ᐅ Bau ohne Keller und ohne Baugenehmigung
Erstellt am: 17.11.25 14:14
Moin,
danke fürs dazu holen, war gerade draußen Bohren.
Erstmal generell zum Thema Bodengutachten. Auch wenn ich damit mein täglich Brot verdiene (Einfamilienhäuser mache ich aber kaum noch) bin ich der Meinung, dass man auf ein solches Gutachten nicht verzichten kann. Die kosten sind überschaubar, es wird da geschaut, wo das Haus hinkommen soll, die Höhenlage der Bodenplatte wird berücksichtigt und es werden Empfehlungen zur Gründung gemacht. Wie wird überhaupt die Statik berechnet, wenn man nicht weiß was der Boden kann (mehr Beton und Stahl in die Bodenplatte?). Muss Bodenaushub entsorgt werden? Ohne chemische Analytik nimmt den Boden niemand an.
Anhand der Übersichtsgutachten ist jetzt nichts dramatisches zu erwarten. Aber bei 25 cm Bodenplatte und 25 cm Schaumglas fehlt mir irgendwie noch was. Wo fange ich an... Erstmal zum Schaumglas, das Zeug ist schwer zu Verdichten und einen Nachweis über die Verdichtung kann eigentlich niemand geben (Lastplattendruckversuche funktionieren nicht). Man kann es Verwenden, aber nur wenn der Untergrund stimmt. Ein weicher Lehm zählt für mich nicht dazu.
Dann müssen ja noch Frostschürzen geplant sein, da mit dem Aufbau die mind. 80 cm frostsicherer Aufbau nicht gewährleistet sind. Je nach Lage kann sich dieser Wert erhöhen (steht im Bodengutachten). Alternativ 80 cm frostsicheres Material (F1 Schotter etc.)
Meine Empfehlung, lass ein Gutachten machen und lass dich zur Gründung beraten.
danke fürs dazu holen, war gerade draußen Bohren.
Erstmal generell zum Thema Bodengutachten. Auch wenn ich damit mein täglich Brot verdiene (Einfamilienhäuser mache ich aber kaum noch) bin ich der Meinung, dass man auf ein solches Gutachten nicht verzichten kann. Die kosten sind überschaubar, es wird da geschaut, wo das Haus hinkommen soll, die Höhenlage der Bodenplatte wird berücksichtigt und es werden Empfehlungen zur Gründung gemacht. Wie wird überhaupt die Statik berechnet, wenn man nicht weiß was der Boden kann (mehr Beton und Stahl in die Bodenplatte?). Muss Bodenaushub entsorgt werden? Ohne chemische Analytik nimmt den Boden niemand an.
Anhand der Übersichtsgutachten ist jetzt nichts dramatisches zu erwarten. Aber bei 25 cm Bodenplatte und 25 cm Schaumglas fehlt mir irgendwie noch was. Wo fange ich an... Erstmal zum Schaumglas, das Zeug ist schwer zu Verdichten und einen Nachweis über die Verdichtung kann eigentlich niemand geben (Lastplattendruckversuche funktionieren nicht). Man kann es Verwenden, aber nur wenn der Untergrund stimmt. Ein weicher Lehm zählt für mich nicht dazu.
Dann müssen ja noch Frostschürzen geplant sein, da mit dem Aufbau die mind. 80 cm frostsicherer Aufbau nicht gewährleistet sind. Je nach Lage kann sich dieser Wert erhöhen (steht im Bodengutachten). Alternativ 80 cm frostsicheres Material (F1 Schotter etc.)
Meine Empfehlung, lass ein Gutachten machen und lass dich zur Gründung beraten.
H
häuserbauer21.11.25 14:22Cronos86 schrieb:
Moin,
danke fürs dazu holen, war gerade draußen Bohren.
Erstmal generell zum Thema Bodengutachten. Auch wenn ich damit mein täglich Brot verdiene (Einfamilienhäuser mache ich aber kaum noch) bin ich der Meinung, dass man auf ein solches Gutachten nicht verzichten kann. Die kosten sind überschaubar, es wird da geschaut, wo das Haus hinkommen soll, die Höhenlage der Bodenplatte wird berücksichtigt und es werden Empfehlungen zur Gründung gemacht. Wie wird überhaupt die Statik berechnet, wenn man nicht weiß was der Boden kann (mehr Beton und Stahl in die Bodenplatte?). Muss Bodenaushub entsorgt werden? Ohne chemische Analytik nimmt den Boden niemand an.
Anhand der Übersichtsgutachten ist jetzt nichts dramatisches zu erwarten. Aber bei 25 cm Bodenplatte und 25 cm Schaumglas fehlt mir irgendwie noch was. Wo fange ich an... Erstmal zum Schaumglas, das Zeug ist schwer zu Verdichten und einen Nachweis über die Verdichtung kann eigentlich niemand geben (Lastplattendruckversuche funktionieren nicht). Man kann es Verwenden, aber nur wenn der Untergrund stimmt. Ein weicher Lehm zählt für mich nicht dazu.
Dann müssen ja noch Frostschürzen geplant sein, da mit dem Aufbau die mind. 80 cm frostsicherer Aufbau nicht gewährleistet sind. Je nach Lage kann sich dieser Wert erhöhen (steht im Bodengutachten). Alternativ 80 cm frostsicheres Material (F1 Schotter etc.)
Meine Empfehlung, lass ein Gutachten machen und lass dich zur Gründung beraten.Hallo Cronos,vielen Dank für deine Antwort. Ich habe mich dazu bereits beraten lassen bzw. ein Angebot steht aus.
Anbei noch die Planung zur Bodenplatte, falls das zum Verständnis noch hilft. In der Leistungsbeschreibung steht es ist eine "25cm dicke tragende Bodenplatte" auf 25cm Schaumglasschotterschicht. Der Bodenplattenrand wird mit dem Schaumglasschotter umlaufend ca. 40 cm breit überdämmt. Anbei sind fotos der Schnitte.
P
Papierturm21.11.25 14:40häuserbauer schrieb:
Hallo Cronos,
vielen Dank für deine Antwort. Ich habe mich dazu bereits beraten lassen bzw. ein Angebot steht aus.
Anbei noch die Planung zur Bodenplatte, falls das zum Verständnis noch hilft. In der Leistungsbeschreibung steht es ist eine "25cm dicke tragende Bodenplatte" auf 25cm Schaumglasschotterschicht. Der Bodenplattenrand wird mit dem Schaumglasschotter umlaufend ca. 40 cm breit überdämmt. Anbei sind fotos der Schnitte.Ganz kurz nur:Problem im Winter ist folgendes: Wasser dehnt sich bei Minustemperaturen aus. Ist (zu viel) Wasser im Boden unter der Bodenplatte und das gefriert, kann das für üble Schäden an der Bausubstanz sorgen.
Daher braucht es bei vielen Arten von Untergründen auch Frostschürzen, die genau davor schützen. Was haben wir hier?
- bis in irgendwo um die 1,6m nicht tragfähigen Boden.
- eine Planung ohne Frostschürzen.
Ich lehne mich jetzt mal weit aus dem Fenster:
Zu dieser Firma hätte ich kein Vertrauen. Wenn dann in ein paar Jahren das Haus Schäden bekommt, bleibt man nämlich wahrscheinlich (Baufirma Insolvenz, lange Gerichtsverfahren, Grund ist Bauherrenrisiko und sehr viel mehr) selbst auf den Schäden sitzen.
Ich wäre hier sehr vorsichtig. Würde ein Bodengutachten machen und auf die exakte Einhaltung des Bodengutachtens (einschl. Frostschürzen) bestehen. Und wahrscheinlich aufgrund des schieren Wahnsinns dieses Vorschlags mit einer anderen Firma planen.
Alles andere kann äußerst teuer werden.
H
hanghaus202322.11.25 19:41Mein Nachbar hat einen mit der Wuenschelrute kommen lassen. Das da Wasser ist hätte ich dem auch sagen können. Der hat mich aber nicht gefragt.
M
MachsSelbst24.11.25 20:14Naja geben tut es das offenbar schon, so ohne Streifenfundamente. Meine Bodengutachten schlägt Streifenfundamente Tiefe >1m vor oder eben ein Gründungspolster rundherum in Geotextil eingeschlagen und darauf direkt die Bodenplatte gießen, ohne Streifenfundamente.
Allerdings steht auch beim Gründungspolster, dass bis zur einer Tiefe von mindestens 0,8m mit frostsicherem Material zu arbeiten ist, also Schotter verdichtet.
Wie will er denn die nötige Frostschutztiefe von 0,8-1m, je nach Region, mit 25cm Schaumglasschotter erreichen, die er einfach auf den vorhandenen Boden kippt? Das mag ja in den meisten Fällen gutgehen, aber wenn du Pech hast, bist du der eine Fall, wo starker Frost die Bodenplatte knackt.
Ich gründe sogar das Fundamente für meinen Schuppen 80cm tief und damit frostfrei, da solltest du für ein ganzes Haus nicht am Fundament sparen und so einen Quatsch machen lassen.
Allerdings steht auch beim Gründungspolster, dass bis zur einer Tiefe von mindestens 0,8m mit frostsicherem Material zu arbeiten ist, also Schotter verdichtet.
Wie will er denn die nötige Frostschutztiefe von 0,8-1m, je nach Region, mit 25cm Schaumglasschotter erreichen, die er einfach auf den vorhandenen Boden kippt? Das mag ja in den meisten Fällen gutgehen, aber wenn du Pech hast, bist du der eine Fall, wo starker Frost die Bodenplatte knackt.
Ich gründe sogar das Fundamente für meinen Schuppen 80cm tief und damit frostfrei, da solltest du für ein ganzes Haus nicht am Fundament sparen und so einen Quatsch machen lassen.
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