ᐅ Grundstückskauf > Entwurf Architekt > Ausschreibung > Bau
Erstellt am: 08.11.15 08:05
Bauexperte09.11.15 11:10
Hallo,
Beim Thema "Ausschreibungsunterlagen" läuft es allerdings so, wie merlin83 es treffend beschrieben hat. Du wirst imho keinen GU/GÜ finden, welcher seine Ausstattung in jedem Punkt an Deine Ausschreibung anpassen kann/wird.
Du mußt also zuvorderst für Dich klären, wie weit Du in die Materie eingreifen möchtest, bzw. ob Dir das wichtig ist. Falls ja, ist der Hausbau über einen Architekten sicher eine gute Wahl für Dich. Bedeutet natürlich auch, Einzelgewerkevergabe und Vertrauen in den beauftragten Architekt.
Grüße, Bauexperte
R0Li84 schrieb:Das ist ein möglicher Weg und auch nicht ungewöhnlich. Es gibt etliche Bauherren, welche sich bei der Entwurfsplanung ihres Grundrisses bei einem Architekten besser aufgehoben fühlen.
Deswegen habe ich mir überlegt, nach dem Kauf des Grundstückes ein Bodengutachten erstellen zu lassen und dann einen Architekten mit der Vor- und Entwurfsplanung gem. HOAI zu beauftragen. Mit den Ausschreibungsunterlagen würde ich dann gerne (ggf. mit Unterstützung durch den Architekten) eine Baufirma suchen. (Ausschreibungen, Angebotsvergleiche und Preisverhandlungen habe ich beruflich oft gemacht, dass traue ich mir zu).
Beim Thema "Ausschreibungsunterlagen" läuft es allerdings so, wie merlin83 es treffend beschrieben hat. Du wirst imho keinen GU/GÜ finden, welcher seine Ausstattung in jedem Punkt an Deine Ausschreibung anpassen kann/wird.
R0Li84 schrieb:Das wird auch nicht funktionieren. Wenn Du einen GU/GÜ mit dem gesamten Projekt beauftragen willst und das Haus massiv errichtet werden soll, wird der Auftragnehmer es nicht gerne sehen, wenn der Keller aus der Leistung herausgenommen wird. Ich würde dem auch nicht zustimmen, da es im Gewährleistungsfall unweigerlich zu Ärger führen würde.
Die einzelnen Gewerke möchte ich nur ungern trennen. Das einzige was ich mir vorstellen könnte, wäre ggf. noch den Keller separat zu vergeben. Ansonsten sollte das Haus anschließend mehr oder weniger Schlüsselfertig (bis auf Boden verlegen und Malerarbeiten) übergeben werden.
Du mußt also zuvorderst für Dich klären, wie weit Du in die Materie eingreifen möchtest, bzw. ob Dir das wichtig ist. Falls ja, ist der Hausbau über einen Architekten sicher eine gute Wahl für Dich. Bedeutet natürlich auch, Einzelgewerkevergabe und Vertrauen in den beauftragten Architekt.
Grüße, Bauexperte
jx709.11.15 11:24
Ja, wenn ihr selbst entscheiden wollte, welche Bautechniken (Welcher Stein? Welches Dämmmaterial? Lüftungsanlage auf oder in Betondecke?) verwendet wird und welche Fabrikate und Marken verwendet werden (Kellerfirma, Heizung, Lüftung, Fenster, Haustür,...), müsst ihr mit Architekt und Einzelvergabe bauen, denn von gewissen Konzepten, die für die Baufirma erprobt und bewährt sind, wird die Baufirma nicht abweichen. Ausstattungswünsche wie die von mir genannten sollten alle Baufirmen erfüllen können.
Und wenn alles aus einer Hand kommt, hat das den Vorteil, dass auch eine Firma allein die Verantwortung trägt und ggf. zur Rechenschaft gezogen werden kann. Wenn dann noch ein externer Baugutachter dabei ist (der euch in der Wahl der Baufirma auch beraten kann), seid Ihr sehr gut abgesichert.
Und wenn alles aus einer Hand kommt, hat das den Vorteil, dass auch eine Firma allein die Verantwortung trägt und ggf. zur Rechenschaft gezogen werden kann. Wenn dann noch ein externer Baugutachter dabei ist (der euch in der Wahl der Baufirma auch beraten kann), seid Ihr sehr gut abgesichert.
R0Li8409.11.15 12:53
Alles selbst entscheiden will ich nicht unbedingt. Mauermaterial, Dämmmaterial und wie genau die Lüftungsanlage verbaut ist ist mir ehrlich gesagt egal. Wichtig ist mir nur, dass ich bei den einzelnen Preisen nicht über den Tisch gezogen werde. Das Gefühl habe ich momentan bei einem Angebot, wo ein als Wohnraum nutzbarer Keller (ohne Bodengutachten, ohne Fließen und Estrich) pauschal 80.000€ kostet. Den bekomme ich vermutlich bei Baufirmen die darauf spezialisiert sind deutlich günstiger, wobei mir natürlich klar ist, dass die Firmen für Gewährleistungsübernahme und die Abwicklung auch Geld verlangen (dürfen). Bei dem Angebot stammt allerdings alles aus einer Hand.
Ich werde in den nächsten Wochen einfach noch mal mehrere Gespräche führen und dann entscheiden in welche Richtung die Reise geht. Kollegen von mir haben z.B. mit einem Bauunternehmer (GU) geplant, der ohne Architekt arbeitet. Er erstellt die Pläne zusammen mit einem Statiker und Energieberater. Sicher auch ein Konzept, über das man nachdenken kann.
Ich werde in den nächsten Wochen einfach noch mal mehrere Gespräche führen und dann entscheiden in welche Richtung die Reise geht. Kollegen von mir haben z.B. mit einem Bauunternehmer (GU) geplant, der ohne Architekt arbeitet. Er erstellt die Pläne zusammen mit einem Statiker und Energieberater. Sicher auch ein Konzept, über das man nachdenken kann.
Bauexperte09.11.15 13:11
R0Li84 schrieb:
Wichtig ist mir nur, dass ich bei den einzelnen Preisen nicht über den Tisch gezogen werde. Dazu müsstest Du ja erst mal wissen, was als "normaler" Preis anzusehen ist. Häufig wird bei derartigen Aussagen vergessen, daß nicht nur Arbeitslohn und Gewinnaufschlag auf ein Produkt "x" aufgerechnet werden, sondern auch ein Zuschlag für die Gewährleistungsfrist.R0Li84 schrieb:
Das Gefühl habe ich momentan bei einem Angebot, wo ein als Wohnraum nutzbarer Keller (ohne Bodengutachten, ohne Fließen und Estrich) pauschal 80.000€ kostet. Den bekomme ich vermutlich bei Baufirmen die darauf spezialisiert sind deutlich günstiger ...Deutlich günstiger, wenn weitere Angebote sich im gleichen Preissegment bewegen? Eher nicht; schon gar nicht signifikant.R0Li84 schrieb:
Ich werde in den nächsten Wochen einfach noch mal mehrere Gespräche führen und dann entscheiden in welche Richtung die Reise geht. Das ist imho eine gute Entscheidung!Grüße, Bauexperte
R0Li8409.11.15 13:44
Das für Gewährleistungen und den Aufwand Zuschläge anfallen ist mir klar. Üblicherweise liegen die aber (zumindest in der Branche in der ich arbeite) bei ca. 15%. Lasst es bei einem Keller 20% sein, dann wäre ich irgendwo bei 60.000€ die ich für akzeptabel halten würde. (Auf den Preis komme ich in etwa auch bei anderen Firmen gem. erster Info - immer vorausgesetzt, dass es keine "Besonderheiten" beim Boden gibt).
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