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ᐅ SAT-Anlage - Kaufberatung und Montage


Erstellt am: 08.06.2019 12:51

SenorRaul7 08.06.2019 12:51
Hi. Ich habe leider gar keine Ahnung von SAT-Schüsseln und Elektrik und lasse mir daher demnächst eine Schüssel vom Fachmann installieren.
Jetzt bin ich gerade dabei die "Materialien" zu bestellen. Die Schüssel wird aufs Dach kommen. Den speziellen Dachziegel haben wir von der Baufirma bereits bekommen. Die Antennenkabel werden oben im Dachboden zusammengeführt bzw. von dort aus in die Zimmer verteilt.

Ich hatte mir folgende Schüssel ausgesucht:
DUR-line Select 85cm/90cm Anthrazit Satelliten-Schüssel - 3 x Test + Sehr gut + Aluminium Sat-Spiegel

Dazu dieser LNB + Multischalter
DUR-line +Ultra Quattro LNB - nur für Multischalter schwarz - mit LTE-Filter

DUR-line MS 5/8 Blue eco Stromspar Multischalter - für 8 SAT Teilnehmer/TV - kein Netzteil notwendig - 0 Watt Standby Multiswitch [Digital, HDTV, FullHD, 4K, UHD]

Fragen:

1. Wenn ich die Beschreibung zu der Schüssel und die Fragen bei den Rezensionen richtig verstehe, ist kein Dachmast und kein Dachsparrenhalter dabei. Das bräuchte ich also noch separat, oder? Wie wäre es damit:
PremiumX Basic X120-48 SAT TV Dachsparrenhalter 120cm Mast feuerverzinktes Stahl Sparrenhalterung für Satelliten-Antenne Satellitenschüssel | Kabeldurchführung Mastkappe 10 Koax-Kabel

2. Dazu noch Kabel und einen Erdungsblock, richtig?

50m PremiumX Deluxe PRO Koaxial Kabel SCHWARZ 135dB 5-Fach geschirmt, reines Kupfer Sat Antennenkabel 50m 135dB 10x F-Stecker 8,0mm goldfarbig

DUR-line Erdungsblock DEB 9-fach aus hochwertigem Guss - Schirmungsmaß > 90 dB - SAT/Kabel/UKW/DVB-T

3. Braucht man heutzutage noch eine Antenne für Radioempfang? Läuft doch mittlerweile eh alles über Internet oder? Und wenn doch, was nehme ich da und was muss ich noch zusätzlich beachten?

Mycraft 08.06.2019 15:35
1. Nimm den Hercules als Sparrenhalter. Diese ganzen "Basic" Teile taugen nichts.
2. Du brauchst nicht nur den Erdungsblock sondern auch das Kabel und für den Potenzialausgleich und ein Erdungskabel. Dieses darf nicht aus vielen Adern bestehen sondern starr sein sprich eine Ader oder wenige. Querschnitt 16qmm. Ausführung so wie auf dem Bild.


Diagramm eines Hauses mit Blitzschutz, Erdung und Antennenanlage inklusive Potenzialausgleich.

Gartenfreund 10.06.2019 06:13
Warum Schwarzes und Weißes Kabel? Man kann doch alles in der gleichen Farbe nehmen.

Warum so ein stark abgeschirmtes Kabel? Bei mir tut es seit Jahrzehnten was ganz einfaches. Ist zudem viel günstiger.

Ob F-Stecker Vergoldet sein müssen, darüber gibt es durchaus unterschiedliche Meinungen. Ich meine das man so was nicht benötigt.

Über Sat kann man auch jede Menge an Radio Sender Empfangen. Also benötigt man nicht unbedingt eine extra Radio Antenne. Es sei den das du den Lokalsender auch hören möchtest.

Wenn man zwei LNB Verbaut kann man neben Astra auch noch den Hotbird Empfangen. Ob dieses für dich Interessant ist muss du selber entscheiden. Dann benötigst du allerdings einen anderen Multischalter.

hampshire 10.06.2019 09:22
SenorRaul7 schrieb:

Ich habe leider gar keine Ahnung von SAT-Schüsseln und Elektrik und lasse mir daher demnächst eine Schüssel vom Fachmann installieren.
Jetzt bin ich gerade dabei die "Materialien" zu bestellen.
Der Fachmann baut Komponenten ein, die der Auftraggeber, der sagt, er habe keine Ahnung bestellt. ops:

Nordlys 10.06.2019 10:52
Genau. Wenn es ein Fachmann ist und nicht der Nachbar, der sein Wissen aus 10 Mediamarktbesuchen per anno hat, dann kennt der auch die Materialien. Wenn es eine Fachmann mit Rechnung ist, hat er die auch selbst dabei.

Dipol 25.06.2019 20:59
Mycraft schrieb:

2. Du brauchst nicht nur den Erdungsblock sondern auch das Kabel und für den Potenzialausgleich und ein Erdungskabel. Dieses darf nicht aus vielen Adern bestehen sondern starr sein sprich eine Ader oder wenige. Querschnitt 16qmm. Ausführung so wie auf dem Bild.
Eins, zwei, viele?

Feindrähtige und auch mehrdrähtige Leiter sind wegen des Skineffekts für Blitzströme geeigneter, Massivdrähte aber gegen die Elektrodynamik von LEMPS leichter zu fixieren. Feinstdrähtige Anschlussleitungen in Hochspannungslaboren und feindrähtige Ausgleichsbänder mit von den Herstellern konfektionierten Kabelschuhen sind im Blitzschutzbau üblich, bleiben aber im Antennenbau aus Korrosionschutzgründen untersagt.

16 mm² Querschnitt von Erdungsleitern setzt als Material Kupfer voraus, alternativ sind auch 25 mm² Aluminium oder 50 mm² Blitzableiterdraht zugelassen, die - vorbehaltlich dafür konzipierter Klemmen - alle nach Tabelle D.3 der IEC 62305-1 selbst seltene Monster-LEMPs mit 250 kA schadlos überstehen.

Jeder weiß, dass eine Kette nur so stark wie das schwächste Glied ist. Bei Antennenerdungen wird diese Binsenweisheit aber von Eigenleistern wie auch Elektrikern ausgeblendet und in Unkenntnis der Prüfnormen Verbindermaterial fraglicher Blitzstromtragfäigkeit verbaut.



FAZIT: Wenn die von PAS in HES umgetaufte Schiene und der Anschluss am Antennenträger Klasse H = 100 kA zertifiziert ist, sind auch mehrdrähtige Leiter (z. B. 16 mm² Cu mit 7 x 1,7 mm) zulässig. Auch leichter zu fixierende Einzelmassivdrähte dürfen nur noch an zertifizierten Klasse H-Klemmen und HES für Blitzschutzpotenzialausgleich angedockt werden.

Die rechte Grafik stellt noch einen PA dar, der ausschließlich "schleifenfrei" über den geerdeten Antennenträger in den PA einbezogen ist. Da kaum noch jemand bei Gewitter seine Endgeräte aussteckt, wodurch die Schleife geschlossen wird, und in Kombination erdungspflichtiger Dachantennen mit einem BK- oder Telekom-Netz Schleifenfreiheit nicht umsetzbar ist, darf der PA nach aktueller IEC bzw. DIN EN 60728-11 (VDE 0855-1):2019-02 auch zusätzlich gegen die HES oder einen PE vernascht werden.

Nachstehend ein Beispielbild wie es ohne meinen Kommentar so oder ähnlich in der nächsten IEC 60728-11 erscheinen wird:


Diagramm einer Dachantenne mit konventioneller Direktverkabelung; Headend, Abstände und Leitungen.

Bei einem Neubau wird die Ableitung einer getrennten Fangstange oder ein Erdungsleiter idealerweise ohne gefährliche Näherungen außen abgeleitet und an einer eigenen Anschlussfahne des Fundament-/Ringerders angeschlossen. Die in den Beispielbildern der Normen dargestellten zusätzlichen Stützerder vom Typ A sind nur optional für weit innenliegende HES und bei gut geplanten Erdungsanlagen von Neubauten verzichtbar.

Normkonform zur DIN 18014:2014-03 kompatibel erstellte Gebäudeerder sind so selten wie normkonforme Antennenerdungen mit zertifizierten Klasse H-Verbindern anzutreffen. Daher mal Wer+Fundamenterder+einbauen+darf googeln, vermutlich ist es einmal mehr zu spät.

Von Billigkabeln mit Staku-Inneleiter oder Fünffach-Sinnlosschirmung mit Bruch- und intermodulationsgefährdetem Alugfelcht, rate ich ab. Die angeblichen 135 dB Schirmdämpfung solcher Kabel sind gewöhnlich unseriöse "peakorientierte" Voodoo-Werte.
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