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ᐅ Qualität Baugrund / Boden - Einschätzung


Erstellt am: 20.06.2019 21:39

Rob11 20.06.2019 21:39
Hallo zusammen,
wir interessieren uns für eine Bauplatz in einem Baugebiet.
Duzu gibt es im Bebauungsplan eine kurze Beschreibung der "Baugrundunteruchung", die mich etwas stutzig macht.

Kennen sich jemand hier etwas mit der Materie Bodengrund/ Bodenqualität aus, so dass ich einen allerersten Anhaltspunkt bekomme, ob dieses Gebiet "ganz ok" ist, oder ob ich mich schon mal auf extreme Mehrkosten durch schlechten Baugrund gefasst machen müsste?
Mir ist ganz klar, dass dafür natürlich ein individuelles Bodengutachten notwendig ist. Aber vielleicht bekomme ich ja auch schon erste ANhaltspunkte - Danke!!!

Hier die Beschreibung aus dem Bebauungsplan:

Der Baugrund besteht in den oberen Bereichen aus stark bindigen Schluff-und Tonböden, die nach unten in steinige Verwitterungsböden des Keupers übergehen. Im östlichen Bereich wurden auch Hindernisse durch beginnende Felsböden des Keupers festgestellt. Die Mutterboden-Mächtigkeiten liegen bei ca. 0,40m.Diese Böden wurden zwischen 1,0m bis 3,0m unter Gelände festgestellt und bilden einen mäßigen und setzungswilligen Untergrund. Von Nordosten nach Südwesten werden die Lehmböden immer mächtiger.Die Steinanteile inden Böden nehmen nach untenzu (steinige Verwitterungslehme des Keupers). Teilweise wurden auch leichte Schichtungen innerhalb der Böden fest-gestellt, was auf die beginnenden Felsböden im Untergrund hindeutet.
Insgesamt sind nur mäßige Tragwerte auf dem Straßenplanummit stark frostemp-findlichen Böden zu erwarten. Bodenaustauschmaßnahmen sind erforderlich.


Vor allem der Letzte Absatz lässt mich aufhorchen. Ist sowas im Bereich des normalen, oder ist hier schon mit "Problemgrund" zu rechnen?
Es sind auch nicht auf allen Grundstücken Keller möglich. Bei manchen ist die Deckschicht zu gering, so dass für einen Keller nicht genug ausgehoben werden kann.

Würde mich sehr über eure Meinungen freuen!!
Vielen Dank,
Robin

Stefan890 20.06.2019 21:54
Wenn die Beschreibung für ein größeres Baugebiet gilt muss das nicht zwingend für alle Grundstücke gleich sein. Allerdings sollte man damit rechnen, dass ein Bodenaustausch erforderlich ist und entsprechend Geld dafür einplanen.

ypg 20.06.2019 21:56
Steht doch hier:
Rob11 schrieb:

Von Nordosten nach Südwesten werden die Lehmböden immer mächtiger
Rob11 schrieb:

Bodenaustauschmaßnahmen sind erforderlich.

Der Verlauf gilt natürlich für das ganze Baugebiet.

Mottenhausen 21.06.2019 09:47
Frostempfindlich ist kein Thema, jedes Haus muss frostfrei gegründet werden.

Wenn ich das richtig verstehe und interpretiere gibts nur ein Problem: der Boden lässt sich schlecht verdichten und könnte sich setzen. Ich denke daher, dass in den Baugrundgutachten der Bauherren ohne Kellerwunsch teilweise eine Pfahlgründung empfohlen werden wird. Alternativ mit Keller in Wohnraumhöhe bauen, dann gräbt man die im Gutachten genannten "kritischen" 3m sowieso aus und die Gründung sollte kein Thema mehr sein.

Rob11 21.06.2019 10:49
Vielen Dank schon mal.

Was würde denn eine Pfahlgründung bedeuten?
Mir geht darum abzuschätzen, ob hier mit moderaten Mehrkosten (bis vielleicht 10k) oder deutlich mehr (bis vielleicht 30-50k) im Vergleich zu einem "Standardboden" zu rechnen ist.
Klar, das kann man pauschal nicht sagen, aber vielleicht hatte ja jemand schonähnliche Gegebenheiten.
Vielen Dank

Zaba12 21.06.2019 11:41
Kann Dir keiner sagen, aber so oft wie ich das Wörtchen „Fels“ gelesen habe wird allein schon das ausbaggern und wegdeponieren nicht bei moderaten 10k€ liegen. Alles andere kommt ja dann noch on top.
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