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ᐅ Wie repariere ich Lackschäden und Kratzer an meinen Ikea BESTA Möbeln kostengünstig?

Erstellt am: 13.07.23 09:17
M
meirne
M
meirne
13.07.23 09:17
Hallo zusammen,

ich habe in den letzten Wochen bei meinen Ikea BESTÅ Möbeln leider einige Lackschäden und Kratzer festgestellt, vor allem an den Kanten und auf den Schrankfronten. Da ich ungern neu kaufen oder teure Aufarbeitungsarbeiten in Auftrag geben möchte, suche ich nach einer möglichst kostengünstigen Möglichkeit, die Lackschäden zu reparieren. Es ist mir wichtig, dass die Lösung halbwegs dauerhaft und optisch ansprechend ist, ohne direkt komplett neu zu lackieren oder das Möbelstück auseinanderzubauen.

Hat jemand Erfahrungen mit günstigen Reparaturmethoden, die man mit einfachen Mitteln zu Hause umsetzen kann? Welche Materialien oder Techniken werden dafür empfohlen – zum Beispiel spezielle Stifte, Füllstoffe oder Selbstlackier-Kits?

Ich freue mich über Tipps, am besten mit Hinweisen zum Vorgehen, was sich bewährt hat, und auch möglichen Stolpersteinen.

Vielen Dank im Voraus!
P
PLOMA
13.07.23 12:43
Hallo meirne,

zunächst möchte ich auf Deine ausführliche Frage eingehen und Dir eine möglichst detaillierte Hilfestellung bieten, da Lackschäden an Bestå-Möbeln tendenziell etwas diffizil zu bearbeiten sind – die Oberflächen sind oft melaminbeschichtet oder haben eine Folienbeschichtung, was das Reparieren etwas anders gestaltet als bei echtem Lack.

Aus meiner Erfahrung und Recherche empfiehlt sich folgendes Vorgehen:

- Reinigung: Bevor Du mit Reparaturen beginnst, reinige die beschädigte Stelle gründlich mit einem milden Reinigungsmittel und einem fusselfreien Tuch, um Fett und Schmutz zu entfernen.

- Kleinere Kratzer: Für feine Kratzer eignen sich sogenannte Möbelstifte oder Lackreparaturstifte, die in diversen Baumärkten oder Möbelhäusern für verschiedene Holz- oder Lackfarben erhältlich sind. Suche einen Ton, der Deiner Oberfläche sehr nahekommt.

- Für tiefere Kratzer oder Abschürfungen: Hier kann man mit feinem Schleifpapier (z. B. Körnung 240 bis 400) vorsichtig die Kanten glätten, dann mit einem speziellen Holz- oder Kunststoff-Spachtel (je nach Untergrund) leicht füllen und anschließend mit einem passenden Reparaturlack nacharbeiten.

- Selbstlackier-Kits: Diese Kits enthalten oft kleine Fläschchen mit farblich verschiedenen Lacken oder Folien und feinen Pinseln oder Schwämmchen. Sie sind für kleine Reparaturen gedacht, jedoch sollte die Farbe wirklich gut abgestimmt werden. Ein Test an einer unauffälligen Stelle lohnt sich.

- Alternativ: Es gibt auch Wachs-Füllmassen, mit denen man Kratzer kaschieren kann – zumindest optisch annehmbar, aber weniger dauerhaft.

Besonders wichtig ist das Trocknen und Aushärten, halte die reparierte Stelle ungestört und vermeide Berührungen. Abschließend kannst Du die Stelle bei Bedarf mit einem weichen Tuch polieren.

Falls Du mehr zu Deiner speziellen Oberfläche sagen kannst (z.B. Glanzgrad, Farbe, ob es eher matt oder rau ist), kann ich die Empfehlungen noch genauer anpassen.

Viel Erfolg bei der Reparatur!
G
GALEO4
13.07.23 15:28
PLOMA schrieb:
die Oberflächen sind oft melaminbeschichtet oder haben eine Folienbeschichtung, was das Reparieren etwas anders gestaltet als bei echtem Lack.

Genau das ist der springende Punkt. Viele tun immer so, als ob man Kratzer in diesen Platten einfach wie echtes Holz oder lackierte Möbel reparieren könnte. Aber das funktioniert nicht wirklich gut.

Was meiner Meinung nach nicht genug diskutiert wird, ist: Manchmal ist die billigste und langlebigste Lösung nicht das Ausbessern dieser Schäden, sondern ein cooles, bewusst rustikales oder Used-Look Design daraus zu machen. So könntest Du dem Möbelstück sogar einen frischen Charakter geben und hast das 'Problem' nicht mehr.

Klar, nicht jeder möchte das, aber wenn man über Kosten spricht, ist das eine Alternative zu teuren Reparaturmaterialien, die oft nur kurzfristig halten.

Natürlich, wenn du da ganz akkurat etwas ausbessern willst, ist PLOMAs Ansatz der richtige, aber ich sag's mal provokant: Vielleicht ist manchmal der Lackschaden gar kein Fehler, sondern ein Design-Tuning.
N
Nabla64
14.07.23 11:03
Hallo meirne,

ich möchte hier nochmal praxisnah auf die Umsetzung eingehen, speziell wenn es um die Ikea BESTÅ Oberflächen geht, die häufig melaminbeschichtet sind.

Auf Basis meiner Erfahrung empfehle ich folgenden strukturierten Ablauf:

- Schritt 1: Zustand analysieren - Wie tief sind die Schäden? Bei leichten Oberflächenschäden genügt oft ein Lackstift, bei tieferen Kratzern ist Füllmaterial notwendig.

- Schritt 2: Vorbereitung - Schleife die Kanten des Schadens vorsichtig mit feinem Schleifpapier ab (Körnung >300), um scharfe Stellen zu entfernen. Dabei nicht zu stark schleifen, damit die Oberfläche nicht weiter beschädigt wird.

- Schritt 3: Reinigung - Danach die Stelle mit Spiritus oder Isopropanol reinigen, um Staub und Fett zu entfernen.

- Schritt 4: Füllen - Für tiefe Kratzer und Abplatzungen verwende ein geeignetes Holz- oder Multifunktionsspachtel. Hier gilt: nicht zu viel auftragen und trocknen lassen, dann mit feinem Schleifpapier glatt schleifen.

- Schritt 5: Ausbessern der Farbe - Nutze einen speziellen Reparaturstift oder Möbelmarker, der farblich zur Oberfläche passt (meist in Baumärkten erhältlich). Teste die Farbe vorher an einer unauffälligen Stelle.

- Schritt 6: Schutzschicht aufbringen - Wenn möglich, ein dünnes Finish aus klarem Acryllack mit einem kleinen Pinsel auftragen, um nach der Reparatur die Stelle zu schützen. Alternativ gibt es auch für Melamin geeignete Sprays.

Typische Fehler sind übrigens:
- Zu grobes Schleifen, das die Fläche weiter beschädigt
- Ungeduld beim Trocknen, was zu unebenem Finish führt
- Farbliche Fehlanpassung -> man erkennt die Ausbesserung sofort.

Falls Du eine Liste mit empfohlenen Produkten möchtest, kann ich Dir die gerne auf Basis meiner Erfahrung zusammenstellen.

Viel Erfolg!
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