konflikt, ob asymmetrisch oder total zielt zuerst auf die Energieinfrastruktur.
wiltshire19.01.26 10:12
MachsSelbst schrieb:
Ich finde ohnehin grundsätzlich die Schlussfolgerung verkehrt, jeder müsse individuell jetzt so vorsorgen, dass er sich 10 Tage selbst mit Strom und Wärme versorgen kann.Eine besondere Schlussfolgerung aus dem Stromausfall in Berlin muss niemand ziehen, die Lage wurde insgesamt ganz gut bewältigt. Es gibt keineTodesfälle, die direkt im Zusammenhang mit den Stromausfällen stehen und die zusätzliche Belastung in den Krankenhäusern wurde so bewältigt, dass es zumindest so wenig Besorgnis über das Krisenmanagement gab, dass es keinen Riesenaufstand gibt. Die Schäden sind weit überwiegend wirtschaftlicher Natur.
Eine gewisse Eigenvorsorge ist aus meiner Sicht generell sinnvoll. Über das Maß kann man sich unterhalten. 10 Tage halte auch ich für eine zu hohe Forderung.
Aus meiner Sicht ist es sinnvoll, wenn der überwiegende Teil der Bevölkerung in der Lage ist, die ersten 72 Stunden zurecht zu kommen. Das ist in etwa die Dauer, die eine Chaosphase bei einem Großereignis andauern kann. Schließlich müssen Einsatzkräfte sich ein Bild der Lage machen und auf Basis dessen strukturiert beginnen, diese Lage in den Griff zu bekommen. Jeder, der in dieser Zeit nicht in Panik verfällt und sich erst einmal selbst zu helfen weiß, trägt dazu bei, dass die gesamte Situation besser gemeistert werden kann.
Wer in dieser Zeit auf das Heizen verzichten kann und mit der Kombination aus wärmerer Kleidung und langsam auskühlendem Wohnbereich auskommen kann, der braucht auch keine besondere Wärmevorsorge treffen. Jeder kann sich einen Kanister mit Trinkwasser zur Seite stellen, der die Personen im Haushalt eine gewisse Zeit versorgt. Jeder, der nicht finanziell extrem eng ist, kann sich ein paar Vorräte zu Hause zur Seite legen um auch ein paar Tage ohne Lebensmittelgeschäft ausreichend zu essen zu haben. Konserven bieten sich an.
Ich bin sicher, dass es in Berlin eine hohe Anzahl von Menschen gab, die sich mit Trinkwasser und Nahrung ganz gut versorgen konnten und damit ihren Teil zur Bewältigung der Lage beitrugen.
Ähnliche Themen