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ᐅ Fachwerkhaus sanieren - niedrige Raumhöhen, gibt es Möglichkeiten?


Erstellt am: 24.07.20 14:15

haydee27.07.20 11:35
Scheune aus den 40ern i.o
Stall mit Amoniak durchzogen. Greift auch das Mauerwerk an.
Decken alle nicht mehr tragfähig.
Haus dort wo neuere Materialien auf alt getroffen ist, war der Zustand sehr schlecht. Die Optik hat massiv getäuscht. Eigentlich entkernen und innen einen Neubau einziehen. Decken sind noch aus Holzstämmen gewesen. Bei und kam der Abbruchbagger.
Pinkiponk27.07.20 12:59
Tamstar schrieb:

...
Könnt Ihr einen Bungalow mit Anbau daraus machen? Den Bungalow quasi mit "Kathedralendach"?
T_im_Norden27.07.20 13:03
Tamstar schrieb:

War ja jetzt mal so dahingesagt, heutigen Energiestandard will ich bei dem Fachwerk aber gar nicht erreichen.
Denk dran das je nachdem was du sanierst die Energieeinsparverordnung einzuhalten ist
Tamstar27.07.20 13:19
Pinkiponk schrieb:

Könnt Ihr einen Bungalow mit Anbau daraus machen? Den Bungalow quasi mit "Kathedralendach"?

Meinst du, wie Scout vorgeschlagen hat, alle Zwischendecken rauszunehmen?
Und der Anbau dann die bestehenden Nebengebäude?
T_im_Norden schrieb:

Denk dran das je nachdem was du sanierst die Energieeinsparverordnung einzuhalten ist
Das ist klar.

Ich bin jetzt auch nicht gänzlich fachfremd. Ich darf mich sogar Architekt schimpfen, aber mein letztes zu sanierendes Fachwerkhaus hatte normale Raumhöhen und auch keine Anbauten und letztendlich hab ichs dann auch nicht mehr weiter begleitet...
haydee27.07.20 13:42
Tamstar schrieb:

Meinst du, wie Scout vorgeschlagen hat, alle Zwischendecken rauszunehmen?
Und der Anbau dann die bestehenden Nebengebäude?


Das ist klar.

Ich bin jetzt auch nicht gänzlich fachfremd. Ich darf mich sogar Architekt schimpfen, aber mein letztes zu sanierendes Fachwerkhaus hatte normale Raumhöhen und auch keine Anbauten und letztendlich hab ichs dann auch nicht mehr weiter begleitet...

dann kannst du doch die Möglichkeiten abklären mit dem Bauamt.
Vielleicht Neubau, Größe altes Haus und nur 3 Stockwerke oder Nutzungsänderung.
Du verstehst wenigstens nicht nur Bahnhof.

trotzdem klingt es nach einem teuren Kompromiss
fach1werk28.07.20 07:47
Ein intaktes Fachwerkhaus kann man mit dem Kran an einem Balken hochheben. Und da nehmt ihr einfach Balken raus? Unser Vorgängerbau, ein mittelalterliches Fachwerkhaus unter Denkmalschutz- übrigens ein stimmungsvolles geräumiges Nest für die Familie - kostete uns über die Jahre mehr als ein Neubau - dabei haben wir Etliches selbst gemacht, allerdings nicht verbastelt und mit Fingerspitzengefühl und den nötigen Kentnissen. Alte Häuser brauchen solche Liebhaber, sonst kann man sie nicht erhalten. Am besten finde ich für sie einen Eigentümer, der sparsam aber strebsam qualitätsvoll unterhält und kein Geld für Blödsinn hat. Man kommt nicht mit den grossen Maschinen rein, man braucht, ich nenne es mal Denkmalmaterial, was ökologischem Bauen sehr nahe kommt, Vieles ist Handarbeit. Macht man irgendwo auf, ist es wie ein Überraschungsei, nur dass man es vorher nicht schütteln kann. Klar kann man sich das aneignen! Klar kann man die Sanierungen aus Eigenkapital machen! Und man kriegt ein Haus mit einer Ausstrahlung, die beim Neubau nur schwer und teuer zu erzielen ist, keine little boxes. Aber niedrige Decken sind kaum zu heilen.

Die Fassade kommt öfter als bei jedem Haus ohne Materialmix. Das Krumme darf man nicht so schlimm finden. Das Wohnklima war superb. Die Heizkosten niedriger als bei einem Steinhaus Nachkriegsware, Lehm und Stroh erlebten wir als absolut konkurrenzfähige von uns sehr geschätzte Baumaterialien. Es ist aber wie Haydee sagt: Wenn etwa das Holz nichts taugt oder von vorne herein schon mickrig war kann alleine das ein KO-Kriterium sein.

Man kann mit dem Denkmalschutz auch arbeiten wenn keiner drauf ist. Ich möchte sagen, dann sogar am Besten.

Viele Grüße
Gabriele
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