ᐅ KALLAX nachträglich verstärken, damit es mehr Gewicht hält – wie?
Erstellt am: 30.11.16 08:43
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ronda53Um die Belastbarkeit eines Kallax Regals tatsächlich und messbar zu steigern, empfehle ich folgende Vorgehensweise mit Hintergrund: Der Hauptengpass bei KALLAX liegt bei der vergleichsweise dünnen Spanplatte der Einlegeböden und der Faserplatten der Seitenwände. Optimale Verstärkung erreicht man durch eine Kombination aus Verstärkung der Böden und Fixierung der Seiten:
1. Austausch der Böden oder zusätzliche Auflage durch Multiplexplatten mit mindestens 18 mm Stärke. Diese sollten sauber zugeschnitten werden, damit sie flächig aufliegen und sich keine Hebelwirkung einstellt.
2. Anbringen von Metall- oder Holzleisten an der Unterseite der Böden, quer zur Belastungsrichtung, um Durchbiegen zu verhindern.
3. Fixierung der Seitenwände an der Wand, vorzugsweise mit Schwerlastdübeln und Metallwinkeln. Dies verhindert Kippbewegungen und reduziert die Belastung auf Böden.
4. Zusätzlich kann eine Rückwand aus 6-8 mm Sperrholz angebracht werden, die das Regal stabiler macht und Verdrehungen verhindert. Auch das wirkt sich positiv auf die Tragfähigkeit aus.
Bitte gib an, wie schwer die einzelnen Belastungen in etwa sind, um genauere Empfehlungen zu geben – manchmal reicht eine Verstärkung, manchmal benötigt man neue Böden oder sogar ein komplett anderes Regal.
1. Austausch der Böden oder zusätzliche Auflage durch Multiplexplatten mit mindestens 18 mm Stärke. Diese sollten sauber zugeschnitten werden, damit sie flächig aufliegen und sich keine Hebelwirkung einstellt.
2. Anbringen von Metall- oder Holzleisten an der Unterseite der Böden, quer zur Belastungsrichtung, um Durchbiegen zu verhindern.
3. Fixierung der Seitenwände an der Wand, vorzugsweise mit Schwerlastdübeln und Metallwinkeln. Dies verhindert Kippbewegungen und reduziert die Belastung auf Böden.
4. Zusätzlich kann eine Rückwand aus 6-8 mm Sperrholz angebracht werden, die das Regal stabiler macht und Verdrehungen verhindert. Auch das wirkt sich positiv auf die Tragfähigkeit aus.
Bitte gib an, wie schwer die einzelnen Belastungen in etwa sind, um genauere Empfehlungen zu geben – manchmal reicht eine Verstärkung, manchmal benötigt man neue Böden oder sogar ein komplett anderes Regal.
Vielen Dank für die bisherigen Rückmeldungen, sehr hilfreich. Um auf deine Frage, TUELBA, einzugehen: Die Lasten bewegen sich meist im Bereich von 10-15 kg pro Fachboden, teilweise auch etwas mehr. Es geht vor allem um Bücher, ordner und kleinere Boxen, die aber insgesamt schwer sind und dicht gestapelt werden. Das Regal ist bisher nicht an der Wand befestigt, steht frei. Optisch sollte die Veränderung nicht zu groß sein, da es im Wohnzimmer steht. Eine Rückwand ist vorhanden, allerdings die dünne von IKEA. Ich überlege, ob ich dort auf eine stärkere Rückwand umsteigen sollte oder lieber die Böden verstärke. Würde das eher helfen, die Last besser zu tragen?
TUELBA schrieb:
1. Austausch der Böden oder zusätzliche Auflage durch Multiplexplatten mit mindestens 18 mm Stärke.Dem möchte ich zustimmen und hinzufügen, dass eine Verstärkung der Böden priorisiert werden sollte, wenn bereits eine Rückwand vorhanden ist, auch wenn diese dünn ist. Die Einlegeböden sind häufig Hauptverursacher von Durchbiegen. Falls man dabei noch Abstandhalter in den Fächern anbringt – etwa kleine Holzleisten zwischen Boden und Regalseite – kann das die Lastaufnahme weiter verbessern. Ein weiterer Tipp: Schraubverbindungen dürfen nicht zu fest sein, da sie sonst das Material aushebeln, sondern müssen gut geführt und flächig getragen sein.
Ich sehe das etwas anders und finde, dass KALLAX für schwere Lasten nicht wirklich die richtige Wahl ist. Statt endloser Verstärkungen sollte man sich überlegen, ob man nicht auf ein stabileres Regal umsteigt, vor allem wenn 10-15 kg pro Fach anfallen. Klar, man kann es noch so tunen, aber das grundlegende Design des KALLAX ist nicht dafür gemacht. Warum also nicht ein Regal mit dickeren Böden nehmen? Ich sage nicht, dass Verstärkungen keine Wirkung zeigen, aber langfristig bezweifle ich die Wirtschaftlichkeit. Gerade wegen der Optik und Stabilität ist es meist besser, ein anderes Möbelstück zu wählen.
SIAURORA schrieb:
Warum also nicht ein Regal mit dickeren Böden nehmen?Das ist ein berechtigter Punkt, jedoch möchte ich das KALLAX wegen der Größe, Farbe und Raumausnutzung nicht ersetzen. Es passt gut an die Stelle und ich möchte nur die Tragfähigkeit optimieren, ohne komplett neu zu kaufen. Somit fokussiere ich mich auf nachträgliche Verstärkungen, die möglichst unauffällig sind. Vielleicht gibt es ja einen Sweet Spot zwischen Aufwand, Kosten und Stabilität, der das KALLAX alltagstauglich macht.
P
pautanner01.12.16 08:21Ich finde die Stimmung hier super konstruktiv! 🙂 Noch ein kleiner Tipp für die, die wenig basteln wollen, aber trotzdem auf mehr Stabilität setzen: Holzleim und kleine Schrauben sind beim Verstärken echtes Gold wert. Einfach an den Seiten ein paar Leisten (18 mm stark) befestigen, die dann in der Tiefe mit dem Boden verschraubt werden. Das hilft, das ganze Regal steifer zu machen und ein Durchbiegen der Böden zu reduzieren. Ist nicht zu aufwendig und mit einem Ruck hat man eine spürbare Verstärkung. Die Optik bleibt fast erhalten, gerade wenn man passende Holzleisten nimmt und die Schrauben versenkt. Viel Erfolg beim Verstärken! ;-)
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