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ᐅ Wie kann man Ikea Hemnes einfach lackieren und gleichzeitig schützen?

Erstellt am: 26.03.20 09:34
F
Fovin46
F
Fovin46
26.03.20 09:34
Hallo zusammen, ich habe eine etwas spezifische Frage zur Oberflächenbehandlung meiner Ikea Hemnes Möbelserie. Ich möchte die Holzoberflächen einfach lackieren, um das klassische Design zu erhalten, aber gleichzeitig soll die Lackierung auch einen robusten Schutz bieten gegen alltägliche Abnutzung, Feuchtigkeit und leichte Kratzer.

Da Hemnes aus Kiefernholz besteht, frage ich mich, wie ich die Oberfläche am besten vorbereiten sollte, welchen Lack man idealerweise verwendet und ob eine Versiegelung oder ein zusätzlicher Schutzüberzug sinnvoll ist, um sowohl Optik als auch Langlebigkeit zu gewährleisten.

Kennt sich hier jemand mit einer praktikablen & zugleich möglichst unkomplizierten Vorgehensweise aus? Tipps zur Vorbereitung, Produktwahl und Anwendungsdetails wären super hilfreich.
G
GUSTAVO56
26.03.20 10:12
Hallo Fovin46,

deine Frage nach einer einfachen, aber wirksamen Methode Hemnes-Möbel zu lackieren und gleichzeitig zu schützen trifft den Nagel auf den Kopf. Ich habe mehrfach Kiefernholz lackiert, und hier meine ausführlichen Hinweise:

- Vorbereitung: Zuerst unbedingt die Oberfläche sorgfältig schleifen. Beginne mit Körnung 120, arbeite dann mit 180 nach, um eine glatte Oberfläche zu erhalten. Achte besonders auf das Entfernen aller alten Oberflächen (Wachs, Öle oder Farbreste).
- Grundierung: Eine hochwertige Holzgrundierung, idealerweise auf Acryllackbasis, sorgt für bessere Haftung des Endlacks und schützt vor Fleckenbildung aus dem Holz.
- Lackwahl: Für Hemnes empfehle ich eine wasserbasierte PU-Lackierung, da sie schnell trocknet, geruchsarm ist und robust gegenüber mechanischer Beanspruchung sowie Feuchtigkeit macht.
- Auftrag: Trage den Lack mit einem hochwertigen Pinsel oder Schaumroller auf. Mehrere dünne Schichten sind besser als eine dicke. Zwischen den Schichten leicht anschleifen (Körnung 240), um die Haftung der nächsten Schicht zu verbessern.
- Schutz: Eine finale Schicht Klarlack auf Polyurethan-Basis gibt dir die optimale Beständigkeit gegen Kratzer und Feuchtigkeit.

Noch eine Frage: Wie möchtest du das Möbelstück nutzen? Im Wohn- oder Arbeitsbereich? Das beeinflusst die Auswahl der Lacke etwas.

Ich hoffe, das hilft dir erst mal weiter!
F
Forrest
26.03.20 12:07
GUSTAVO56 schrieb:
Trage den Lack mit einem hochwertigen Pinsel oder Schaumroller auf. Mehrere dünne Schichten sind besser als eine dicke.

Genau das! Dicker Lack sieht nicht nur unschön aus, er kann auch unschöne Läufer bilden. Außerdem lohnt es sich, in Ruhe zu arbeiten und zwischendurch ein wenig zu schleifen, das sorgt für einen richtig schicken feinen Look.

Und hey, wenn Du es trotz Schutz nicht 100% perfekt schaffst, keine Panik: Holz lebt und kleine Macken geben sogar Charme. 😉

Noch ein Tip: Vorher unbedingt sprühen oder wischen, um Staub wegzubekommen. Nichts nervt mehr als Partikel im Lack!
Wer den natürlichen Holzlook mag, kann auch mit halbtransparenten Lasuren experimentieren, die schützen und die Maserung lassen.
Viel Spaß beim Lackieren, das wird toll!
C
Chendu
26.03.20 17:49
Holz leicht anschleifen, dann mit 2x Acryllack lackieren, danach Klarlack als Schutz. Nichts Kompliziertes, hält gut.
V
vinli
27.03.20 08:03
Fovin46 schrieb:
Ich möchte die Holzoberflächen einfach lackieren, um das klassische Design zu erhalten, aber gleichzeitig soll die Lackierung auch einen robusten Schutz bieten gegen alltägliche Abnutzung, Feuchtigkeit und leichte Kratzer.

Die Herstellung einer schützenden Lackschicht ist grundsätzlich durch mehrere Arbeitsgänge realisierbar: Start mit gutem Schleifpapier (180 bis 220), dann ein passender Acrylgrund, danach mehrere Lackschichten. Empfehlenswert ist ein wasserbasierter Polyurethan-Lack mit matter Oberfläche, der das ursprüngliche Design bewahrt und Schutz garantiert.

Ein zusätzlicher Klarlack mit Wischwachs bietet nur bedingt mehr Schutz und erhöht den Pflegeaufwand.

Als ökologische Alternative kann auch ein Hartwachsöl genutzt werden, das leicht zu erneuern ist, aber weniger resistent gegen Wasser.

Letztendlich sind mehrere dünne Schichten Lack und sorgfältiges Zwischenschleifen der Schlüssel für eine homogene, widerstandsfähige Oberfläche.
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