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ᐅ Parkett durchgehend verlegt ohne Fugen


Erstellt am: 29.11.20 11:40

Wintersonne30.11.20 15:50
Alessandro schrieb:


Die unterschiedlichen Temperaturen in den Räumen sind zu gering um da etwas anzurichten.
Das hat mein Mann sich gefragt, ob die unterschiedlichen Temperaturen (Flur wird kälter als die Schlafräume sein) wirklich was ausmachen.
manohara30.11.20 17:43
"das Arbeiten" des Holzes hat weniger mit der Temperatur (wie bei Metall oder Stein) als mit der Luftfeuchtigkeit zu tun.
Das Holz ist wie ein Schwamm und nimmt Wasser auf - oder gibt es ab - und verändert so seine Breite, bzw. seine Dicke (die Länge ändert sich so gut wie gar nicht).
Ob es kalt oder warm ist, ist wurscht. Das Entscheidende ist, wieviel Wasser in der Luft ist.

Zum "Lebens-Beginn" eines Holzproduktes schrumpft es am stärksten ("zu" trockenes wird Holz selten verarbeitet). Danach wechselt das Schrumpfen mit Quellen ab. Und was ich gelesen habe: Dieser Vorgang hat kein Ende. Holz "arbeitet" auch nach vielen hundert Jahren noch.

"Holz lebt" 🙂
Tarnari30.11.20 18:49
Es atmet 😉
Sry, nur ein gag am Rande.
Wir hatten das bei unserem derzeitigen Parkett leider. Viele Dielen mussten getauscht werden, da sich die Enden teils bis zu einem halben Zentimeter angehoben hatten. Das waren echte stolperfallen und aua-Zeh-Gefahren. Der Leger hat alle schuld auf den estrich gelegt und umgekehrt.
Ist Wenge, gebürstet, geölt, Dielen ca. 80x10.

wir vermuten als Ursache, die Tatsache, dass die Dielen vor Verlegung auf dem LKW von Schnee bedeckt angeliefert wurden. Unverpackt zum Teil.
manohara30.11.20 19:16
was ich bei dieser Problematik für "günstig" halte ist, wenn Parkett verlegt wird, das heißt dass es viele Fugen gibt. Jede Fuge bietet ein Stück "Beweglichkeit".
Bei einer Breite eines Parkett-Klotzes von zum Beispiel 8 cm und einer Fugenbreite von 0,2 Millimeter (also dicht an dicht gelegt) sind das 2,5 Millimeter auf einen Meter. Das ist schon was ...
Der "Rest" wird dann gestaucht.
Es geht ja (anders herum) auch darum, dass die Fugen nicht zu groß werden, wenn das Holz trocken ist.

Im obigen Fall vom Wenge-Fußboden scheint mir der "Transport mit dem Schnee" zwar ein handwerklicher Fehler zu sein, spricht aber eigentlich eher für zu goße Fugen (nach dem Schrumpfen) als für das Ablösen durch das Qellen des Holzes.
Eine mögliche Erklärung die mir dazu einfällt ist, dass es Probleme mit dem Kleber gibt. Exotische Hölzer zicken da öfter Mal rum (wobei ich das bei Wenge bisher nicht gehört habe, aber da weiß ich nicht viel drüber).
Tarnari30.11.20 19:30
Naja, wenn das so ist, könnte es ja sein, dass er „geschrumpft“ verlegt wurde und dann durch das ausdehnen die Probleme entstanden.
Bookstar30.11.20 19:40
Vor dem Verlegen muss er mindestens 48 Stunden auf RT gebracht werden.
holzparkettdielenwengefugenschrumpfen