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ᐅ Wärmepumpe und BAFA - Was stimmt und was nicht?


Erstellt am: 20.05.20 23:14

gumel8121.05.20 11:56
Fuchur schrieb:

Welche Jahresarbeitszahl hast du denn berechnet mit welcher Vorlauftemperatur? Ich vermute es wird am Vorlauf liegen und dein GU meint, dass er aufgrund der Größe die Vorlauf-Temp. erhöhen muss und damit sinkt die errechnete Jahresarbeitszahl unt 4,5.

Ich habe den Jahresarbeitszahl-Rechner auf Tecpalor verwendet. Maximale Vorlauftemperatur beträgt bei dem Rechner standardmäßig 35 Grad. Der Rechner spuckt mit dann für die Tecpalor 5.5 Eco eine Jahresarbeitszahl von 4,57 aus. Andere Werte habe ich nicht geändert.
nordbayer schrieb:

Lass dir erst mal deine Heizlast nach DIN audrechnen, die wird mit hoher Wahrscheinlichkeit unter 5kW liegen. Oder wohnst du in sibirischem Klima? Was ist die Norm Außentemperatur?

In meinem Rechner ist die Norm-Außentemperatur -14 Grad. Nein, das wohne ich nicht... Süddeutschland.
nordbayer schrieb:

Gerade mit KfW40 wirst du kaum eine BAFA förderfähige Luft-Wasser-Wärmepumpe finden, die klein genug ist für deine tatsächliche Heizlast. Du wirst also etwas überdimensionieren müssen.

Die Tecalor hat folgende Werte:

Wärmeleistung bei A-7/W35 (EN 14511) 5,5 kW
Wärmeleistung bei A2/W35 (EN 14511) 5,16 kW
Wärmeleistung bei A7/W35 (EN 14511) 4,4 kW

Müssen diese Werte mit der Heizlast übereinstimmen?

Was meinst du mit überdimensionieren? Eine Luft-Wasser-Wärmepumpe mit höheren Werten bei der Wärmeleistung?
nordbayer21.05.20 12:03
Nutze den Jahresarbeitszahl Rechner auf Wärmepumpe Punkt de

Heizgrenztemperatur - > Niedrigenergiehaus 10 Grad

Normaußentemperatur für deine Postleitzahl ermitteln.

Deine Wärmepumpe auswählen

Sonst nichts ändern.

Wenn es dann nicht passt, musst du sie Fußbodenheizung anschauen, ob du mit niedrigerer Vorlauftemperatur über 4,5 kommst. Da besteht allerdings die Gefahr, dass die BAFA einen Nachweis fordern könnte.
nordbayer21.05.20 12:04
Die Tecalor wird mit den Werten die du nennst mehr als ausreichen zwecks Heizleistung. Du baust fast ein Passivhaus. BAFA Förderung für die Kontrollierte-Wohnraumlüftung nicht vergessen.

Ich komme im Jahresarbeitszahl Rechner für dich genau auf 4,50.Kann man so versuchen, ich würde tendenziell dann aber doch die Fußbodenheizung auf z. B. 30 Grad auslegen um einen marginalen Puffer zu erhalten.
gumel8121.05.20 12:26
nordbayer schrieb:

Nutze den Jahresarbeitszahl Rechner auf Wärmepumpe Punkt de

Heizgrenztemperatur - > Niedrigenergiehaus 10 Grad

Normaußentemperatur für deine Postleitzahl ermitteln.

Deine Wärmepumpe auswählen

Sonst nichts ändern.

Wenn es dann nicht passt, musst du sie Fußbodenheizung anschauen, ob du mit niedrigerer Vorlauftemperatur über 4,5 kommst. Da besteht allerdings die Gefahr, dass die BAFA einen Nachweis fordern könnte.

Hier komme ich auf einen Wert von 4,61. Wenn ich die Vorlauftemperatur auf 30 Grad ändere, dann sind es 4,78.

Fordert die BAFA nicht immer einen Nachweis? Der GU hat gemeint, dass man nach einem Jahr einen Handwerker bestellen muss, der das kontrolliert und bestätigt?!

Noch eine weitere Frage? Wie hängt dann die Wohnfläche jetzt mit dem Thema noch zusammen. Der GU hat gemeint, weil unser Haus so groß (232 m2) ist, ist das ein Problem. Wie wirkt sich denn eine geringer Wohnfläche aus? Die Wohnfläche findet ja gar keine Berücksichtigung in den Rechnern?!

Ach so und das wichtigste vergessen: Vielen Dank für die Unterstützung. Das ist wirklich nett!!!
nordbayer21.05.20 13:56
gumel81 schrieb:

Noch eine weitere Frage? Wie hängt dann die Wohnfläche jetzt mit dem Thema noch zusammen. Der GU hat gemeint, weil unser Haus so groß (232 m2) ist, ist das ein Problem. Wie wirkt sich denn eine geringer Wohnfläche aus?
Einziger Einflussfaktor: Je größer das Haus, desto größer die Heizlast. Allerdings wird die erforderliche Heizleistung pro Quadratmeter Fußbodenheizung geringer, weil das Verhältnis von Außenfläche des Hauses zu Heizfläche günstiger wird. Gut für den effizienten Betrieb einer Wärmepumpe, wenn die Fußbodenheizung entsprechend gerechnet wird.

Dein Bauunternehmen scheint nicht besonders viel Ahnung von Niedrigenergiehäusern zu haben, sonst würde es nicht befürchten, dass die Leistung der Wärmepumpe zu klein sein könnte. Daher liegt es jetzt um so mehr in deiner Verantwortung, dich selbst einzulesen und die Sachen zu verstehen und hinterfragen.
gumel8121.05.20 14:33
nordbayer schrieb:

Einziger Einflussfaktor: Je größer das Haus, desto größer die Heizlast. Allerdings wird die erforderliche Heizleistung pro Quadratmeter Fußbodenheizung geringer, weil das Verhältnis von Außenfläche des Hauses zu Heizfläche günstiger wird. Gut für den effizienten Betrieb einer Wärmepumpe, wenn die Fußbodenheizung entsprechend gerechnet wird.

Dein Bauunternehmen scheint nicht besonders viel Ahnung von Niedrigenergiehäusern zu haben, sonst würde es nicht befürchten, dass die Leistung der Wärmepumpe zu klein sein könnte. Daher liegt es jetzt um so mehr in deiner Verantwortung, dich selbst einzulesen und die Sachen zu verstehen und hinterfragen.

Okay, zu 80 % verstanden... Vielleicht habe ich es auch falsch vermittelt. Die Aussage des GU war, dass die Wärmepumpe für unser Haus reichen wird bzgl. der Heizung. Er hat aber auch die Aussage gemacht, dass wird eine größere Wärmepumpe einbauen müssen, um die Förderung zu erhalten. Wir müssen deshalb die größere Wärmepumpe einbauen, damit wir sicher von der BAFA gefördert werden. Mit der kleineren Wärmepumpe wird irgendein Wert und den geförderten Wert fallen und wir würden die Förderung nicht bekommen.
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