ᐅ Wie kann ich Billy Regale mit zusätzlichen Verstrebungen stabilisieren?
Erstellt am: 20.04.15 10:13
J
junegeDanke für die hilfreichen Antworten bisher. Also, das Regal steht aktuell schon relativ sicher, hat aber bei starkem Lastenaufbau (z.B. viele Bücher oder schwere Gegenstände) eine gewisse Beweglichkeit, die ich auf Dauer nicht erreichen will. Es handelt sich bei mir um Regale mit 80 cm Breite und 202 cm Höhe – also vergleichsweise groß. Die Rückwand ist eine dünne Hartfaserplatte, die allein nicht gegen Verwindung hilft.
Werkzeugtechnisch bin ich gut ausgestattet (Bohrer, Schrauber, Metermaß etc.). Das Anbringen einer stabilen OSB- oder Multiplexplatte an der Rückseite klingt sinnvoll, aber ist das nicht relativ aufwendig und unpraktisch, wenn man die Regalrückwand ja eigentlich aus optischen Gründen nicht sichtbar verändern will? Über solche Vorschläge denke ich gern auch nach, aber ich hätte gern noch Alternativen, die weniger auffällig sind.
Werkzeugtechnisch bin ich gut ausgestattet (Bohrer, Schrauber, Metermaß etc.). Das Anbringen einer stabilen OSB- oder Multiplexplatte an der Rückseite klingt sinnvoll, aber ist das nicht relativ aufwendig und unpraktisch, wenn man die Regalrückwand ja eigentlich aus optischen Gründen nicht sichtbar verändern will? Über solche Vorschläge denke ich gern auch nach, aber ich hätte gern noch Alternativen, die weniger auffällig sind.
Die Größenangaben sind wichtig, danke fürs Nachreichen. Bei 80x202 cm wird die Stabilisierung zwingend, gerade wenn die Regalbretter belastet werden.
Eine weitere Möglichkeit ist die Verstärkung der Seitenwände mit Schmalleisten, die die gesamte Tiefe abdecken, um einer Verformung vorzubeugen. Dabei ist wichtig, die Leisten möglichst bündig und ohne Überstände zu montieren. Gerade bei der Verbindung von Regalbrettern und Seitenwänden kannst du auch kleine verstärkte Unterzüge aus Metallprofilen anbringen, die kaum auffallen und die Lasten sauber verteilen.
Hast du die Regale schonmal von innen genau auf Verformungen untersucht (Stirn- und Rückseiten)? Wo treten die Schwachstellen auf? Das hilft bei der gezielten Auswahl der Verstärkungsarten.
ladali schrieb:Das Prinzip ist richtig, doch denn optischen Nachteil kannst du reduzieren, indem du statt einer kompletten Platte gezielte Verstärkungen einsetzt – etwa einzelne Querleisten oder flache Metallprofile, die wenig sichtbar in die hintere Innenkante des Regals geschraubt werden.
Zusätzlich empfehle ich, an der Rückseite eine durchgehende OSB-Platte oder dünne Multiplexplatte festzuschrauben
Eine weitere Möglichkeit ist die Verstärkung der Seitenwände mit Schmalleisten, die die gesamte Tiefe abdecken, um einer Verformung vorzubeugen. Dabei ist wichtig, die Leisten möglichst bündig und ohne Überstände zu montieren. Gerade bei der Verbindung von Regalbrettern und Seitenwänden kannst du auch kleine verstärkte Unterzüge aus Metallprofilen anbringen, die kaum auffallen und die Lasten sauber verteilen.
Hast du die Regale schonmal von innen genau auf Verformungen untersucht (Stirn- und Rückseiten)? Wo treten die Schwachstellen auf? Das hilft bei der gezielten Auswahl der Verstärkungsarten.
junege schrieb:
bei starkem Lastenaufbau (z.B. viele Bücher oder schwere Gegenstände) eine gewisse BeweglichkeitDas klingt nach einem klassischen Fall von Materialermüdung durch den Druck auf die Seitenwände. Mich würde noch interessieren, wie alt deine Regale etwa sind und ob sie bereits ernsthafte Spuren haben (Risse, aufgequollenes Holz o.ä.)? Gerade wenn die Hartfaserplatten schon angegriffen sind, kann nichts langfristig helfen außer Austausch oder sehr starke Verstrebungen. Ich finde auch, dass gerade hier ein guter Mix aus optischer Zurückhaltung und Stabilitätsverbesserung gefragt ist. Vielleicht wären kleine unsichtbare Metallstreben an den Innenseiten eine Lösung. Diese kann man mit farblich passendem Lack auch nahezu unsichtbar machen.
I
Issac_kla221.04.15 09:11Ich frage mich ja immer, ob man sich bei Billy Regalen so viel Sorgen machen muss. Die sind doch dafür gemacht, ein paar Bücher zu halten, kein Schwerlastregal. Man kann auch übertreiben mit diesen Verstrebungen.
Ich plädiere für den Umgang mit der vorhandenen Konstruktion und mehr Vernunft bei der Nutzung, statt jedes Billy zu einem Ingenieurbau umzubauen.
PIN66 schrieb:Klar, das bringt Sicherheit, aber ist das wirklich nötig? Für alle, die ihre Regale so verbiegen, sollte man vermutlich eher das Gewicht reduzieren. Eine Diskussion über flächige Verstärkungen finde ich übertrieben, gerade wenn der Grund die Optik ist.
Ich empfehle zusätzlich, an der Rückseite eine Querverstrebung aus Winkelleisten oder einem dünnen Metallprofil anzubringen
Ich plädiere für den Umgang mit der vorhandenen Konstruktion und mehr Vernunft bei der Nutzung, statt jedes Billy zu einem Ingenieurbau umzubauen.
Issac_kla2 schrieb:
Ich plädiere für den Umgang mit der vorhandenen Konstruktion und mehr Vernunft bei der NutzungDas ist natürlich ein valider Punkt. Allerdings sind viele Billy-Besitzer nicht nur Gelegenheitsnutzer, sondern nutzen die Regale für schwere Sammlungen. Als praxisorientierter Kompromiss kann ich empfehlen: Eine kleine, diskrete diagonale Verstrebung aus Holzleisten auf der Innenseite des Regals, an den Ecken befestigt, bringt erhebliche Steifigkeit, ohne das Erscheinungsbild groß zu verändern. Diese Lösung ist schnell umzusetzen und reversibel.
Wenn du dich für diese einfache Verstärkung entscheidest, dann würde ich noch raten, die Schrauben mit kleinen Abdeckkappen oder farblich angepasster Lackierung optisch aufzuwerten.
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