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ᐅ Fertighaus inkl. Grundstück projektiert - Finanzierung


Erstellt am: 21.02.21 01:54

WilderSueden21.02.21 22:09
Ein Problem das du bei allen großen Fertighausanbietern hast ist dass viel Geld für Marketing und Vertrieb verloren geht. Musterhäuser und Vertreter kosten eben und das nicht zu knapp. Kleinere Firmen sind da im Vorteil. Teilweise ist die Preispolitik auch etwas anders und es wird nicht für jedes Upgrade eine Unsumme fällig. Und selbst wenn du auf deinem Grundstück mit dem gleichen Anbieter baust wie auf dessen Grundstück, 5% Grunderwerbsteuer von 400 000€ sind auch schon 20 000€. Dafür gibt es einige Upgrades. Das Problem ist halt dass Grundstücke Mangelware sind und bei fast allen Neubaugebieten mittlerweile nach Punktesystem vergeben wird. Da muss man erstmal reinkommen, gerade als Auswärtiger.
HubiTrubi4021.02.21 22:37
WilderSueden schrieb:

Das Problem ist halt dass Grundstücke Mangelware sind und bei fast allen Neubaugebieten mittlerweile nach Punktesystem vergeben wird. Da muss man erstmal reinkommen, gerade als Auswärtiger.
Ja das stimmt. Wobei ich mich für einen Bauplatz beworben habe für ein neues Baugebiet bei uns im Ort. Wir wohnen da schon über 6 Jahre. Und die Vergabe ist in ein paar Monaten. Da ich aber natürlich nicht weiss wie gross da die Chance ist bin ich natürlich am abwägen. Bauen könnte man da auch frühestens in 1,5 Jahren, wobei bei dem Angebot es sicher auch 1 bis 1.5 Jahre vergehen werden bis man einziehen könnte. Für das Angebot müssten wir halt umziehen, was für die Kinder Schulwechsel bedeutet. Ideal ist das nicht. Aber das Haus kommt ja selten zu einem nach Hause. Aber am Abwägen ist man da halt schon.
WilderSueden22.02.21 18:54
Also 10-12 Monate musst du eigentlich immer rechnen, von der Baugenehmigung bis zum Einzug. Bauen dauert seine Zeit, mit Fertighäusern geht zwar die Produktion der Gebäudehülle schnell aber dafür hat man vorher relativ lange Wartezeiten. Innenausbau ist bei massiv und Fertighaus etwa vergleichbar. Uns wurden 10-12 Monate ab Baugenehmigung kommuniziert, bei manchen Herstellern auch länger. Die Planungsphase kann man aber teilweise parallel zur Erschließung machen.
K1300S22.02.21 19:32
HubiTrubi40 schrieb:

Ich weiss aktuell nicht wieviel das Grundstück in dem Angebot kostet,
Merkste selbst, ne? 😉 Aus meiner Erfahrung ist es immer günstiger, Grundstück und Haus separat zu wählen, nicht nur wegen der Grunderwerbsteuer, denn irgendwer hält bei solchen Geschäften immer zweimal die Hand auf.
HubiTrubi4022.02.21 21:30
Habens heute mal durchgesprochen: Grundstück ist 450/qm, das ist eigentlich voll OK und kommt auf 120K. Was ich mich allerdings frage: ist ja ne Doppelhaushälfte, gut der Anbieter ist glaube nicht der schlechteste und ist ja schlüsselfertig alles drin (nur keine Küche). Das Haus an sich mit Baunebenkosten und Planung/Bau würde dann 530K kosten. Wenn ich auf Seiten von FH Anbietern schaue, bekommt man die FH teilweise schon für 250-300K. Gut ist noch unterkellert und die Hälfte des Kellers wird als Wohnraum ausgebaut. Wenn man nun aber selber das Grundstück bebauen könnte bzw. ggf eines hätte: wieviel müsste man für ein vergleichbares FH mit Bau rechnen? Käme man das viel günstiger? In diesem Fall wären es knapp 170qm, wobei ich jetzt auch schon mit 140 oder 150 zufrieden wäre. Aber evt. bin ich mit dieser Frage im falschen Topic. Eine interessante Option hat er mir noch angeboten. Auch wenn ich jetzt das Grundstück kaufe, würden sie es mir noch bis Sommer wieder "rückabwickeln", also für mich wieder verkaufen, sofern ich doch was anderes finde, was mir mehr zusagt. Das finde ich grundsätzlich ne gute Option, da ich ja noch parallel auf der Warteliste in einem Baugebiet stehe. Risiko wäre halt, dass man, auch wenn Nebenkosten beim Verkauf eingepreist werden, Spekulationssteuer anfallen. Das wäre aber verkraftbar, sofern der Bau auf eigenem Grundstück in Eigenregie deutlich günstiger wäre.

Viele Grüsse,

Hubi
WilderSueden22.02.21 22:10
Bei den Katalogpreisen muss man aufpassen. Oft ist die Ausstattung recht minimal. Bei Schwörerhaus zum Beispiel lag bei uns zwischen dem Katalog und dem ersten Angebot über 80 000€, plus noch Keller/Bodenplatte extra da der Katalogpreis ab OK Bodenplatte/Keller ist. Und da waren dann immer noch manuelle Rollläden verbaut zum Beispiel. Bei Weberhaus war in der Grundausstattung schon mehr drin (elektrische Rollläden, Bodenplatte) und die Abweichung geringer, aber trotzdem waren wir dann immer noch ca 65 000€ über Katalogpreis. Das geht so schnell hoch, da kommt man kaum mit schauen hinterher

Vergleiche rein nach Preis sind nicht besonders zielführend. Man muss sich zu jedem Preis auch die entsprechende Baubeschreibung nehmen und schauen was genau drin ist. Grob gesagt kannst du hier in BW für ein Haus mit Bodenplatte (inklusive Maler und Böden, ohne Küche) mit etwa 2500€/qm rechnen plus Baunebenkosten und Grundstück. Bei Bau mit Keller entsprechend mehr. Wenn du nach Energieeinsparverordnung baust bleibst du vermutlich etwas drunter, mit KfW40(+) etwas drüber. Kleinere Betriebe aus der Region sind auch tendenziell etwas günstiger als überregionale mit Vertretern und Musterhäusern.
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