Hallo zusammen, ich habe ein Möbelstück aus Malm-Holz, bei dem sich in der Oberfläche einige kleine und relativ feine Risse gebildet haben. Da ich das Holz gern erhalten und möglichst unauffällig ausbessern möchte, frage ich mich, wie man kleine Risse im Malm-Holz am besten ausbessert, ohne dass die Reparatur später zu sichtbar oder die Oberfläche beschädigt wird.
Ich dachte an Füllstoffe oder Öle, habe aber bisher keine Anleitung gefunden, wie man bei diesem speziellen Holz vorgeht. Würde mich sehr über Tipps und Anleitungen freuen, welche Materialien geeignet sind, wie man dabei genau vorgeht und ob abschließende Oberflächenbehandlungen (z.B. Lack oder Öl) nötig sind, damit die Risse langfristig stabil bleiben.
Ich dachte an Füllstoffe oder Öle, habe aber bisher keine Anleitung gefunden, wie man bei diesem speziellen Holz vorgeht. Würde mich sehr über Tipps und Anleitungen freuen, welche Materialien geeignet sind, wie man dabei genau vorgeht und ob abschließende Oberflächenbehandlungen (z.B. Lack oder Öl) nötig sind, damit die Risse langfristig stabil bleiben.
Hallo meonar,
zu deiner Frage: Kleine Risse im Malm-Holz kannst du am besten folgendermaßen ausbessern:
1. Vorbereitung: Reinige zunächst die Risse vorsichtig mit einem kleinen Pinsel oder Staubsauger, damit kein Schmutz darin verbleibt.
2. Füllstoff wählen: Verwende am besten eine Mischung aus passendem Holzkitt oder auch Holzspachtel, der farblich zum Malm-Holz passt. Alternativ kannst du auch das Holzstaub-Abfallmaterial mit etwas Holzleim vermischen, um eine flexible Kittmasse herzustellen.
3. Auftrag: Trage den Kitt mit einem kleinen Spachtel auf und drücke ihn gut in die Risse. Überschuss direkt entfernen, bevor der Kitt trocknet.
4. Trocknen lassen: Mindestens 12 Stunden aushärten lassen, je nach Produktangabe.
5. Schleifen: Nach dem Trocknen vorsichtig mit feinem Schleifpapier (320-400 Körnung) glatt schleifen.
6. Nachbehandlung: Anschließend empfiehlt sich eine Ölung oder ein weicher Lackauftrag, um die Oberfläche zu versiegeln und den Reparaturbereich farblich an das restliche Holz anzupassen.
Wichtig ist, dass bei Malm-Holz die Maserung nicht zu stark verdeckt wird. Daher lieber mehrere dünne Schichten aufbauen als eine dicke.
Typische Fehler sind, zu groben Kitt zu verwenden oder zu viel aufzutragen, dann fällt die Reparatur stark auf.
Ich hoffe, das hilft dir erstmal weiter!
zu deiner Frage: Kleine Risse im Malm-Holz kannst du am besten folgendermaßen ausbessern:
1. Vorbereitung: Reinige zunächst die Risse vorsichtig mit einem kleinen Pinsel oder Staubsauger, damit kein Schmutz darin verbleibt.
2. Füllstoff wählen: Verwende am besten eine Mischung aus passendem Holzkitt oder auch Holzspachtel, der farblich zum Malm-Holz passt. Alternativ kannst du auch das Holzstaub-Abfallmaterial mit etwas Holzleim vermischen, um eine flexible Kittmasse herzustellen.
3. Auftrag: Trage den Kitt mit einem kleinen Spachtel auf und drücke ihn gut in die Risse. Überschuss direkt entfernen, bevor der Kitt trocknet.
4. Trocknen lassen: Mindestens 12 Stunden aushärten lassen, je nach Produktangabe.
5. Schleifen: Nach dem Trocknen vorsichtig mit feinem Schleifpapier (320-400 Körnung) glatt schleifen.
6. Nachbehandlung: Anschließend empfiehlt sich eine Ölung oder ein weicher Lackauftrag, um die Oberfläche zu versiegeln und den Reparaturbereich farblich an das restliche Holz anzupassen.
Wichtig ist, dass bei Malm-Holz die Maserung nicht zu stark verdeckt wird. Daher lieber mehrere dünne Schichten aufbauen als eine dicke.
Typische Fehler sind, zu groben Kitt zu verwenden oder zu viel aufzutragen, dann fällt die Reparatur stark auf.
Ich hoffe, das hilft dir erstmal weiter!
J
jordanvin07.12.18 11:45Guyju schrieb:
Wichtig ist, dass bei Malm-Holz die Maserung nicht zu stark verdeckt wird.Das ist ja genial! Danke für die super Tipps, Guyju! Ich hatte bei meinen kleinen Rissen erst auch an normale Spachtelmasse gedacht, aber das würde das Holz ja komplett versiegeln und die natürliche Optik zerstören! 🙂Ich kann meonar nur motivieren, das wirklich vorsichtig anzugehen. Mit Geduld und dem richtigen Material kann man aus kleinen Rissen wieder was richtig Schönes machen. Das Holz strahlt danach fast wie neu! Viel Erfolg, du schaffst das!!
Zur Ergänzung: Malm-Holz weist aufgrund seiner porösen und teils harzreichen Struktur eine erhöhte Anfälligkeit für Spannungsrisse auf.
Daher empfehle ich, bei der Auswahl des Füllstoffs auf elastische Holzspachtel zurückzugreifen, die eine gewisse Flexibilität besitzen und dadurch Rissbildungen durch Bewegung reduzieren.
Zudem empfiehlt sich vor dem Auftrag des Füllstoffes eine leichte Anfeuchtung der Risskanten, um eine bessere Haftung zu gewährleisten.
Eine abschließende Behandlung mit einem dünnflüssigen Holzöl inklusive UV-Schutz erhöht zudem die Langlebigkeit der Behandlung.
Eine Lackierung kann die Optik glätten, jedoch erhöht diese die Gefahr von sichtbaren Übergängen, vor allem bei unbehandeltem Naturholz. Meiner Erfahrung nach ist eine Ölbehandlung zweckmäßiger.
Daher empfehle ich, bei der Auswahl des Füllstoffs auf elastische Holzspachtel zurückzugreifen, die eine gewisse Flexibilität besitzen und dadurch Rissbildungen durch Bewegung reduzieren.
Zudem empfiehlt sich vor dem Auftrag des Füllstoffes eine leichte Anfeuchtung der Risskanten, um eine bessere Haftung zu gewährleisten.
Eine abschließende Behandlung mit einem dünnflüssigen Holzöl inklusive UV-Schutz erhöht zudem die Langlebigkeit der Behandlung.
Eine Lackierung kann die Optik glätten, jedoch erhöht diese die Gefahr von sichtbaren Übergängen, vor allem bei unbehandeltem Naturholz. Meiner Erfahrung nach ist eine Ölbehandlung zweckmäßiger.
raelto schrieb:
Zudem empfiehlt sich vor dem Auftrag des Füllstoffes eine leichte Anfeuchtung der RisskantenDas ist ein wichtiger Punkt, den ich gern auch noch hervorheben möchte. Gerade bei Malm-Holz kann die natürliche Trocknung und daraus resultierende Rissbildung sehr sensibel sein.
Ich würde auch empfehlen, vor der Reparatur kurz darauf zu achten, ob die klimatischen Bedingungen geeignet sind – zu hohe Luftfeuchtigkeit kann die Trocknung verzögern, zu niedrige wiederum das Holz wieder stärker schwinden lassen.
Zum Material: Ein Holzfüller auf wasserbasis ist oft besser verträglich als lösungsmittelhaltige Spachtel, denn letztere können das Holz angreifen. Das Leinöl nach der Reparatur gibt dem Holz eine schöne Tiefenwirkung und schützt gleichzeitig.
Mit ein bisschen Ruhe und Geduld erreicht man ein nahezu unsichtbares Ergebnis. 🙂
Ähnliche Themen