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ᐅ Kallax nach Wasserschaden mit Holzleim verstärkt – Erfahrungen?

Erstellt am: 25.12.23 09:17
N
naucelia
N
naucelia
25.12.23 09:17
Guten Morgen zusammen,

ich habe da eine etwas spezielle Frage, bei der ich auf eure Erfahrungen und Meinungen hoffe: Mein Ikea Kallax Regal wurde vor einiger Zeit durch einen Wasserschaden partiell aufgeweicht, vor allem an den Kanten und den Verbindungsstellen, die nun leider etwas wabbelig geworden sind. Ich möchte das Regal nicht komplett ersetzen, sondern habe überlegt, die geschädigten Stellen mit Holzleim zu verstärken, um die Festigkeit wiederherzustellen.

Mich interessiert also konkret: Hat jemand von euch Erfahrungen damit, ein Kallax oder ein ähnliches Regal nach Wasserschaden mit handelsüblichem Holzleim zu verstärken? Wie effektiv ist das in Bezug auf Belastbarkeit und Haltbarkeit? Kommt man technisch damit weit? Gibt es Alternativen, die besser sind, falls man das Regal nicht komplett neu besorgen möchte?

Über Hinweise zur Vorbereitung, zur Anwendung des Leims (auch bei porösem, leicht aufquellendem Material) und zur Endbehandlung des reparierten Bereichs würde ich mich ebenfalls sehr freuen.

Danke vorab für eure Tipps!
J
Jeanbar
25.12.23 10:03
Hallo naucelia,

zunächst einmal finde ich es super, dass du das Regal reparieren möchtest, statt es direkt zu entsorgen. Das ist nachhaltig und sinnvoll. Zu deiner Frage: Holzleim, vor allem PU-Leim oder D3/D4 klassifizierte Leime, können die Struktur durchaus stabilisieren, allerdings hängt der Erfolg sehr davon ab, wie schlimm der Wasserschaden ist und wie tief das Wasser in die Holzfaser eingedrungen ist.

Wichtig ist, dass das Material absolut trocken ist, bevor du den Leim aufträgst, da die Holzfaser sonst schlapp bleibt und der Leim nicht gut haftet. Eventuell kannst du die beschädigten Kanten vorher mit Schleifpapier etwas anrauen, um den Leim besser zu fixieren.

Ich würde empfehlen, die einzelnen losen Teile mit viel Leim zusammenzupressen und danach mit Zwingen oder schweren Gegenständen fixieren. Nach dem Trocknen (meist 24 Stunden) sollte die Verbindung wieder gut belastbar sein, aber es hilft, wenn du zusätzlich verstärkende Holzleisten oder Winkel verwendest.

Eine Alternative dazu könnte Holzspachtel oder sogar Epoxidharz sein, allerdings sind die eher für Löcher und größere Fehlstellen geeignet.

Wie sieht denn die Materialstärke an den betroffenen Stellen aus? Das könnte noch relevant sein.
L
lisku
25.12.23 10:32
Holzleim hält gut, wenn das Holz trocken ist. Ich würde aber zusätzlich die Kanten mit Metallwinkeln sichern. Sicher ist sicher.
L
Laukau5
25.12.23 11:45
Hallo,

ich würde gerne etwas tiefer auf das Thema eingehen, da ein Kallax aus gepresster Holzfaserplatte besteht, die bei Wasserkontakt stark aufquillt. Die Oberfläche ist oft mit Folie laminiert, was das Eindringen von Leim erschweren kann, da der Leim nur auf dem Material an sich anhaften kann, nicht auf Folie.

Der erste Schritt ist, wie Jeanbar schon sagte, totale Trockenheit. Danach empfehle ich, die betroffenen Kanten sorgfältig und vorsichtig anzuschleifen, um die Folie zu entfernen – allerdings ohne zu stark abzutragen, sonst wird die Oberfläche rau und unschön.

Dann bietet sich PU-Leim an, weil er auch leicht auf feuchten Stellen klebt und eine gewisse Füllkraft hat, die bei porösem Material hilfreich ist. Zudem quillt PU-Leim nach der Aushärtung minimal und verfestigt das Material etwas.

Zum Verpressen: Zwingen sind ideal, alternativ stabile Klemmen oder schwere Gewichte, wie schon erwähnt. Das ist essentiell, denn nur mit Druck entsteht eine feste Verbindung.

Zur Endbehandlung: Nach dem Trocknen kann man mit feinem Schleifpapier glatt schleifen und dann eine Versiegelung auftragen, etwa Klarlack, um die Oberfläche etwas gegen Feuchtigkeit zu schützen.

Noch eine Anmerkung: Je nachdem, wie stark das Material beschädigt ist, kann es sein, dass sich die Biegesteifigkeit nicht komplett wiederherstellen lässt. Wenn nur wenige Kanten betroffen sind, ist das aber eine praktikable Reparatur. Lässt du die Druckstellen aufquellen und trocknen, bevor du den Leim aufträgst, sorgt das für einen besseren Halt.

Wie groß sind die beschädigten Flächen? Und wie hoch ist die Belastung bzw. Nutzung des Regals im Alltag? Das sind wichtige Faktoren, um abschätzen zu können, wie stabil die Reparatur sein muss.
N
naucelia
26.12.23 08:21
Jeanbar schrieb:
Wie sieht denn die Materialstärke an den betroffenen Stellen aus?

Danke für die schnelle Antwort! Die Kanten habe ich nachgemessen, die Pressspanplatten sind etwa 12 mm dick. Die Schädigung betrifft eher die äußeren Kanten, da dort das Wasser eingedrungen ist – teilweise aufgeweicht und leicht zerfasert, aber keine kompletten Durchbrüche oder tiefe Risse. Die Flächen selbst sind noch sehr stabil.
Laukau5 schrieb:
Wie groß sind die beschädigten Flächen? Und wie hoch ist die Belastung bzw. Nutzung des Regals im Alltag?

Die geschädigten Bereiche sind pro Kante ca. 10-15 cm lang und wenige Millimeter stark ausgefranst. Das Regal steht in einem Arbeitsraum und trägt Bücher, einige Kisten und Elektronik, also schon eine gewisse Belastung.

Ich denke, die Kantenversteifung ist der zentrale Punkt, genau wie das Wiederherstellen der Festigkeit an den Verbindungsstellen. Danke auch für den Tipp mit PU-Leim – den wollte ich auch ausprobieren.

Gibt es konkrete Empfehlungen, wie man den Leim am besten aufträgt, wenn das Material teilweise sehr porös und angegriffen ist? Muss ich die Oberfläche vorher z.B. mit Wasser befeuchten, oder lieber trocken belassen?
D
draleo
26.12.23 10:12
naucelia schrieb:
Gibt es konkrete Empfehlungen, wie man den Leim am besten aufträgt, wenn das Material teilweise sehr porös und angegriffen ist?

Leim haftet auf porösem, trockenem Material am besten. Bei zu stark porösem Material können Sie den Leim mit einem Schwamm oder Pinsel auftragen, um ihn gleichmäßig zu verteilen. Es ist nicht ratsam, die Oberfläche vorher zu befeuchten, da dies die Leimbindung schwächt.

Achten Sie darauf, überschüssigen Leim sofort abzuwischen, da der Leim sonst später sichtbare Verkrustungen oder Verfärbungen hinterlässt.

Bei PU-Leim sorgt die Reaktion mit Feuchtigkeit für das Abbinden, in diesem Fall genügt die im Holz verbliebene Restfeuchte, ein zusätzliches Anfeuchten kann helfen, aber nur moderat, da zu feuchtes Holz die Dimensionen stark verändert.

Zu empfehlen ist das Einlegen beschädigter Teile in den Leim, sodass sie von allen Seiten bestrichen sind, dann zusammenpressen mit passendem Druck.

Gebrauchsanweisung des Leimherstellers beachten, da Klebedauer und Druckzeit variieren.

Bei großflächigen Schäden Kombination der Leimung mit mechanischer Verstärkung sinnvoll, z. B. Einsetzen von Leisten oder Winkeln an der Innenseite.

Durch korrektes Vorgehen ist die wiederhergestellte Stabilität für den Alltagsgebrauch ausreichend.
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