ᐅ Wie baue ich Ikea Metod Schränke so auf, dass Möbelstücke nicht verrutschen?
Erstellt am: 27.03.21 14:37
B
BEPULAUHallo zusammen,
ich plane gerade, mehrere Ikea Metod Küchenschränke nebeneinander aufzubauen, um damit eine Stauraumlösung in meiner Werkstatt zu schaffen. Mein großes Problem dabei ist, dass ich vermeiden möchte, dass die Möbelstücke sich im Laufe der Zeit verschieben oder verrutschen, insbesondere wenn man Schränke mehrfach aneinanderreiht.
Die Schränke sollen also fest und sicher stehen, ohne dass es wackelt oder die Fronten später nicht mehr bündig abschließen. Gibt es dabei bewährte Methoden oder Tricks, mit denen man das Verrutschen sicher verhindern kann, ohne gleich die Wand anzubohren? Und wenn die Schränke gestapelt werden, wie sichert man sie am besten ab, damit sie stabil bleiben?
Ich freue mich auf eure Tipps – gerne auch mit Hinweisen zu zusätzlichem Zubehör oder Materialien, die dafür geeignet sind. Danke!
ich plane gerade, mehrere Ikea Metod Küchenschränke nebeneinander aufzubauen, um damit eine Stauraumlösung in meiner Werkstatt zu schaffen. Mein großes Problem dabei ist, dass ich vermeiden möchte, dass die Möbelstücke sich im Laufe der Zeit verschieben oder verrutschen, insbesondere wenn man Schränke mehrfach aneinanderreiht.
Die Schränke sollen also fest und sicher stehen, ohne dass es wackelt oder die Fronten später nicht mehr bündig abschließen. Gibt es dabei bewährte Methoden oder Tricks, mit denen man das Verrutschen sicher verhindern kann, ohne gleich die Wand anzubohren? Und wenn die Schränke gestapelt werden, wie sichert man sie am besten ab, damit sie stabil bleiben?
Ich freue mich auf eure Tipps – gerne auch mit Hinweisen zu zusätzlichem Zubehör oder Materialien, die dafür geeignet sind. Danke!
Hallo BEPULAU,
deine Frage ist sehr präzise formuliert, das macht die Antwort einfacher. Grundsätzlich empfehle ich für Ikea Metod Schränke folgende Maßnahmen, um Verrutschen zu vermeiden:
- Erstens immer die Schränke mit den im Lieferumfang enthaltenen Verbindern zusammenstecken. Damit sind die Elemente mechanisch verbunden.
- Zweitens solltest du die Schränke möglichst auf einer geraden und ebenen Fläche platzieren, damit nichts „kippelt".
- Drittens empfehle ich, bei einer längeren Aufreihung oder einem Stapel die Schränke zusätzlich mit Winkeln oder Kantenschienen zu fixieren. Das kann man auch innen machen, damit es optisch nicht stört.
- Viertens Zur zusätzlichen Stabilität können Gummipuffer oder Filzgleiter unter den Schränken helfen, das Verrutschen auf glatten Böden zu verhindern.
Wenn du die Möglichkeit hast, sind die Schrankverankerungen an der Wand natürlich am sichersten, aber wenn du das vermeiden willst, bieten sich diese Optionen an. Achte außerdem darauf, die Schrauben gut anzuziehen – manchmal lockert sich durch die Belastung etwas.
Falls du noch genauere Infos zur Verbindetechnik brauchst, kann ich da gern nochmal mehr ins Detail gehen.
deine Frage ist sehr präzise formuliert, das macht die Antwort einfacher. Grundsätzlich empfehle ich für Ikea Metod Schränke folgende Maßnahmen, um Verrutschen zu vermeiden:
- Erstens immer die Schränke mit den im Lieferumfang enthaltenen Verbindern zusammenstecken. Damit sind die Elemente mechanisch verbunden.
- Zweitens solltest du die Schränke möglichst auf einer geraden und ebenen Fläche platzieren, damit nichts „kippelt".
- Drittens empfehle ich, bei einer längeren Aufreihung oder einem Stapel die Schränke zusätzlich mit Winkeln oder Kantenschienen zu fixieren. Das kann man auch innen machen, damit es optisch nicht stört.
- Viertens Zur zusätzlichen Stabilität können Gummipuffer oder Filzgleiter unter den Schränken helfen, das Verrutschen auf glatten Böden zu verhindern.
Wenn du die Möglichkeit hast, sind die Schrankverankerungen an der Wand natürlich am sichersten, aber wenn du das vermeiden willst, bieten sich diese Optionen an. Achte außerdem darauf, die Schrauben gut anzuziehen – manchmal lockert sich durch die Belastung etwas.
Falls du noch genauere Infos zur Verbindetechnik brauchst, kann ich da gern nochmal mehr ins Detail gehen.
Hallo zusammen,
ich möchte hier noch einmal sehr detailliert auf die Mechanik und die empfohlenen Schritte beim Aufbau der Ikea Metod Schränke eingehen, da ich selbst schon mehrere Küchenprojekte mit diesen Elementen realisiert habe.
Zunächst ist es wichtig, dass die einzelnen Schränke nicht nur lose zusammengestellt werden, sondern wirklich "verzahnt". Das gelingt am besten mit den speziell dafür vorgesehenen Verbindern, die Ikea beilegt: Diese Schraubverbinder (oder auch "Cam Lock") verbinden die Seitenteile der Schränke stabil miteinander. Dabei solltest Du jede Verbindung zwei Mal nachgezogen werden – einmal nach dem Erstaufbau, einmal nach etwa 24 Stunden, falls sich das Material setzt.
Ein wesentlicher Punkt ist außerdem die Untergrundvorbereitung: Falls Du die Schränke auf Fliesen, PVC oder ähnlichen glatten Materialien platzierst, empfiehlt sich eine rutschhemmende Matte oder Gummiauflagen unter jeder Schrankfüßen.
Wenn Du die Schränke nicht an die Wand verschrauben möchtest, kannst Du durch das Verschrauben der Schränke untereinander mit Winkeln oder L-Winkeln, möglichst an der Rückseite, für Stabilität sorgen. Wichtig ist, mindestens alle 60 cm eine Verbindung zu schaffen. Diese Winkeln müssen mit dem Holz verschraubt werden, und idealerweise sollten die Schrauben nicht zu lang sein, damit sie nicht durch die Vorderseite sichtbar werden.
Beim Stapeln gilt: Der untere Schrank sollte auf eine ebene und tragfähige Fläche stehen. Verwende die mitgelieferten Aufsatzleisten (die dafür vorgesehenen "Krallen") zwischen den einzelnen Schränken. Die Ausrichtung mit Hilfe einer Wasserwaage ist unerlässlich, damit keine Kippbewegungen entstehen.
Hast Du eine Idee, auf welchem Boden die Schränke stehen werden bzw. wie der Raum beschaffen ist? Das würde die Empfehlung noch genauer machen.
ich möchte hier noch einmal sehr detailliert auf die Mechanik und die empfohlenen Schritte beim Aufbau der Ikea Metod Schränke eingehen, da ich selbst schon mehrere Küchenprojekte mit diesen Elementen realisiert habe.
Zunächst ist es wichtig, dass die einzelnen Schränke nicht nur lose zusammengestellt werden, sondern wirklich "verzahnt". Das gelingt am besten mit den speziell dafür vorgesehenen Verbindern, die Ikea beilegt: Diese Schraubverbinder (oder auch "Cam Lock") verbinden die Seitenteile der Schränke stabil miteinander. Dabei solltest Du jede Verbindung zwei Mal nachgezogen werden – einmal nach dem Erstaufbau, einmal nach etwa 24 Stunden, falls sich das Material setzt.
Ein wesentlicher Punkt ist außerdem die Untergrundvorbereitung: Falls Du die Schränke auf Fliesen, PVC oder ähnlichen glatten Materialien platzierst, empfiehlt sich eine rutschhemmende Matte oder Gummiauflagen unter jeder Schrankfüßen.
Wenn Du die Schränke nicht an die Wand verschrauben möchtest, kannst Du durch das Verschrauben der Schränke untereinander mit Winkeln oder L-Winkeln, möglichst an der Rückseite, für Stabilität sorgen. Wichtig ist, mindestens alle 60 cm eine Verbindung zu schaffen. Diese Winkeln müssen mit dem Holz verschraubt werden, und idealerweise sollten die Schrauben nicht zu lang sein, damit sie nicht durch die Vorderseite sichtbar werden.
Beim Stapeln gilt: Der untere Schrank sollte auf eine ebene und tragfähige Fläche stehen. Verwende die mitgelieferten Aufsatzleisten (die dafür vorgesehenen "Krallen") zwischen den einzelnen Schränken. Die Ausrichtung mit Hilfe einer Wasserwaage ist unerlässlich, damit keine Kippbewegungen entstehen.
Hast Du eine Idee, auf welchem Boden die Schränke stehen werden bzw. wie der Raum beschaffen ist? Das würde die Empfehlung noch genauer machen.
Parbo schrieb:
Hast Du eine Idee, auf welchem Boden die Schränke stehen werden bzw. wie der Raum beschaffen ist? Das würde die Empfehlung noch genauer machen.Danke Parbo für die ausführlichen Tipps!
Das hilft mir schon sehr. Zum Boden: Der Raum ist eine saubere Werkstatt mit einem glatten, aber nicht allzu glatten Gussboden (Epoxid), der ein bisschen Struktur hat. Er ist nicht ganz eben (kleine Unebenheiten), deshalb hatte ich schon überlegt, vor dem Aufbau irgendwas wie Unterlegscheiben oder kleine Keile zu verwenden, um alles auszurichten und Wackler zu vermeiden. Ich will verhindern, dass sich die Schränke nach vorne oder zur Seite verschieben, da dort auch noch Geräte stehen, die nicht beschädigt werden sollen.
Einige Schränke sollen auch aufeinandergestapelt werden, um mehr Schubladenhöhe zu gewinnen. Dabei habe ich Bedenken, dass die Kraft der Schrankaufsätze auf die unteren Elemente zu einer Verformung oder Verrutschen führt. Ich sehe, Ikea hat die Metallaufsteller, aber wie stabil sind die effektiv?
Hat jemand vielleicht Erfahrungen, ob diese Kombination bei unebenen Böden in der Praxis genügt, oder ob ich besser noch zusätzliche Sicherungen verwenden sollte?
BEPULAU schrieb:
Einige Schränke sollen auch aufeinandergestapelt werden, um mehr Schubladenhöhe zu gewinnen. Dabei habe ich Bedenken, dass die Kraft der Schrankaufsätze auf die unteren Elemente zu einer Verformung oder Verrutschen führt.guter Punkt. Das kann tatsächlich passieren, wenn die Schränke nicht richtig miteinander fixiert sind. Die Metallaufsteller (i.d.R. sogenannte "Aufsatzverbinder") sind dazu gedacht, die Schränke vertikal zu sichern und verrutschen zu verhindern.
Wichtig:
- Die Aufsatzverbinder müssen exakt bündig eingesetzt werden,
- die Schränke müssen gerade und stabil stehen (wie du schon mit Keilen oder Unterlegscheiben sagtest),
- und vor allem solltest du die Aufsatzverbinder nach dem Einsetzen noch einmal mit Schrauben befestigen, damit sie nicht ausleiern.
Von meiner Erfahrung her hält das bei leicht unebenen Böden gut, wenn die Schränke vorher untereinander verbunden und gerade ausgerichtet sind. Für den Untergrund kannst du auch kleine Anti-Rutsch-Pads nehmen, um ein Verrutschen nach unten zu verhindern.
Das Wichtigste ist: der komplette Korpus muss stimmig und blockiert stehen – dann gibt es keine Probleme.
G
Genevieve28.03.21 10:03Interessante Frage, BEPULAU, und danke an die bisherigen Antworten, insbesondere an Parbo für die technische Tiefe.
Ich möchte noch darauf hinweisen, dass allein das mechanische Verbinden der Schränke und das Verwenden der originalen Verbindersysteme nicht immer ausreicht, um eine dauerhafte Stabilität zu gewährleisten, wenn die Aufstellung ohne Wandbefestigung erfolgt.
Das ist zwar eine gute Idee, allerdings würde ich hinterfragen, wie gut diese Pads bei unterschiedlich belasteten Schränken und bei wechselnden Lasten halten – z.B. wenn schwere Werkzeuge oder Maschinen in die Schränke kommen und gehen. Das führt zu unterschiedlichen Kraftzügen und kann das Verrutschen fördern.
Lösungsvorschlag meinerseits:
- Nutze in Kombination zu den Verbindern eine komplette Leiste (Holz oder Metall) an der Rückseite, die mit den Schränken verschraubt ist und die Einheit zu einem Block macht.
- Falls der Lack oder die Wände eine Rolle spielen, kann man die Schränke zum Beispiel mit selbstklebendem, widerstandsfähigem Klebeband auf dem Boden zusätzlich fixieren.
Abschließend: Es lohnt sich, die Lastverteilung genau zu betrachten, denn auf Dauer können sich selbst kleine Verschiebungen zu größeren Problemen entwickeln. Ein rein passiver Aufbau ist meistens nicht so zuverlässig wie eine Fixierung an einer stabilen Fläche.
Ich möchte noch darauf hinweisen, dass allein das mechanische Verbinden der Schränke und das Verwenden der originalen Verbindersysteme nicht immer ausreicht, um eine dauerhafte Stabilität zu gewährleisten, wenn die Aufstellung ohne Wandbefestigung erfolgt.
RON57 schrieb:
Für den Untergrund kannst du auch kleine Anti-Rutsch-Pads nehmen, um ein Verrutschen nach unten zu verhindern.
Das ist zwar eine gute Idee, allerdings würde ich hinterfragen, wie gut diese Pads bei unterschiedlich belasteten Schränken und bei wechselnden Lasten halten – z.B. wenn schwere Werkzeuge oder Maschinen in die Schränke kommen und gehen. Das führt zu unterschiedlichen Kraftzügen und kann das Verrutschen fördern.
Lösungsvorschlag meinerseits:
- Nutze in Kombination zu den Verbindern eine komplette Leiste (Holz oder Metall) an der Rückseite, die mit den Schränken verschraubt ist und die Einheit zu einem Block macht.
- Falls der Lack oder die Wände eine Rolle spielen, kann man die Schränke zum Beispiel mit selbstklebendem, widerstandsfähigem Klebeband auf dem Boden zusätzlich fixieren.
Abschließend: Es lohnt sich, die Lastverteilung genau zu betrachten, denn auf Dauer können sich selbst kleine Verschiebungen zu größeren Problemen entwickeln. Ein rein passiver Aufbau ist meistens nicht so zuverlässig wie eine Fixierung an einer stabilen Fläche.
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