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ᐅ Neubau Doppelhaushälfte - smarthome machen mit 10 TEUR extra?


Erstellt am: 17.01.21 17:11

M
Mycraft
18.01.21 08:41
Giggz123 schrieb:

Dazu hätten wir noch rund 10 TEUR, so dass die gesamte (smarte) Elektrik etwa 22 TEUR kosten darf. Dazu haben wir 13 Rollladen / Raffstore geplant, die - Stand jetzt - konventionelle Elektrik bekommen.
Du hast 10K über um ein Haus zu automatisieren? Das ist doch schon mal ein Anfang. Von smart reden wir dann doch eher nicht. Der Begriff ist so ausgelutscht mittlerweile, dass es alles und nichts bedeuten kann.

Aber mit 10K Extra ist schon eine Menge möglich auch wenn das auf den ersten Blick nicht so scheint.
Giggz123 schrieb:

Die Baufirma scheint nur bedingt Expertise bezüglich Smart-Home zu haben, so dass ich hier am überlegen bin, wie wir das nun am besten machen.
Ja das übliche. Man macht nur Standard und kennt nichts Darüber hinaus. Bzw. maximal hier und da verbaut man auf Wunsch des Bauherren ein wenig Pseudosmarte Geräte. Hauptsache man kann dann mit dem Haus reden und im Telefon ist ne App mit bunten Bildchen.
Giggz123 schrieb:

Bezüglich KNX auf Eis legen / nur grundlegend nur vorbereiten, dass hieße dann aber auch konventionelle Elektrik, sprich deutliche Mehrkosten später, oder? Man liest ja immer dass das nicht wirklich sinnvoll ist.
Nein, die konventionelle Elektrik kannst du gleich ad acta legen. Du hast doch 10K übrig. Bzw. nicht übrig sondern kannst diese dann auch sinnvoll einsetzen und nicht verpulvern. Somit verabschiede dich gänzlich von der konventionellen Verkabelung und setze dein 10K dort ein wo du später nicht mehr rankommst. Heisst: Buskabel da wo es nur geht und eine strukturierte Sternverkabelung der Lastenstromkreise. Auch die Rollläden direkt so ausführen lassen. Das Geld sollte reichen. Schon hast du ein Grundgerüst/Skelett an Verkabelung wo du dann aufbauen kannst. Dann lieber beim LAN etwas einsparen und das Gesparte in die Verkabelung stecken. Denn hinterher ist es schwierig bis unmöglich Bus und/oder 230V z.B. an die Wohnzimmerdecke zu bekommen.
Giggz123 schrieb:

Wäre für mich dann eher Option 1 zum Start, damit ich zumindest ein wenig zentrale Bedienung ins Haus bekomme
Das schlimmste was man machen könnte.

Ich sehe nur 3a als die einzige sinnvolle Lösung. 3b kommt dann automatisch mit der Zeit. Lösung 1 und 2 sind kalter Kaffee.
Giggz123 schrieb:

Anforderungen - Must Have:
  • Beleuchtung:
    • Licht zentral schalten (gern alle, ggf. notfalls Geschoss-, Raumweise oder in ausgewählten Bereichen); teilweise dimmen
  • Beschattung:
    • Rollladen / Raffstore zentral steuern, automatisierte Beschattung
  • Strom:
    • Ca. 10+ Steckdosen schaltbar machen
Sollte alles mit den 10K problemlos möglich sein.
Giggz123 schrieb:

Nice to Have:
  • Verzicht auf ERR (wenn via Smart Home verargumentierbar; ich habe nicht vor die Heizung aktiv zu steuern)
Kostenpunkt: genau 0 Euro bzw. müsstest du sogar Geld vom GÜ dafür gutgeschrieben bekommen. Naja 100 Euro etwas oder so.
Giggz123 schrieb:

Anbindung Kontrollierte-Wohnraumlüftung
Nicht unbedingt sofort notwendig. Bzw. je nach Kontrollierte-Wohnraumlüftung vielleicht auch mit Bordmitteln zu bewerkstelligen und kein KNX notwendig.
Giggz123 schrieb:

Anbindung Sprachsteuerung
Völlig überschätzt und in einem vernünftig geplantem Haus mehr oder weniger nicht notwendig. Außer man braucht es wirklich unbedingt. Aber naja so ein "Smartspeaker" kostet ja auch nicht die Welt.
Giggz123 schrieb:

Fensterkontakte
Das ist einer der Kostentreiber. Könnte man aber ggf. auch als Eigenleistung probieren oder irgendwie nur minimalinstallation am Anfang mit Vorbereitung.
Giggz123 schrieb:

Visualisierung
Kann man alles selbst machen. Am Anfang auch selten notwendig, da hat man andere Sorgen.
Giggz123 schrieb:

Präsenzmelder
Kostentreiber, geht aber auch später nach und nach.
Giggz123 schrieb:

Sonos Einbindung
Geht über viele Wege und kann man auch später machen.
Giggz123 schrieb:

TKS Einbindung (Doorbird, Busch Jäger Welcome)
Geht für den Anfang auch als Inselanlage.
Giggz123 schrieb:

Alarmanlagen-Funktion (via PMs / Sensoren, ggf. auch was eigenes zB. Busch Secure@Home)
Das geht erst wenn alles fertig angeschlossen ist, denn wenn dir Fensterkontakte oder andere Melder fehlen was soll das Ganze dann überhaupt.
Giggz123 schrieb:

Berlin
Oh mal wieder einer aus der Gegend. Welcher Bezirk?

Shellys sind keine Option. Das ist Kinderspielzeug und Lärmbelästigung.
S
Stefan890
18.01.21 10:05
Mit viel Eigenleistung wäre KNX mit dem geplanten Budget möglich. Allerdings muss dafür auch der Elektrobetrieb mitspielen. Zusätzlich muss man die Zeit investieren und sich ggf. einiges an Wissen aneignen.

Anfangs fand ich die Kosten für eine vernünftige Elektrik sehr hoch und hätte fast darauf verzichtet. Letztendlich dann zu akzeptablen Kosten fast in Eigenleistung umgesetzt. Aber wenn ich mittlerweile sehe welche Beträge für streichen vom Fachbetrieb oder das Pflastern der Einfahrt aufgerufen werden, kommt mir die Investition in eine zukunftsfähige Elektrik gar nicht mehr so hoch vor.
K
K1300S
18.01.21 10:12
Das Schlimme daran sind aus meiner Sicht weniger die absoluten Kosten sondern die häufig sehr dürftige Leistung dafür. Das resultiert direkt aus dem von @Mycraft Geschriebenen:
Mycraft schrieb:

Ja das übliche. Man macht nur Standard und kennt nichts Darüber hinaus.
Vermutlich liegt es auch daran, dass mangels Masse die Routine fehlt und selbige dann durch einen kräftigen "Sicherheitsaufschlag" kompensiert wird. Wir sind gerade auch mitten in der (Preis-)Diskussion mit einem angeblichen Automations-Fachbetrieb ...
G
Giggz123
18.01.21 21:02
Vielen Dank erst einmal für die vielen Beiträge, dass bestärkt mich auf jedenfalls hier nicht gleich aufzugeben und konventionell als gesetzt zu sehen 🙂
allstar83 schrieb:

Schon Mal die Shellys angesehen? Könnte ja ausreichend sein wenn weiterhin alles andere konventionell ist.

Habe ich, dass wäre dann eine (günstige) Lösung für meine Option 1. Aktuell arbeite ich mit Zigbee, dass funktioniert zumindest innerhalb eines Geschosses (Wohnung) relativ gut und stabil. Mit 10 TEUR kommt man hier sicher auch weit und kann vermutlich alle meine genannten Punkte realisieren - aber halt als Insellösungen. Der ganze narrativ "festverkabelt, Herstellerunabhänigkeit und damit Sicherheit für die Zukunft" spricht mich beim eigenen Haus aber schon sehr an, daher der Versucht das doch noch hinzubekommen.
Mycraft schrieb:

Ich sehe nur 3a als die einzige sinnvolle Lösung.

Mycraft, vielen Dank für deinen langen, ausführlichen Beitrag (und deinen unermüdlichen Einsatz hier fast jeden KNX Thread immer wieder ausführlich zu kommentieren 🙂 ). Freut mich zu lesen, dass ich mit 10 TEUR da schon etwas erreichen kann und aus deiner Sicht das Basis-Setup hinbekomme und es für Kabel für die weiteren Dinge reichen sollte.

Bezüglich der Kontrollierte-Wohnraumlüftung, Hintergrund ist hier eher die BAFA Förderung für energieeffizientes Heizen, die aktuell nicht für meine Wunsch-Kontrollierte-Wohnraumlüftung greifen würde weil Wärmepumpe und Kontrollierte-Wohnraumlüftung "regelungstechnisch gemeinsam betrieben werden" müssen.
Mycraft schrieb:

Oh mal wieder einer aus der Gegend. Welcher Bezirk?

Pankow, wir bauen in Karow. Hast du einen Tipp für eine gute Adresse in Berlin, bei der ich mein Anliegen einmal schildern kann zwecks Unterstützung? Ich habe bei meinen Recherchen von dir schon einmal den Hinweis zu Elektro Paech gelesen (hier oder im anderen Forum), die sitzen gefühlt 100m entfernt von unserem Bauprojekt in Karow und stehen auf meiner Liste.
K1300S schrieb:

Das Schlimme daran sind aus meiner Sicht weniger die absoluten Kosten sondern die häufig sehr dürftige Leistung dafür. Das resultiert direkt aus dem von @Mycraft Geschriebenen:

Vermutlich liegt es auch daran, dass mangels Masse die Routine fehlt und selbige dann durch einen kräftigen "Sicherheitsaufschlag" kompensiert wird. Wir sind gerade auch mitten in der (Preis-)Diskussion mit einem angeblichen Automations-Fachbetrieb ...

Mich würde ja mal interessieren, wie hoch der Anteil an Neubau-Projekten im privaten Bereich ist, die letztlich eine Smart-Home Lösung mit einbauen (und ob der Bedarf wirklich so gering ist, dass die Industrie hier keinen Handlungsdruck sieht)...

Wo ich mir jetzt noch unsicher bin, wenn ich die Wahl hätte zwischen:
1. Elektro-Gewerk aus dem Bauvertrag herausnehmen und fähigen Elektriker suchen der mir für 22 TEUR "soviel KNX wie möglich" ins Haus setzt (anschließend selbst parametrisieren)
2. Planung mit Experten machen, Schaltschrank passend dazu bauen lassen und dann den Elektriker der Baufirma die ganzen Kabel ziehen und Verkabelung machen lassen (anschließend selbst parametrisieren)

Was würdet ihr wählen? Je mehr ich jetzt beim Tippen darüber nachdenke, desto mehr Sinn macht wohl die erste Lösung und das zweite als Alternative, wenn die Baufirma sich querstellt... 🙂
K
K1300S
18.01.21 21:34
Wenn die sich auf "nur Kabel ziehen" einlassen, wäre das sinnvoll, solange der Preis stimmt. Unser Elektriker würde das gar nicht machen, weil er nach eigener Aussage nur an der Hardware (zum Listenpreis) verdient. 🙄
G
Giggz123
18.01.21 23:29
@K1300S Baut ihr mit einem GU der den Elektriker zwangsweise stellt, zumindest für gewisse Leistungen? Du hast vorher von einem Automatisierungstechnik-Fachbetrieb gesprochen, wie sieht denn hier deine Lösung aus?
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