Hausbau 2024, wenig Eigenkapital finanzierbar?

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J

Joedreck

Machen Sie ja nicht, sondern stecken das Geld lieber in eine Luxusferienimmobilie auf dem Land.

Ich bin halt einfach für Eigentum plus ETF als Altersvorsorge - ich versteh halt nicht, warum es keine Zwischenlösung gibt - es gab ja anscheinend nur EFH mit Garten im Eigentum oder eine Mietwohung in Berlin. Was ist mit der ETW im Speckgürtel? Immer noch besser als zu mieten.
Naja, dass die Mieter vorhandenes Geld verkonsumieren statt es rentabel anzulegen, ist ja eine persönliche Entscheidung und keine Sache der Unmöglichkeit.
Und na klar gibt es Zwischenlösungen. Die sind nur schwer zu beschreiben zur Veranschaulichung.
 
Hyponex GmbH

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Verifizierter Anbieter
OT: an wen wendet man sich, wenn man unabhängig zu Anlagemöglichkeiten beraten werden möchte?
selbst mal im Netz erkündigen... am besten einen ETF nehmen, der sehr niedrige Kosten hat.

nur so zur Info:
die "Mehrheit" der Fonds (ich habe irgendwann gelesen, über 80%) schlagen nicht den Markt, sondern laufen schlechter.
Außerdem, die müssten schon besser als der Markt laufen, um dann die Gebühren reinzuholen.

also am besten Sachen holen die keine Ausgabeaufschläge kosten, und auch geringe Verwaltungsgebühren haben. Und dann je nach Risiko, ob Deutschland, Europa, Noramerika oder was auch immer, Aktien ;)

oder man wählt eine "Honorarberatung" aus, der nur Deine Anlage bespricht, aber keine Provisionen etc. bekommt ;)
 
J

justcme

Interessante Punkte - die ich aber überhaupt nicht teile und denke ihr habt zwar emotional (weil ihr eben da sehr ängstlich seid) die richtige Entscheidung getroffen, die aber kurzfristig gedacht ist.

Wenn ihr einfach zur Miete lebt und gar nichts anspart, werdet ihr keiner derjenigen 60 jährigen sein, die auf ein abbezahltes Haus zurückgreifen können - sondern diejenigen, die 30 Jahre zur Miete gelebt haben und deutlich ärmer als der vergleichbare Immo-Eigentürmer sein werdet.

Bedenke, dass die 1,5% oder 2% Tilgung die ihr bei einem Immokredit leistet ja Sparleistung ist - die brauchst du als Mieter ebenso. Und da kommen dann auf deine 2000 Euro Warmmiete noch ein paar Hundert Euro on top drauf - da lebt ihr vom Einnahmen / Ausgaben Verhältnis her ebenso nicht im Saus und Braus als Mieter.

Anstatt Angst vor einer gut planbaren (da monatlich zu überprüfen) Zinssteigerung in 15/20 Jahren zu haben und mich um die Anschlussfinanzierung zu sorgen, wenn es so weit ist (die wirklich gut planbar ist), hätte ich massive Angst wegen ständig steigender Mieten und einer z.B. Eigenbedarfskündigung / Kündigung an sich. Und wenn du eine schöne große Wohnung mit einem EFH plus Garten vergleichst, ist das halt Äpfel mit Birnen. Wenn du dich in 12 Jahren scheiden lässt, dann kannst du das Haus verkaufen, die VFE bezahlen und ihr habt beide was davon. Wenn du in 12 Jahren dir eine neue Bude in Berlin suchen musst, na viel Spass, was du dann wohl Miete bezahlst?

Wichtig ist zu verstehen, dass mieten auch nicht die "sichere Bank" ist, da du eben da auch andere Risiken trägst. Wenn du heute 2.000 Euro zahlst, wie sieht die Miete bei 1,5% Steigerung p.a. denn kurz vor Renteneintritt aus? Davor hätte ich Angst!

Ich will jetzt nicht wieder die Mieten / vs Kaufen Diskussion bemühen, aber man muss schon bei beiden Optionen berücksichtigen, dass es Risiken gibt.

Ihr habt euch einfach für Konsum (siehe Urlaube etc.) entschieden, anstatt euch finanziell über Jahrzehnte etwas aufzubauen. Nochmal in aller Deutlichkeit: Was ist dir lieber? Mit 60 eine zu z.B. 80% abbezahlte Immobilie nahe Berlin, oder mit 60 3.000 Euro Warmmiete rauszuballern?
Der Grund, warum die wenigsten Mieter ein signifikantes Vermögen aufbauen konnten, ist weil man zusätzlich zur MIete nichts mehr sparen kann. Da sollte man wenigstens den hohen Betrag nutzen, der monatlich an die Bank (oder in deinem Fall halt an den Vermieter) geht (nennt sich "Tilgung")
Ich möchte dazu nur kurz sagen, dass ich (in hoffentlich ferner Zukunft) Alleinerbe über eine Immobilie sein werde, da meine Eltern das klassische Eigenheim hier in der Nähe besitzen.

Ansonsten sehe ich, dass wir zwei komplett unterschiedliche Ansichten haben... Urlaube sind für mich kein Konsum, sondern eine kulturelle Bereicherung. Ich war noch nie im Leben auf Malle, falls du das mit Urlaub meinst. Und wir haben ein 11 jährige Tochter, die bei dem Gedanken daran schon losflennt, dass sie aufs Dorf ziehen muss. Die will was erleben und nicht, dass ihre Eltern 3.000 Euro für Gartenmöbel ausgeben.

Aber es ist doch gut, wenn nicht alle das gleiche im Leben möchten. Dann wäre die Nachfrage nach Grundstücken noch höher :p

Für uns ist unser Weg genau richtig.
 
J

justcme

Machen Sie ja nicht, sondern stecken das Geld lieber in eine Luxusferienimmobilie auf dem Land.

Ich bin halt einfach für Eigentum plus ETF als Altersvorsorge - ich versteh halt nicht, warum es keine Zwischenlösung gibt - es gab ja anscheinend nur EFH mit Garten im Eigentum oder eine Mietwohung in Berlin. Was ist mit der ETW im Speckgürtel? Immer noch besser als zu mieten.

Ich bin halt einfach für Eigentum plus ETF als Altersvorsorge - ich versteh halt nicht, warum es keine Zwischenlösung gibt - es gab ja anscheinend nur EFH mit Garten im Eigentum oder eine Mietwohung in Berlin. Was ist mit der ETW im Speckgürtel? Immer noch besser als zu mieten.
Ich bin Immobilienkauffrau und WEG Verwalterin. Das Letzte, was ich in meinem Leben finanzieren würde ist eine Eigentumswohnung. Über die Gründe könnte ich Bücher schreiben.
 
P

Peter Pohlmann

Sehr gute Ansicht. Eine Eigentumswohnung macht nur Ärger. Da ist Mieten deutlich besser. Eine ETW taugt eigentlich nur zu Spekulationszwecken.
Und eine ETW Wohnung zwecks Vermietung zu kaufen ist auch sinnfrei.
 
askforafriend

askforafriend

Ich möchte dazu nur kurz sagen, dass ich (in hoffentlich ferner Zukunft) Alleinerbe über eine Immobilie sein werde, da meine Eltern das klassische Eigenheim hier in der Nähe besitzen.
Dann schreib das bitte gleich dass bei euch die Altersvorsorge schon geregelt ist. Das ändert die komplette Situation. Du gehörst also zu den Menschen, die ihr Leben Leben und dann das Erbe der Eltern aufbrauchen. Natürlich chillig als sich selbst drum kümmern zu müssen - aber vorsichtig: @K a t j a erklärt dir sicher, warum das zum Problem dann wird.
 
G

Gelbwoschdd

Ich denke, dass wir eine Art Zwischenweg gehen. Wir haben günstig gebaut, wohl gemerkt günstig, nicht billig und hatten ordentlich Eigenkapital. Somit mussten wir nur für 220K Kredite aufnehmen. Davon haben wir jetzt seit 2015/16 noch ca. 124K Schulden übrig. Sollte ich weiterhin 1200€ im Monat abzahlen, wäre ich in etwas über 9 Jahren mit 49 fertig und hätte am Ende ca. 26.000€ Zinsen und Gebühren bezahlt.
Nun überlege ich jedoch, ob wir die Rate auf 1500€ erhöhen. Dies würde dazu führen, dass ich etwas über 2 Jahre früher fertig wäre und nur etwas über 19000€ Zinsen und Gebühren bezahlt haben würde.
Dann wäre ich mit 47 Jahren "frei" und könnte mir weiteres Eigenkapital aufbauen. Bei den heutigen Preise ist sowas allerdings bei weitem nicht mehr möglich, es sei denn man verdient unfassbar viel Geld und zahlt hohe Raten zurück. Denn die Preise werden hoch bleiben/weiter steigen. Man wird heute kaum ein Haus bauen können für das man nur so wenig Zinsen zahlt.
Wir hatten einfach das unglaubliche Glück, zu einer Zeit zu bauen, in dem die Zinsen schon niedrig waren und die Baukosten noch niedrig waren. Beim Gedanken daran, dass man bis weit in die Rente rein sein Haus abbezahlt würde mir sehr mulmig werden.
Klar man hat immer noch ein Haus im Hintergrund das einen gewissen Wert darstellt, muss sich aber eventuell bis dahin sehr stark einschränken und hat vielleicht mehrere 100K an Zinsen und Gebühren bezahlt. Da kann es sich schon lohnen günstiger zur Miete zu wohnen, gut zu leben und sich ein Vermögen in ETF`s aufzubauen.
Am Ende ist es doch so, dass jeder für sich selbst entscheiden muss was ihm wichtig ist und womit er sich wohlfühlt. Jeder ist anders.
Ich finde es derzeit einfach mega gefährlich zu bauen, weil es kaum kalkulierbar ist, aber vielleicht bin ich auch einfach nur ein zu großer Schisser oder Spießer.
 
J

justcme

Dann schreib das bitte gleich dass bei euch die Altersvorsorge schon geregelt ist. Das ändert die komplette Situation. Du gehörst also zu den Menschen, die ihr Leben Leben und dann das Erbe der Eltern aufbrauchen. Natürlich chillig als sich selbst drum kümmern zu müssen - aber vorsichtig: @K a t j a erklärt dir sicher, warum das zum Problem dann wird.

Na jetzt ist aber mal gut. Ich habe mein Leben sehr früh selbst organisieren müssen, da ich bereits mit 20 Mutter wurde. Mir wurde nichts geschenkt außer ein warmes Nest, komme aus einer normalen Arbeiterfamilie. Abgesehen von 6 Monaten Elternzeit war ich seit meinem 18 Lebensjahr immer Vollzeit beschäftigt und habe unsere Familie während des Studiums meines Mannes ernährt. Ich finde deine Aussage sehr respektlos.

Mea Culpa, dass ich vergessen habe zu erwähnen, dass ich irgendwann erbe. Das dauert aber noch, meine Mutter ist gerade mal 55 :p
 
Zuletzt aktualisiert 27.06.2022
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