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ᐅ Qual der Wahl - welches Baugrundstück wählen?

Erstellt am: 04.11.21 09:48
E
EinHausfür5
Hallo zusammen,
mein Mann und ich (plus bald 3 Kinder) möchten uns auf ein Grundstück in einem Neubaugebiet in der Mitte von SH bewerben. Da von 40 Grundstücken 30 nach Punktevergabe vergeben werden, rechnen wir uns mit 3 Kindern relativ gute Chancen aus.
Als Info zu dem Baugebiet: Das Gebiet wird durch mehrere Knicks unterteilt, diese gehören zum Teil ganz zum Grundstück und dürfen i.d.R. zusätzlich mit einem 3m breiten Knickschutzstreifen nicht genutzt werden. Von daher haben viele Grundstücke eine deutlich kleinere Nettogrundfläche als angegeben. Am westlichen Rand gibt es nur einen 3m breiten Wall, ohne zusätzlichen Schutzstreifen.
Zudem ist das Gebiet unterteilt in eingeschossige Bauweise (blau) und zweigeschossige Bauweise (lila). Diese Grundstücke unterscheiden sich auch vom Kaufpreis, 150€/m2 für blau, 170€/m2 für lila. Zudem gibt es ein paar Grundstücke, die als Pfeifenstielgrundstücke erschlossen sind. Hier muss man den Pfeifenstiel zum regulären Grundstückspreis kaufen, andere Grundstücke teilen sich die Hinterliegerzufahrt und diese wird nur zu einem sehr geringen Betrag an die Hinterlieger verkauft (25€/m2, anteilig).

Unsere Kriterien für ein Grundstück sind wie folgt:
- möglichst groß, gerne über 700m2 netto, es gibt aber nur wenige Grundstücke, die netto diese Fläche haben
- nicht direkt an der Straße (es ist zwar eine Spielstraße, aber wir hätten es gerne etwas ruhiger, zumal wir auch einen Hund haben und unser jetziger Garten auch Richtung Straße ausgerichtet ist und wir dies nicht noch einmal möchten)

Noch als Info zu den Grundstücken: Die eingeschossigen dürfen i.d.R. eine Wandhöhe von 4m und eine Firsthöhe von 8m haben. Hier können also nur relativ normale Einfamilienhaus mit einem kleinen Kniestock gebaut werden.
Mit L sind die 10 Grundstücke gekennzeichnet, die ins Losverfahren gehen.

Wir dürfen uns auch 3 Grundstücke nach Punktevergabe und auf 3 Grundstücke in Losvergabe bewerben.
Unsere Favoriten sind hier aktuell:
- 18 (klar an 1, verhältnismäßig groß, vorhandener Knick ohne Schutzstreifen, dahinter Wiese, die zumindest in den nächsten Jahren nicht bebaut wird. Offen und ruhig)
- 17, 9 (fallen leider weg, da sich hier (zufällig auf der Baustelle getroffene) Bekannte drauf bewerben, die eine höhere Punktzahl erreichen)
- 26 (sehr groß, von den 919m2 bleiben aber auch "nur" 730m2 Nettofläche, Nachteil: Pfeife, dadurch deutlich höhere Kosten für das Grundstück)
- 19 (eins der größeren, etwas spezielle Form, das Haus kann man parallel zur Straße ausrichten und hat dahinter dann einen uneinsehbaren Garten)

Im Losverfahren wählen wir die Grundstücke 12, 13 und 25. (Hier rechnen wir uns aber keine großen Chancen aus.)

Aktuell tun wir uns schwer, zwischen 19 und 26 zu priorisieren. Zwischen beiden Grundstücken liegen nach Grunderwerbsteuer, Erschließung etc. ca 70t €. Ist das Grundstück 26 den Aufpreis wert? Nettofläche sind ca 100m2 mehr und man kann freier bauen, da 2 Vollgeschosse erlaubt sind.

Welches wären eure Favoriten? Übersehen wir etwas? Durch welche Wahl können wir unsere Chancen vielleicht noch etwas erhöhen?
ach ja, im Süden befindet sich eine etwas stärker befahrene Hauptstraße, im Norden und Osten ist ruhiges Anwohnergebiet, im Westen Wiese.

Viele Grüße
EinHausfür5

Lageplan mit farblich markierten Grundstücksflächen, Wegen und Grünflächen


Lageplan eines Baugebiets mit Parzellen WA, Straßen und Grünflächen.
Y
ypg
04.11.21 15:22
EinHausfür5 schrieb:

26 (sehr groß, von den 919m2 bleiben aber auch "nur" 730m2 Nettofläche, Nachteil: Pfeife, dadurch deutlich höhere Kosten für das Grundstück)
Dann wäre 32 ein kostenoptimierter Kompromiss?
EinHausfür5 schrieb:

28 hatten wir auch schon überlegt, 34 kommt nicht in Frage, da da drunter ein Regenrückhaltebecken kommt und dann auch schon direkt die laute Hauptstraße....
Ist ein Regenrückhaltebecken schlimm???
Und überprüfe, ob die Straße tatsächlich so laut ist… scheint sich ja wohl um eine Ortsstrasse, also 50er-Zone zu handeln.
Y
ypg
04.11.21 15:41
Klicke Dich zu den Außenmaßen mal durch die Viebrockhaus-Häuser... die haben oft so ca. 1 Meter Kniestock. da siehst Du gut die Raumprogramme.
Was eben bei Eingeschossigkeit und Keller sehr markant das Haus prägt: oben weniger Wohnfläche, dafür viel Nutzräume im Keller.
vonBYnachSH04.11.21 15:59
Wenn für Euch die 18 ganz klar an 1 ist, dann ist es vielleicht auch die 5? Da wisst Ihr wenigstens schon, was ihr an Bestand außen rum habt und es kann selbst in ein paar Jahren dort nicht mehr gebaut werden, was bei der Wiese hinter 18 leider schon noch der Fall sein kann.
Die 19 würde ich nicht nehmen, wolltet Ihr nicht mehr Ruhe wegen dem Hund? Da läuft ja dann auch alle naselang jemand vorbei.
Ich fände die 22 ganz gut, da sind dann auf drei Seiten niedrigere Häuser als Ihr es seid. Warum soll eigentlich das Grundstück möglichst groß sein? Habt Ihr was spezielles vor?
11ant04.11.21 16:01
EinHausfür5 schrieb:

zusätzlich mit einem 3m breiten Knickschutzstreifen nicht genutzt werden. Von daher haben viele Grundstücke eine deutlich kleinere Nettogrundfläche als angegeben.
Der Hund hat dort trotzdem Auslauf, und so lange die Fläche für die Grundflächenzahl zählt, ist sie nicht ganz verloren.
EinHausfür5 schrieb:

Ich hatte naiverweise gedacht, dass man da grob mit 9x12 auskommt.
Das wären 108 qm überbaute Fläche, die würden sich in etwa 130 oder 170 qm Wohnfläche (Anderthalbgeschösser / Zweigeschösser) übersetzen. 4:3 ist gut, 5:4 auch noch; im Quadratgrundriss bräuchtest Du noch einen Aufschlag für die dann immer irgendwo als Verschnitt über bleibenden / verlorenen Flächen.
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E
EinHausfür5
04.11.21 20:19
LordNibbler schrieb:

Ich persönlich hätte keine Lust auf die Grundstücke, zu der eine Privatstraße als Zufahrt gehört. Da hat man bei disem Baugebiet 1-5 Mitbesitzer mit denen man sich immer einig sein muss, was Pflegeaufwand und Instandhaltungskosten betrifft.

Tatsächlich ist es meistens (bis auf den zweiten Block vorne) nur ein anderer. Das wird schon hoffentlich klappen. Ich gehe einfach mal von guten Nachbarn aus.

Es ist schwierig. 32 grenzt dann direkt an ein großes Mehrfamilienhaus. Auf der Höhe darf man tatsächlich noch 70 fahren, ist da noch Außerorts. Der Ort beginnt erst etwa auf der Höhe des ersten Knicks im Osten.
Und zu den Knicks, die stehen in SH unter Naturschutz, zusammen mit dem Schutzstreifen. Wir dürften diesen dann auch nicht einzäunen, also gibt es leider auch keine zusätzliche Auslauffläche für den Hund. Dafür natürlich eine etwas weitläufigere Einfriedung und man muss dort keine Hecken o.ä. mehr pflanzen.

5 steht bei unseren Bekannten auf Platz 2, hätten wir daher auch rausgelassen. Dort verliert man aber auch knapp 300m2 an den Knick.
vonBYnachSH schrieb:

Warum soll eigentlich das Grundstück möglichst groß sein? Habt Ihr was spezielles vor?

Früher hat man noch vom großen Grundstück mit viel Platz geträumt, heute ist es dann eher so eine Mischung zwischen Traum und Realität, und der Versuch noch das Maximum rauszuholen. Wir wollen einen Teil als Nutzgarten anlegen und uns generell von der Fläche vergrößern (aktuell 240m2 im Speckgürtel Hamburgs).

Gehe ich denn richtig in der Annahme, dass grundsätzlich bei einer Wandhöhe von 4m ein Kniestock von etwa 1m möglich sein sollte?
11ant04.11.21 20:57
EinHausfür5 schrieb:

Gehe ich denn richtig in der Annahme, dass grundsätzlich bei einer Wandhöhe von 4m ein Kniestock von etwa 1m möglich sein sollte?
Wenn Du zusätzlich zur zutreffenden Annahme von etwa drei Metern Geschosshöhe davon ausgehen darfst, daß der Erdgeschossfußboden mit der Bezugshöhe identisch ist oder selber als diese genommen werden darf, dann ja. Ich habe im konkreten Fall nicht in Deinem Bebauungsplan nachgeschaut. Leider regelt das jeder Bebauungsplan ein bißchen anders und manche formulieren es in einer "Transparenz" für einen Leser, der Vater und Mutter erschlagen hat.
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