Planung Einfamilienhaus ca. 160m2 4-köpfige Familie

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11ant

11ant

Kann man vor dem Waschbecken im Hauswirtschaftsraum berhaupt aufrecht stehen?
Die "Insel" in der Küche ist doch ein schlechter Scherz? [...]
Nur als Anregung, um ggf. eigene Gedanken dazu zu hinterfragen. Aber wie gesagt, ist sehr subjektiv.
Nein, sehr objektiv: vor dem Waschbecken im Hauswirtschaftsraum steht man eher gebückt. Der eigentliche Scherz ist gegenüber der Insel: zwei der vier Hochschränke dienen nur der Maskierung des geheimen Speisekammerzuganges.
Nun ja, was will man machen, wenn man Bauzeichner bei einem Haushersteller ist und die Kunden sagen: "bitte vermurksen Sie uns den Grundrissesatz. Wir möchten mit einer Geheimspeisekammer eine Ecke ins Büro hauen und so weiter, Ihnen fällt da schon ´was ein" ...
 
Y

ypg

Warum genau wollt ihr den Hauswirtschaftsraum im Obergeschoss?
Ich finde es gut, dass Du das mal ansprichst. Oft werden solche Schlagsätze wie „Wäsche fällt oben an, deshalb soll Hauswirtschaftsraum nach oben“ benutzt. Der wirkliche Tageswerkablauf wird nicht durchgespielt. Und hast das Leben mit Kindern und Haushalt gut erklärt.
Hier ging dem Planer unten der Platz aus, deshalb soll der Hauswirtschaftsraum nach oben.

Wenn man sich die kleinen und großen „Engstellen“ in dem Entwurf anschaut, sieht man, dass man sehr viel mehr und Gutes erreichen kann, wenn man auf Podest einer Treppe und der Speis verzichten kann.
 
11ant

11ant

Hier ging dem Planer unten der Platz aus, deshalb soll der Hauswirtschaftsraum nach oben.
Wem hier "der Platz ausgeht", ist wohl eher ein Kundenwunschhineinwursteler - und ursächlich für den Murks die Wünsche der Bauherrschaft nach einem Büro (das wohl den Platz für einen Hauswirtschaftsraum beansprucht, sodaß ein Raumäquivalent zu viel auf der Wunschliste steht) und nach einem begehbaren Vorratsschrank (dessen diskreter Zugang zusätzlichen Platz verbraucht / raubt).
Wäsche fällt oben an, aber kleine Kinder spielen meist jahrelang dort, wo sich insgesamt gemeinsam aufgehalten wird, also im Bereich Wohnzimmer/Esszimmer/Küche und entsprechend kann man besser "eben schnell zwischendurch" ne Waschmaschine einräumen o.ä., wenn man dafür nicht in ein anderes Stockwerk muss.
Da wird der Hund begraben liegen: Kinderbeaufsichtigung fällt tagsüber unten an, also soll das Home Office ins EG. Größer kann dieses dafür aber nicht werden, allein aus Angst vor dann zu kleinem Garten. Also wird laiennaiv beschlossen, der Hauswirtschaftsraum müsse aus dem EG weg (und konsequenzenunbewußt das DG so "beladen", also böte es den Platz eines Anstattvilla-OG´ (was es leider nur auf der Ebene der Bodenfläche tut). Also soll das Bauamt einen höheren Kniestock spendieren, damit die Hose weniger zwickt. Aber Hauptsache man spart sich den Architekten und bringt einen Verkaufsberater - Backofficler ins Schwitzen. Herr, schmeiß´ Hirn vom Himmel !
 
M

MachsSelbst

Was soll ein Entwurf mit einem Kniestock, den ihr Umständen gar nicht genehmigt bekommt?

Die Speisekammer ist halt wieder über, braucht kein Mensch.
Dadurch wird die Küche winzig.
Und die Dusche. Was soll die da? Warum das Bad so riesig? Hauswirtschaftsraum im OG hätte ich auch gern, gebe ich zu. Aber dafür und für HAR fast 12m²?

Aber macht eh keinen Sinn weiterzudenken. Wenn ihr nur Kniestock 1m oder 1,50m bekommt, funktioniert der Grundriss überhaupt nicht mehr.
 
H

hanghaus2023

Dann schau doch mal im Baugebiet, ob da schon mal jemand eine Traufhöhe Größe 4m genehmigt bekommen hat.
Da empfehle ich eine Bauvoranfrage zu stellen. Bei uns wird inzwichen fast Alles genehmigt, was damals undenkbar war.

Zum Beispiel 2 Vollgeschosse obwohl Kniestock 1m vorgeschrieben ist. Ohne den Bebauungsplan zu kennen, kann man hier wenig zu sagen. Referenzhöhe z.B. Wie ist die Traufe definiert?
 
Zuletzt aktualisiert 29.11.2025
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