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ᐅ Was darf eine neue Gastherme kosten?


Erstellt am: 04.02.2022 17:08

Deliverer 06.02.2022 09:40
Interessiert sich wirklich niemand für sowas wie die Zukunft? Alle über 80? Keine Kinder?
Ich verstehe auch nicht ganz, warum immer von "Ideologie" geredet wird, wenn man das Thema anspricht. Etwas Ideologiefreieres als den Klimawandel kann es kaum geben.

rick2018 06.02.2022 09:59
Wer keine Kinder hat tut am meisten für die Zukunft der Erde 😉
Wer so missionarisch ist sollte auch danach leben. Internetnutzung sollte man dann auch unterlassen. Verbraucht zu viel Ressourcen…

Mycraft 06.02.2022 10:05
Ganz Ideologiefrei? Ich sehe die Sache immer pragmatisch. Gas wird auch in 10-15 und auch in 20 Jahren aus Deutschland nicht wegzudenken sein. Nahezu die Hälfte aller Haushalte heizt hier mit Gas. Es ist bei Heizanlagen der Energieträger Nummer 1. Das kann man einfach nicht ausser Acht lassen. Die meisten Anlagen wurden laut Betreiber auch im Zeitraum der letzten 10-20 Jahren eingebaut. Also werden die auch betrieben werden bis zum Ende.
KingJulien schrieb:

Wer sagt denn dass Gas in 10 oder auch nur in 5 Jahren noch zuverlässig verfügbar und bezahlbar ist?
Das sagt die Infrastruktur. Weder in 5 noch in 10 Jahren wird eine komplette Umstellung möglich sein. Wärmepumpen gibt es ja auch nicht seit gestern. Trotz Förderung und ausgereifter Technik haben wir gerade mal die ~5% Hürde geschafft. Aber eigentlich auch noch nicht einmal wirklich.



KingJulien schrieb:

Bei Gas und dem vorherrschendem Zeitgeist finde ich das eine riskante Wette.
Momentan erleben wir einen Schluckauf. Der wird vorbeigehen.
KingJulien schrieb:

Zudem kann ich Strom immer ganz einfach selbst produzieren und speichern,
Was wiederum Investitionen bedeutet, welche machen wir uns nichts vor auch bei erhöhtem Gaspreis wie jetzt erst eingespielt werden, wenn Jahrzehnte vergangen sind. Hinzu kommt dass nicht jeder auf sein Dach soviel draufpacken wie "notwendig" um wirtschaftlich zu sein.
Deliverer schrieb:

Interessiert sich wirklich niemand für sowas wie die Zukunft?
Doch natürlich, aber ohne Fanatismus.

Deliverer 06.02.2022 10:14
Offensichtlich ist manchem das Ausmaß des Problems nicht klar.
Aber gut. Inzwischen hat der TE beide Sichtweisen und beide Möglichkeiten der Wohnraumheizung ja sicher wahrgenommen. Entscheidungen treffen darf er ja selber. Wir sind dann sicher gerne wieder da, wenn es um Fragen der Umsetzung geht.
Ich wünsche viel Erfolg und eine warme Bude.

Edit: , im Prinzip sind wir uns ja einig, wir ziehen nur andere Schlüsse.

altoderneu 06.02.2022 10:58
Deliverer schrieb:

Ne, im Ernst: wir müssen in 15 Jahren klimaneutral sein. Mit Gas kann das nicht funktionieren.
Wer ist Dein "wir"?

siehe
Tagesschau
22.09.2021
"Xi betonte in seiner Rede, dass die Volksrepublik bis 2060 ein klimaneutrales Land sein werde. China werde sich außerdem bemühen, ab spätestens 2030 den Ausstoß von CO2 erstmals zu reduzieren. Bis dahin aber ... wird der Ausstoß von Kohlenstoffdioxid in der Volksrepublik weiter Jahr für Jahr steigen. So werden in China selbst auch weiterhin neue Kohlekraftwerke gebaut."

WENN Du etwas bewegen und die Welt retten willst:
dann geh nach China und mach ne Mahnwache vor Xi's Präsidentenpalast!

Mycraft 06.02.2022 11:16


Natürlich sind wir uns einig. Ich sehe einfach nur dass eine Umstellung alter Stinker(Gas, Öl, und was noch so verbrannt wird) auf moderne Gasanlagen und Wärmepumpe's der Weg ist, natürlich immer mit dem Gedanken, dass wenn eine Wärmepumpe sinnvoll und wirtschaftlich ist, dann diese vorzuziehen ist. Eben nicht mit der Keule sondern mit Sinn und Verstand die Sache angehen.

Aber dies ist z.B. im Mehrfamilienhaus kaum möglich und auch bei vielen Neuhausbauern...nicht jeder kann sich ein ein Haus leisten in dem die Wärmepumpe wirklich Sinn hat. Machen wir uns nichts vor. Die Groß-GÜs bauen z.B. auch nur nach Gebäudeenergiegesetz (Energieeinsparverordnung), sicherlich ist hier auch 40+ etc. möglich aber nicht unbedingt gewollt oder vom Hauskäufer überhaupt zu stemmen. Klar kann man sagen, der soll gar kein Haus bauen. Aber wer sind wir denn, das jemandem vorzuschreiben.

Auch ist eine Wärmepumpe in einem nicht dafür gedachtem und vorbereitetem Haus (sprich dem Großteil vom Bestand) ein Graus und hat mitunter dann einen gegenteiligen Effekt, weil dann der Heizstab dann doch öfter läuft als einem lieb ist. Denn frieren möchte ja doch keiner.

Aber klar natürlich wenn man ein Wärmebedarf von 55 und weniger hat da loht es sich schon über eine Wärmepumpe nachzudenken und diese dann auch zu nehmen. Eigentlich sogar schon auch ab 70, man kann hier keine harte Grenze ziehen und muss den Einzelfall betrachten.

Andere Länder sind da noch hinter dem Mond und betrachten die Wärmepumpe generell als etwas fantastisch fortschrittliches(als Haupt-Heizanlage für Häuser und Wohnungen) und sogar der hierzulande etablierte Brennwertkessel ist für viele Zukunftsmusik und wird nur selten eingebaut, weil ja der Heizwertkessel(den wir hier schon lange als Alteisen betrachten) das Mittel der Wahl ist.
wärmepumpegas