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ᐅ BAFA Innovationsförderung luftwärmepumpe


Erstellt am: 20.03.2019 10:45

gnika77 25.03.2019 10:51
Grantlhaua schrieb:
Beispielsweise in Kombination mit seiner Solaranlage. Auch bei einer größeren Photovoltaikanlage kann der Speicher als zusätzlicher Energiepuffer dienen, wenn keine Batterie vorhanden.
ST+Wärmepumpe ist eine ziemlich suboptimale Kombi. Eine ST erhöht im Allgemeinen die Wärmegestehungskosten (siehe BDEW Heizkostenvergleich). Sinnvoller ist eine Wärmepumpe+Photovoltaik-Kombi. Zur Speicherung der Photovoltaik-Überschüsse brauchst du den Speicher auch nicht. Diese sind erstens sowieso eher selten in der Heizsaison und zweitens Estrich (noch besser BKA) können mehr Zusatzwärme viel besser speichern als ein normaler Pufferspeicher. Schichtenspeicher hat außerdem im Falle einer Wärmepumpe einen riesigen Nachteil. Aufgrund der Konstruktion kommt es dazu, dass die Heizung das Warmwasser kanabalisiert. Aufgrund der höheren Warmwasser-Temperatur wurde dieses aber mit einem schlechterem Cop hergestellt. Das führt dazu, dass das System dann insgesamt eine schlechtere Jahresarbeitszahl hat. Grundsätzlich gilt, eine Wärmepumpe sollte die Fußbodenheizung direkt (ohne einen Puffer) beladen. Dazu gibt es von Fraunhofer auch entsprechende Untersuchungen, die das zeigen.


Grantlhaua schrieb:

Alternative wäre die IDM gewesen, allerdings kriege ich die Kermi zu einem sehr guten Preis.
[...]
Kriegen wir, aber dann braucht man ja eine Jahresarbeitszahl Berechnung oder? Wo kriegt man die her?
Die Jahresarbeitszahl der Kermi kannst du selber berechnen. Leider ist die Kermi eher Mittelmaß und kommt auch bei einer Vorlauftemperatur von 30°C nur auf Jahresarbeitszahl=4,24. Die anderen Modelle von Kermi scheinen da auch nicht besser zu sein. Nichtmal mit der Reduktion des Warmwasser-Anteils kommt man da in vernünftigen Bereich.
Daher wäre es vielleicht zu überlegen die teurere IDM zu nehmen und dafür dann 2500€ BAFA-Förderung zu kassieren und so dann vielleicht sogar günstiger zu liegen als mit Kermi. Die IDM iPump A2-7 kommt auf 4,51 bei
Vorlauftemperatur=30°C (sollte u.U. mit WH im Bad möglich sein)
Heizgrenztemperatur=12°C
NAT=-14°C
Ich habe zwar selber Nibe, aber die IDM gefällt mir persönlich besser...
Die Berechnung kannst du zwar selber machen. Unterschreiben muss aber jemand, der entsprechende Fachkenntnisse vorweist. Es muss nicht mal dein HB sein. Es gibt öfters Bauherren, die aufgrund ihrer Ausbildung entsprechende Fachkenntnisse haben. Gegebenenfalls muss man diese dann gegenüber der BAFA aber nachweisen.

Unabhängig von der Förderung, Wandheizung im Bad steigert auch den Komfort. Aufgrund der angenehmen Strahlungwärme könne die Lufttemperaturen dann auch bei 22°C liegen. Das Wärmeempfinden ist dann so wie bei 24°C Lufttemperatur.

Grüße
Nika

Grantlhaua 25.03.2019 10:59
gnika77 schrieb:
Daher wäre es vielleicht zu überlegen die teurere IDM zu nehmen und dafür dann 2500€ BAFA-Förderung zu kassieren und so dann vielleicht sogar günstiger zu liegen als mit Kermi.

2000€ gibts doch bloß Max. oder?

Und wie bereitest du dann Frischwasser? Eine Frischwasserstation braucht ja einen gewissen Puffer, aus dem die Wärme gezogen werden kann?

gnika77 25.03.2019 11:05
Grantlhaua schrieb:
so verstehe ich das auch, aber dazu bräuchte man ja eine Berechnung der Systemeffizienz.oder?
Jaein... Bei Luftwärmepumpen wird im wesentlichen nur ein Anlagenkonzept gefördert...
2. Luft/Wasser-Wärmepumpe mit ergänzender Wärmequelle Solarstrahlung
Kombination einer förderfähigen Luft/Wasser-Wärmepumpe mit der ergänzenden Wärmequelle
Solarstrahlung. Die eingesetzten Kollektoren müssen gemäß den geltenden Richtlinien förderfähig sein. Diese
sind so einzubinden, dass eine Erhöhung der Wärmequellentemperatur und dadurch eine Effizienzsteigerung
der Wärmepumpe erreicht wird. Die Leistung der Kollektoren muss mindestens 1/3 der Norm-Heizlast des
versorgten Gebäudes betragen.
Es gelten folgende weitere Bedingungen:
Für die verwendeten Kollektoren darf eine Heizleistung von 0,2 kW je m² Bruttokollektorfläche angesetzt
werden.
  • Die Bivalenztemperatur darf nicht über -6 °C liegen, es sei denn, das beheizte Gebäude verfügt über eine Anlage zur Bereitstellung von Wärme aus Biomasse.
  • Bei (Hybrid-)Wärmepumpen, bei denen konstruktionsbedingt die Nutzung eines Elektroheizstabsausgeschlossen ist, darf der Bivalenzpunkt 0 °C nicht überschreiten.
  • Es muss mindestens eine System-Jahresarbeitszahl (SJAZ) von 3,9 nachgewiesen werden. Der Nachweis erfolgt durch Vorlage einer Simulationsberechnung.
Aus meiner Sicht ist dieses Anlagenkonzept, technisches und finanzielles Overkill. Die Förderung deckt nicht einmal die Mehrkosten wirklich ab. Da würde ich eher auf die Förderung verzichten und einfach Photovoltaik verbauen. Der Nutzen der Photovoltaik auf der gleichen Fläche ist deutlich höher. Außerdem finanziert sich die Photovoltaik zu 100% selber. Die Photovoltaik könnte ca. 30% des Wärmepumpe-Bedarfs decken, zusätzlich andere Geräte mit Strom versorgen und die Überschüsse werden außerdem vergütet. In Summe ist es dann deutlich wirtschaftlicher als die überdimensionierte ST aus dem Anlagenkonzept.

Grüße
Nika

Grantlhaua 25.03.2019 11:08
So werden wirs wohl machen. Wir bekommen so oder so eine Photovoltaikanlage auf die Garage. Die zusätzliche Solar hätte dann aufs Hausdach kommen sollen.

gnika77 25.03.2019 11:20
Grantlhaua schrieb:
2000€ gibts doch bloß Max. oder?

Und wie bereitest du dann Frischwasser? Eine Frischwasserstation braucht ja einen gewissen Puffer, aus dem die Wärme gezogen werden kann?
2000€ ist korrekt. Ich habe da noch an ST gedacht. Da gibt es nicht 500€ Kombibonus. Aber wie schon erwähnt, Wärmepumpe+ST ist kontraproduktiv. Deshalb wären es in der Tat "nur" 2000€.

Zu Frischwasserstation:
1. Der Hinweis, dass ein Puffer kontraproduktiv ist, bezieht sich auf Heizungspuffer. Für Warmwasser braucht man natürlich einen Warmwasser-Puffer, z.B. einen "normalen" Brauchwasserpuffer, einen Puffer mit Durchlaufprinzip oder sogar eine Frischwasserstation. Welcher der sinnvollste ist, kommt auf persönliche Wünsche und Anforderungen an. Ich bevorzuge möglichst simple Lösungen, also eher "normaler" Brauchwasserpuffer.
Kombipuffer habe ich explizit nicht aufgelistet, da dieser bei einer Wärmepumpe ein Effizienzkiller ist.

2. Persönlich finde ich eine FWS nicht so optimal bei einer Wärmepumpe, da die Wärmeübertragung insgesamt zwei Wärmetauscher erforder. Ein richtig dimensionierter Brauchwasserspeicher wäre effizienter. Nichtsdestotrotz hat eine FWS auch Vorteile. Es gibt Wärmepumpe-Spezialisten, die die Vorteile einer FWS deutlich höher bewerten als die Nachteile durch den zweiten Wärmetauscher. IMHO sollte das jeder gemäß seinen Vorlieben/Wünschen/Anforderungen entscheiden. Solange der Mehrpreis einer FWS nicht zu sehr schmerzt, spricht aus meiner Sicht nichts relevantes dagegen.

Grüße Nika

gnika77 25.03.2019 11:27
Grantlhaua schrieb:
Die zusätzliche Solar hätte dann aufs Hausdach kommen sollen.
Ich empfehle die Wirtschaftlichkeit der ST genau durchzurechnen. Im Allgemeinen ist ein Verzicht auf diese wirtschtaftlicher als deren Einbau. Aushnahme: hohe Fördersummen. Aber auch bei hoher Förderung ist üblicherweise eine Photovoltaik dann rentabler.Deshalb wäre es u.U. sinnvoller auch aufs Hausdach Photovoltaik zu machen, wenn überhaupt...

Grüße Nika
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