ᐅ Ringanker/ Ringbalken Bewehrung teilweise durchtrennt
Erstellt am: 18.08.2025 19:45
Mist3rium 18.08.2025 19:45
Hallo zusammen, ich benötige dringend Unterstützung. Beim Bohren einer Kernbohrung, für Dunstabzug, im Kniestock, habe ich zwei Bewehrungsstäbe durchtrennt. Nun habe ich schiss dass was mit der Statik ist. Kann ich die alte Bewehrung aufstemmen und mit neuer Bewehrung mit Hilfe von Verbundmörtel wieder verbinden? Hier noch weitere Infos: die Bohrung ging durch zwei Schichten untere Hälfte in Ziegelstein, vermute Hochlochziegel und die andere Hälfte in Stahlbeton. Die Bohrung würde nähe Fußboden ausgeführt. Sprich unter 6cm Estrich kommt der blanke Betonboden. Eine Statik habe ich leider nicht, lediglich die Zeichnungen vom Bauantrag. Diese habe ich angehängt und die Bohrung mit einem roten Kreuz markiert. Risse o.a. in der Nähe der Bohrung gibt es bis jetzt nicht. Ich danke euch jetzt schon für die Unterstützung!





Nauer 18.08.2025 21:47
Hi,
das Thema durchtrennte Bewehrung ist leider kein Fall für eine schnelle Bastellösung am Wochenende, da kannst du am Kniestock schnell in ein statisches Wespennest pieksen. Es hängt erstmal davon ab, ob die zwei getroffenen Eisen im Bereich tragender Bauteile sitzen, also z.B. über Fenster, Türöffnungen oder am Auflager – oder ob es sich nur um eine sekundäre Verstärkung handelt. Weißt du denn, wie groß der Kniestock insgesamt ist, und laufen die Eisen längs oder quer zu den tragenden Außenwänden? Ohne eine Skizze oder Statikplan bleibt die Empfehlung nämlich reine Spekulation.
Einfach ausschippen und nachträglich Eisen mit Verbundmörtel anzupressen, mag bei einfachen Estrichbewehrungen mal durchgehen, bei tragendem Beton wird das ohne statische Berechnung und Freigabe zum teuren Risiko, insbesondere weil Anschlusslängen, Durchmesser und das Einbringen der Bewehrung exakt passen müssen. Hast du einen Statiker zu Rate gezogen oder wenigstens die Pläne zur Hand, damit du konkret weißt, was die Stäbe eigentlich sichern? Und sind Risse oder Verformungen nach dem Bohren sichtbar?
das Thema durchtrennte Bewehrung ist leider kein Fall für eine schnelle Bastellösung am Wochenende, da kannst du am Kniestock schnell in ein statisches Wespennest pieksen. Es hängt erstmal davon ab, ob die zwei getroffenen Eisen im Bereich tragender Bauteile sitzen, also z.B. über Fenster, Türöffnungen oder am Auflager – oder ob es sich nur um eine sekundäre Verstärkung handelt. Weißt du denn, wie groß der Kniestock insgesamt ist, und laufen die Eisen längs oder quer zu den tragenden Außenwänden? Ohne eine Skizze oder Statikplan bleibt die Empfehlung nämlich reine Spekulation.
Einfach ausschippen und nachträglich Eisen mit Verbundmörtel anzupressen, mag bei einfachen Estrichbewehrungen mal durchgehen, bei tragendem Beton wird das ohne statische Berechnung und Freigabe zum teuren Risiko, insbesondere weil Anschlusslängen, Durchmesser und das Einbringen der Bewehrung exakt passen müssen. Hast du einen Statiker zu Rate gezogen oder wenigstens die Pläne zur Hand, damit du konkret weißt, was die Stäbe eigentlich sichern? Und sind Risse oder Verformungen nach dem Bohren sichtbar?
Mist3rium 19.08.2025 08:18
Wie schon geschrieben, eine Statik habe ich leider nicht. Wo sich die Bohrung befindet sieht man in der Zeichnung. Die Eisen laufen längst zur Außenwand. Der Kniestock ist knapp 4m lang. Siehe Zeichnung.
ajokr2025 19.08.2025 08:27
Eigentumswohnung oder vermietetes Mehrfamilienhaus? In beiden Fällen reiben sich Rechtsanwälte vermutlich schon die Hände. Deine Haftpflichtversicherung eher weniger.
Eine Statik wird es geben, zur Not in der Aktenkammer des Bauamts.
Der Stahlbetonbalken ist das untere Auflager der Dachsparren, insofern nicht unnütz und statisch tragend.
Bewehrungsstäbe kann man stoßen mit Anschlußgewinde, anschweißen oder mit Übergreifungslänge. Für letzteres müssten die Eisen noch ein ganzes Stück weiter freigelegt werden.
Eine Statik wird es geben, zur Not in der Aktenkammer des Bauamts.
Der Stahlbetonbalken ist das untere Auflager der Dachsparren, insofern nicht unnütz und statisch tragend.
Bewehrungsstäbe kann man stoßen mit Anschlußgewinde, anschweißen oder mit Übergreifungslänge. Für letzteres müssten die Eisen noch ein ganzes Stück weiter freigelegt werden.
Mist3rium 19.08.2025 08:45
Handelt sich um eine Eigentumswohnung. Mein Plan war es die Eisen weiter freizulegen und mit übergreiflänge mit Verbundmörtel zu verbinden und dann das ganze mit einem R4 pcc Mörtel zu verschließen. Das mit dem stoßen und Außengewinde anbringen hört sich jedoch besser an. Gibt es für das Gewindeschneiden auf Bewehrungseisen spezielles Werkzeug?
ajokr2025 19.08.2025 08:52
Die Übergreifungslänge hängt vom Durchmesser ab. Was hast du denn zerlegt?
Passendes Werkzeug wird es geben, ist aber für eine Einmalbenutzung vermutlich viel zu teuer. Da fragst du besser eine größere Baufirma, oder Werkzeugvermieter.
Passendes Werkzeug wird es geben, ist aber für eine Einmalbenutzung vermutlich viel zu teuer. Da fragst du besser eine größere Baufirma, oder Werkzeugvermieter.
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