Wichtig bei den Einspannbereichen ist die freie Spannweite. Die Stärken liegen hier bei circa 1,5 cm Materialdicke, jedoch stellt sich die kritische Spannweite meist bei etwa 60 cm ein. Wird die freie Spannweite zwischen zwei Verstärkungen größer, neigt das Holz sehr schnell zum Durchbiegen.
Daher empfehle ich:
- Freie Spannweiten unter 60 cm
- Zusätzliche Querstreben bei Überschreitung
Bezüglich Metallverstärkungen sollte man mindestens 2-3 mm starke Winkel oder Platten verwenden, die sorgfältig mit der Holzkonstruktion verbunden werden, um Scherkräfte aufzunehmen.
Kurzum: Schwellenwerte bei Einspannlänge, Materialstärke und Verstärkung gehen Hand in Hand.
Daher empfehle ich:
- Freie Spannweiten unter 60 cm
- Zusätzliche Querstreben bei Überschreitung
Bezüglich Metallverstärkungen sollte man mindestens 2-3 mm starke Winkel oder Platten verwenden, die sorgfältig mit der Holzkonstruktion verbunden werden, um Scherkräfte aufzunehmen.
Kurzum: Schwellenwerte bei Einspannlänge, Materialstärke und Verstärkung gehen Hand in Hand.
rolujo schrieb:
Gibt es Erfahrungswerte, wie viel zusätzliche Verstärkung sinnvoll ist?Ja, das ist entscheidend! Ich baue gerade einen Gaming-Tisch aus KALLAX-Elementen – und bei mir haben sich 3 mm starke Metallwinkel als sehr hilfreich erwiesen. Die habe ich an den kritischen Kanten innen angebracht und mit min. 4 Schrauben pro Winkel fixiert.
Das fühlt sich nicht nur stabil an, sondern hält auch die Vibrationen und Belastungen super ab. Ohne diese Verstärkung wären größere Ausschnitte oder schwere Lasten problematisch gewesen.
Noch dazu: Die Verstärkungen sollten in den letzten 10-15 cm der Spannweite angebracht werden, damit die Kraftaufnahme optimal verteilt wird.
R
reoWilhelm01.07.17 08:44Tolles Thema hier! :-) Ich ergänze auch noch etwas zur Belastung, insbesondere bei Ausschnitten mit Aussparungen für Kabel oder Geräte:
Ein Schwellenwert, den ich beobachtet habe, liegt bei der maximalen Durchbiegung: Maximal 5 mm Durchbiegung bei einer Länge von 60 cm ist ein guter Richtwert. Das sieht stabil aus und fühlt sich auch so an.
Außerdem ist die Wahl der Verbindungsmittel entscheidend – IKEA verwendet oft Dübel und Pressholzverbindungen, die bei mehr als 12 kg pro Fach schnell versagen können. Schrauben sind hier besser.
Noch ein kleiner Tipp: Man kann seitlich auch einfach kleine Verstrebungen mit Holzleisten ergänzen, das erhöht die Stabilität deutlich!
Ein Schwellenwert, den ich beobachtet habe, liegt bei der maximalen Durchbiegung: Maximal 5 mm Durchbiegung bei einer Länge von 60 cm ist ein guter Richtwert. Das sieht stabil aus und fühlt sich auch so an.
Außerdem ist die Wahl der Verbindungsmittel entscheidend – IKEA verwendet oft Dübel und Pressholzverbindungen, die bei mehr als 12 kg pro Fach schnell versagen können. Schrauben sind hier besser.
Noch ein kleiner Tipp: Man kann seitlich auch einfach kleine Verstrebungen mit Holzleisten ergänzen, das erhöht die Stabilität deutlich!
tangi schrieb:
Freie Spannweiten unter 60 cmreoWilhelm schrieb:
Maximal 5 mm Durchbiegung bei einer Länge von 60 cmDas bringt die Sache hervorragend auf den Punkt! Ich denke, als Richtwert ist das super hilfreich für Leute wie mich, die noch keine Profi-Holzwerker sind.
Mich würde noch interessieren: Wie sieht es mit den Belastungen an den Kanten aus? Gibt es hier kritische Werte bei der Belastung durch Auflageflächen? Das schließt ja auch Tischplatten ein, die auf das KALLAX-Regal als Tisch gestellt werden.
Ich nehme an, die Verteilung der Lasten über eine möglichst große Auflagefläche ist Teil der Stabilitätsformel?
rolujo schrieb:
Wie sieht es mit den Belastungen an den Kanten aus?Oh ja, das ist ein Punkt, den man nicht unterschätzen sollte! 🙂
KALLAX hat ja eher dünne Kanten, die mit Melaminfolie beschichtet sind – an denen reißt das Material recht schnell, wenn zu viel Druck punktuell wirkt. Also: Lasten möglichst breit verteilen, runde Kanten schaffen und harte Kanten-Bohrungen vermeiden.
Wenn du etwas Schwereres draufstellst, leg am besten eine zusätzliche Platte als "Puffer" drauf, damit sich der Druck breiter verteilt. So umgehst du kritische Punktbelastungen und der Tisch hält deutlich länger.
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