ᐅ Photovoltaikanlage: Kosten, Einsparpotenzial? - Erfahrungen?
Erstellt am: 16.01.20 10:50
SebastianLiesa04.10.21 20:51
Hallo, eine Frage in die Runde: Wir beschäftigen uns im Rahmen unseres Bauvorhabens ebenfalls mit einer Photovoltaikanlage. Es ist schwierig Anbieter zu finden, welche schon ein Angebot erstellen, da wir mit dem Bau noch nicht begonnen haben. Ein Angebot liegt uns nun aber vor, kommt uns etwas teuer vor, was sagt ihr?
Gesamtkosten: ca. 31.500 EUR inkl. MwSt
- Photovoltaikanlage mit 8,25kw ca. 13.500 EUR netto
-> Heckert-Solarmodule, 22 Stück mit je 375 W Leistung
-> kompletter Aufbau mit Aufständerung (Flachdach), Wechselrichter, etc. enthalten
- Stromspeicher mit ca. 13.000 EUR
-> wahlweise Alpha Storno Smile5 mit 11 KW oder Senec Home mit 10 KW
Was haltet ihr von Senec?
Gesamtkosten: ca. 31.500 EUR inkl. MwSt
- Photovoltaikanlage mit 8,25kw ca. 13.500 EUR netto
-> Heckert-Solarmodule, 22 Stück mit je 375 W Leistung
-> kompletter Aufbau mit Aufständerung (Flachdach), Wechselrichter, etc. enthalten
- Stromspeicher mit ca. 13.000 EUR
-> wahlweise Alpha Storno Smile5 mit 11 KW oder Senec Home mit 10 KW
Was haltet ihr von Senec?
opalau04.10.21 22:58
Nicht nur etwas teuer — sehr teuer.
Beim Speicher hat man ja eh nur die Wahl zwischen etwas unrentabel und extrem unrentabel, wobei ihr hier auch eher bei letzterem liegt. Aber auch die Photovoltaikanlage selbst ist mit ca. 1650 EUR/kWp sehr überteuer. Da sollte man bei der Gesamtleistung sicher Richtung 1100-1200 EUR/kWp kommen.
Beim Speicher hat man ja eh nur die Wahl zwischen etwas unrentabel und extrem unrentabel, wobei ihr hier auch eher bei letzterem liegt. Aber auch die Photovoltaikanlage selbst ist mit ca. 1650 EUR/kWp sehr überteuer. Da sollte man bei der Gesamtleistung sicher Richtung 1100-1200 EUR/kWp kommen.
DaGoodness05.10.21 13:51
Ich würde gerne nochmal auf das Thema Speicher=unrentabel und Stromcloud=unrentabel zurückkommen, da ich dies hier ja andauernd lese.
Ich habe für mich ausgerechnet, dass sich beides lohnt und würde gern wissen ob ich da falsch rechne oder etwas vergessen habe oder so.
1. Stromcloud
Ich zahle aktuell 43,95€ monatlich um 4.000kw/h meines im Sommer eingespeisten Stroms im Winter kostenfrei wieder aus dem Netz beziehen zu dürfen. Alles was darüber hinaus bezogen wird, wird mit 28Cent berechnet. Die Einspeisevergütung von 9Cent habe ich abgetreten und wird vom Netzbetreiber direkt an den Stromcloudbetreiber abgeführt. Die Einspeisung, die über den 4.000kwh liegt, wird am Ende des Jahres vom Stromcloudbetreiber an mich ausbezahlt.
Aktuelle Daten über ein Jahr (01.10.2020-30.09.2021):
Aus dem Netz bezogen: 4.153kwh
Ins Netz eingespeist: 4.531kwh
Kosten:
12*43,95 = 527,40€ Grundgebühr
153*0,28 = 42,84€ Kosten für Mehrbezug
531*0,09 = 47,79€ Rückzahlung für Mehreinspeisung
527,40€ + 42,84€ - 47,79€ = 522,45€
Vergleich mit Tarif ohne Stromcloud (Daten aus Anbietervergleich Verivox Stand heute)
Grundgebühr: 15,40€ monatlich
Bezugspreis: 28Cent kwh
Kosten:
12*15,40 = 184,80€ Grundgebühr
4.153*0,28 = 1.162,84€ Kosten für Netzbezug
4.531*0,09 = 407,79 Rückzahlung Einspeisevergütung
184,40€ + 1.162,84€ - 407,79€ = 973,47€
Ich habe durch die Stromcloud also in einem Jahr 451,02€ gespart.
2. Speicher
Wir haben einen Speicher mit 10kw. Kosten: 6.000€
Der Speicher hat im Zeitraum von einem Jahr (01.10.2020-30.09.2021) 2700kwh gespeichert und wieder abgegeben.
Hätte ich diese 2.700kwh aus dem Netz bezogen, wäre ich bei 28Cent/kwh bei 756€.
Natürlich muss ich auch gegenrechnen, dass wenn ich den Strom nicht gespeichert hätte, ich ihn eingespeist hätte, was eine Einspeisevergütung von 243€ macht.
756€-243€ = 513€ Einsparung
6.000 / 513 = 11,69
Nach knapp 12 Jahren hätte sich der Speicher somit rentiert.
Was denkt ihr darüber? Habe ich richtig gerechnet? Irgendetwas vergessen oder nicht bedacht?
Ich habe für mich ausgerechnet, dass sich beides lohnt und würde gern wissen ob ich da falsch rechne oder etwas vergessen habe oder so.
1. Stromcloud
Ich zahle aktuell 43,95€ monatlich um 4.000kw/h meines im Sommer eingespeisten Stroms im Winter kostenfrei wieder aus dem Netz beziehen zu dürfen. Alles was darüber hinaus bezogen wird, wird mit 28Cent berechnet. Die Einspeisevergütung von 9Cent habe ich abgetreten und wird vom Netzbetreiber direkt an den Stromcloudbetreiber abgeführt. Die Einspeisung, die über den 4.000kwh liegt, wird am Ende des Jahres vom Stromcloudbetreiber an mich ausbezahlt.
Aktuelle Daten über ein Jahr (01.10.2020-30.09.2021):
Aus dem Netz bezogen: 4.153kwh
Ins Netz eingespeist: 4.531kwh
Kosten:
12*43,95 = 527,40€ Grundgebühr
153*0,28 = 42,84€ Kosten für Mehrbezug
531*0,09 = 47,79€ Rückzahlung für Mehreinspeisung
527,40€ + 42,84€ - 47,79€ = 522,45€
Vergleich mit Tarif ohne Stromcloud (Daten aus Anbietervergleich Verivox Stand heute)
Grundgebühr: 15,40€ monatlich
Bezugspreis: 28Cent kwh
Kosten:
12*15,40 = 184,80€ Grundgebühr
4.153*0,28 = 1.162,84€ Kosten für Netzbezug
4.531*0,09 = 407,79 Rückzahlung Einspeisevergütung
184,40€ + 1.162,84€ - 407,79€ = 973,47€
Ich habe durch die Stromcloud also in einem Jahr 451,02€ gespart.
2. Speicher
Wir haben einen Speicher mit 10kw. Kosten: 6.000€
Der Speicher hat im Zeitraum von einem Jahr (01.10.2020-30.09.2021) 2700kwh gespeichert und wieder abgegeben.
Hätte ich diese 2.700kwh aus dem Netz bezogen, wäre ich bei 28Cent/kwh bei 756€.
Natürlich muss ich auch gegenrechnen, dass wenn ich den Strom nicht gespeichert hätte, ich ihn eingespeist hätte, was eine Einspeisevergütung von 243€ macht.
756€-243€ = 513€ Einsparung
6.000 / 513 = 11,69
Nach knapp 12 Jahren hätte sich der Speicher somit rentiert.
Was denkt ihr darüber? Habe ich richtig gerechnet? Irgendetwas vergessen oder nicht bedacht?
Fuchur05.10.21 14:17
Ohne jetzt in der Tiefe nachzurechnen fehlt zumindest die steuerliche Betrachtung und die Speicherverluste. "2700kWh gespeichert und wieder abgegeben" kann nicht sein, da beim Laden und Entladen rund 15-20% Verlust entsteht.
Vor allem aber vergleichst du Äpfel mit Birnen, nämlich eine Photovoltaik mit Speicher gegen keine Photovoltaik. Das ist falsch, da du ja bei der Variante mit Photovoltaik-Speicher einen Anfangsinvest hast, während du dieses Kapital bei der 2. Variante auch verzinst über 20 Jahre anlegen könntest.
Richtig wäre also der Vergleich Cloud gegen reine Photovoltaik mit dem selben Investment. Und dann kommt man ganz schnell drauf, dass die Gewinne des Cloudanbieters und der unwirtschaftliche Speicher durch die Photovoltaik-Gewinne querfinanziert werden.
Weiter müsste man sich anschauen, wie der Vertrag aussieht. Kann der Anbieter die Bezugspreise erhöhen? In beliebiger Höhe? Kannst du nach x Jahren aussteigen oder bist du ausgeliefert? Wer ist Betreiber der Anlage? Was ist mit der Umsatzsteuer? Was passiert beim Defekt eines Wechselrichters oder des Speichers?
Vor allem aber vergleichst du Äpfel mit Birnen, nämlich eine Photovoltaik mit Speicher gegen keine Photovoltaik. Das ist falsch, da du ja bei der Variante mit Photovoltaik-Speicher einen Anfangsinvest hast, während du dieses Kapital bei der 2. Variante auch verzinst über 20 Jahre anlegen könntest.
Richtig wäre also der Vergleich Cloud gegen reine Photovoltaik mit dem selben Investment. Und dann kommt man ganz schnell drauf, dass die Gewinne des Cloudanbieters und der unwirtschaftliche Speicher durch die Photovoltaik-Gewinne querfinanziert werden.
Weiter müsste man sich anschauen, wie der Vertrag aussieht. Kann der Anbieter die Bezugspreise erhöhen? In beliebiger Höhe? Kannst du nach x Jahren aussteigen oder bist du ausgeliefert? Wer ist Betreiber der Anlage? Was ist mit der Umsatzsteuer? Was passiert beim Defekt eines Wechselrichters oder des Speichers?
DaGoodness05.10.21 14:37
Vielen Dank für die schnelle Antwort.
Die steuerliche Betrachtung habe ich weggelassen, da sie ja beispielsweise bei der Stromcloud keinen Unterschied macht ob mit oder ohne.
Die steuerliche Belastung berechnet sich ja aufgrund des Eigenverbrauchs und der Einspeisung und diese ist ja bei beiden Varianten gleich.
Bei der Frage ob mit Speicher oder ohne macht es natürlich schon einen gewissen Unterschied, wobei ich jetzt nicht davon ausgehe, dass das Ergebnis dadurch so stark in eine andere Richtung bewegt werden würde. Bei 2.700kwh entweder eingespeist oder selbst verbraucht müsste der Steuerunterschied so bei ca. 30€ liegen.
Das mit den Äpfeln und Birnen kann ich leider nicht nachvollziehen.
Bei der Stromcloud vergleiche ich doch nur wie es mit Stromcloud und ohne ist. Photovoltaikanlage und Speicher ist bei beidem gegeben.
Bei dem Speicher berechne ich ja nur die Einsparung pro Jahr durch den Speicher und ab wann er sich rentiert.
Dass ich das eingesetzte Kapital natürlich auch für eine gewisse Rendite anlegen könnte, habe ich natürlich nicht mit einkalkuliert, das stimmt.
Und theoretisch würde sich die Photovoltaikanlage ohne Speicher schneller amortisieren als mit Speicher. Aber auch der Speicher sollte sich doch nach meiner Rechnung nach einer gewissen Laufzeit lohnen, oder nicht? Weil bislang lese ich immer nur, dass der Speicher seine Kosten nicht wieder reinholen kann.
Die steuerliche Betrachtung habe ich weggelassen, da sie ja beispielsweise bei der Stromcloud keinen Unterschied macht ob mit oder ohne.
Die steuerliche Belastung berechnet sich ja aufgrund des Eigenverbrauchs und der Einspeisung und diese ist ja bei beiden Varianten gleich.
Bei der Frage ob mit Speicher oder ohne macht es natürlich schon einen gewissen Unterschied, wobei ich jetzt nicht davon ausgehe, dass das Ergebnis dadurch so stark in eine andere Richtung bewegt werden würde. Bei 2.700kwh entweder eingespeist oder selbst verbraucht müsste der Steuerunterschied so bei ca. 30€ liegen.
Das mit den Äpfeln und Birnen kann ich leider nicht nachvollziehen.
Bei der Stromcloud vergleiche ich doch nur wie es mit Stromcloud und ohne ist. Photovoltaikanlage und Speicher ist bei beidem gegeben.
Bei dem Speicher berechne ich ja nur die Einsparung pro Jahr durch den Speicher und ab wann er sich rentiert.
Dass ich das eingesetzte Kapital natürlich auch für eine gewisse Rendite anlegen könnte, habe ich natürlich nicht mit einkalkuliert, das stimmt.
Und theoretisch würde sich die Photovoltaikanlage ohne Speicher schneller amortisieren als mit Speicher. Aber auch der Speicher sollte sich doch nach meiner Rechnung nach einer gewissen Laufzeit lohnen, oder nicht? Weil bislang lese ich immer nur, dass der Speicher seine Kosten nicht wieder reinholen kann.
halmi05.10.21 14:43
Kurz und knapp, wenn du den Speicher wirklich so recht günstig bekommst, hast du, wenn du die Speicherverluste nicht einfach ignorierst, zumindest die Chance nach ~ 15 Jahren null auf null rauzukommen.
Kennt eigentlich irgendwer einen Speicher der es so lange schon mal gemacht hat?
Kennt eigentlich irgendwer einen Speicher der es so lange schon mal gemacht hat?
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