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ᐅ Großzügige Villa: Empfehlungen & Kosteneinschätzung

Erstellt am: 29.08.22 22:13
T
Trockentest
Liebe Häuslebau-Community,

ich habe schon einige spannende Diskussionen hier gelesen. Ich komme aber tatsächlich nicht herum, dann doch unser Bauprojekt mit euch zu teilen, um eure Meinungen einzuholen. Vielleicht hilft unsere Problemstellung auch anderen Lesenden weiter.

Wir haben bereits ein wunderschönes Grundstück im Süden von Schleswig-Holstein (nahe Hamburg), auf das wir ein großzügiges Einfamilienhaus für eine vier- bis evtl. fünfköpfige Familie + Option auf späteren Zuzug von der Oma bauen wollen. Und ich meine ein wirklich großzügiges Haus: Wir sind mit einer Vorstellung von ca. 300 m² Wohnfläche + Keller zum Architekten gegangen und haben unser Traumhaus aufs Papier gebracht. Mit Terrassen sind es jetzt sage und schreibe ca. 360 m² geworden. Das ist sehr groß und das wissen wir. Wir befinden uns jetzt in der Genehmigungsplanung.

Zuerst einige Details zum Haus & Grundstück:
2.700 m² Grundstück
360 m² Wohnfläche + Keller
Erdwärme-Wasserpumpe mit Sonden
Photovoltaik ~10kWp
Batteriespeicher
Zentrale Lüftungsanlage
Fußbodenheizung
KNX Smart Home für Licht, Heizung, Lüftung, Sicherheit
Doppelgarage freistehend
Sauna-Häuschen mit Whirlpool im Garten
Erfüllt KfW55
Weiße Wanne
Einbauschränke

Alles spielt in der Liga einer gehobenen Ausstattung.


Grundstücksplan: zentrales rotes Gebäude mit Anbauten, Bäume, blaue Grundstücksgrenze, Maße




Dachboden-Grundriss mit Treppenhaus und rechts angeordnetem Stellplatz.

Dachgeschoss-Grundriss: Schlafzimmer, Bad, Ankleidezimmer, Lounge, Balkon, Terrasse, Stellplatz

Grundriss Erdgeschoss: Küche, Essen, Wohnzimmer, Terrasse, Garage, Wintergarten.

Grundriss Untergeschoss: Hobbyräume, Bad, HWR, Vorratsraum, Abstellflächen, Technik.

Jetzt unser Dilemma:
Wir sind mit einem Planbudget für die Kostengruppen 300 + 400 (also Roh- und Innenausbau + technische Ausstattung) von 1,25 Mio. € (3.500€/m²) ins Rennen gegangen. Das war auch bis jetzt das Budget, mit dem wir geplant haben. Jetzt heißt es plötzlich vom Architekten, dass sich die Plankosten auf ca. 2,1 Mio. € fast verdoppelt haben. Begründung: es wären mehr m² geworden (der Architekt hat einige Räume im Keller mit in die Wohnfläche hinzugerechnet) und unsere Wünsche hätten sich auch auf dem Weg immer weiterentwickelt (Gauben, Doppelgarage, Outdoorkitchen, Kasematten, etc.). Eine Kostenaufstellung haben wir bekommen – aber ich kann natürlich nicht einschätzen, wie teuer ein Maler insgesamt ist oder wie teuer ein Fenster oder eine Tür sein darf und kann.

Tja – das ist jetzt leider klar über unserem Budget und wir setzen gerade massiv den Rotstift an. Momentan haben wir schon die Kasematten, Jalousien, viele Einbauschränke gestrichen und kommen noch immer nicht annähernd an unser einst gestecktes Budget. Scheinbar müssen wir dann auch bei der „gehobenen“ Ausstattung auf „normale“ Ausstattung verringern und ggf. einige Räume massiv verkleinern.

Die Elektroplanung hat dann total den Vogel abgeschossen: Nach einer ersten Planung mit ganz verrückten Preisen habe ich zumindest jetzt eine neue „Diskussionsbasis“ für Elektrokosten bekommen. Für Elektroarbeiten (Material + Einbau) wurden jetzt 220.000 € aufgerufen (noch ohne Photovoltaikanlage, Batteriespeicher, Server, Jalousiemotoren, KNX-Programmierung!). Anbei ein kleiner Auszug aus den Plankosten. Ich kann mir nicht vorstellen, dass solche Kosten realistisch sind.

Preisverzeichnis für Installationsmaterial: Positionen zu Schaltern, Kabeln, Verteilern.


Ich weiß, die m² sind schon extrem viel und auch große Bereiche wie die Eingangshalle sind kein sinnvoll genutzter Platz. Wir sind aber damit losgelaufen, dass wir uns mit dem Budget von ca. 1,5 Mio. € (Bau + Planung) das absolute Traumhaus bauen könnten.

Liegen wir so daneben? Kann man mit dem Budget nicht so ein Projekt realisieren?

Herzlichen Dank für eure Meinungen & Einschätzungen! Auch bin ich gespannt auf Vorschläge, was ihr machen würdet oder wo ihr den Rotstift ansetzen würdet.

Lieben Gruß!
B
Bertram100
30.08.22 15:53
Ich bin in einem recht grossen Haus aufgewachsen und wir hatten Zimmer die quasi leerstanden (dort wurde sehr sporadisch mal musiziert), ein Duschbad dass kaum gebraucht wurde (noch nicht einmal für den Hund) und einen Allzweckraum der nicht gebraucht wurde. Dazu einen Garten der so gross war dass man doch nicht alles nutzen konnte. Furchtbar. Würde ich keinem empfehlen und ist auch keine schöne Erinnerung. Und das Haus war kleiner als das hier vorgestellte und hatte im EG noch die beruflichen Räume meines Vaters und Grossvaters.
Y
ypg
30.08.22 16:14
SaniererNRW123 schrieb:

Das lässt sich bestimmt gut mit Leben füllen.
Hmm… wenn die Eingangshalle eine Halle ist, also schon keine Diele mehr, dann finde ich es persönlich nicht schön. Die ist größer als ein StandardWZ in einer Komfortwohnung. Die muss ja auch ständig frequentiert werden, um nach oben oder auf Toi zu gehen. Beeindrucken finde ich allerdings den Luftraum darüber - wenn dort eine mega tolle Lampe runterbaumelt, dann macht es schon etwas her. Allerdings muss man wohl, auch wenn man die nötige Kohle hat, überlegen, ob man sich so weit mit einer „Größe“ vom durchschnittlichen Wohlstand distanzieren möchte oder eben auch in dem „Grössending“ mal aufhört, die Grenzen auszuloten.
Alles ist irgendwann mal gesättigt und fett: was nützt eine Bouillabaisse, wenn da so viel Edelfisch drin ist, dass man keine Flüssigkeit in der Suppe mehr hat?
Ich will hier nicht bekehren, aber da das Haus ja eh so nicht bezahl- und baubar ist, wäre vielleicht darüber nachzudenken, dass auch eine halbe Halle, also eine großzügige Diele viel wertvoller fürs Haus sein kann als so ein Schlossding.
Ich würde wohl eher bei den Einbaumöbeln bleiben, die das Haus einrichten oder einer teuren Treppe, und eben an umständlicher Größe sparen.
C
Charlottka
30.08.22 18:04
Für 1,5mio schaffen wir es aktuell nicht 235qm plus Doppelgarage zu bauen ohne Keller. Wir haben auch versucht einen größeren Grundriss von über 2mio € auf 1,5 zu bekommen - keine Chance. Da bleibt nur neu planen. Ich fürchte, euer Architekt liegt mit der Kostenschätzung durchaus in einem realistischen Rahmen.
andimann30.08.22 20:35
Hi,
Charlottka schrieb:

Für 1,5mio schaffen wir es aktuell nicht 235qm plus Doppelgarage zu bauen ohne Keller.

off topic:
Wie bitte? Ist da das Grundstück in der Münchener Innenstadt mit eingerechnet? Ja, die Preise sind in den letzten Jahren sehr stark gestiegen, aber wir haben in 2016 gebaut, 180 qm inkl. Keller (also in einer ähnlichen Größenordnung wie 235 qm ohne Keller) und lagen bei 420 k€ für das Haus (inkl Parkett, elektr Alurollläden, Kontrollierte-Wohnraumlüftung, Fußbodenheizung usw). Nimm noch die Baunebenkosten und eine Garage dazu und dann bist du bei 500 k. Also verdreifacht haben sich die Preise doch nun auch wieder nicht. Und selbst wenn du das ganze Haus mit 500 €/qm Bodenbelägen vollmachst sind das "nur" 100 k€.

Was sind das bitte für Preise? Fahren eure Handwerker mit dem Bentley vor oder kommen die gleich im Privatjet?

Viele Grüße,

Andreas
C
Costruttrice
30.08.22 20:49
andimann schrieb:

off topic:
Wie bitte? Ist da das Grundstück in der Münchener Innenstadt mit eingerechnet?

1,5 Mio € kostet doch in München allein das Grundstück, allerdings nicht im Innenstadtbereich.
C
Costruttrice
30.08.22 21:03
Ich denke leider auch, dass der neue Preis realistischer ist, als euer genanntes Budget. Und ich glaube leider auch, dass der neue genannte Preis nicht der Endpreis für dieses Objekt sein wird.
Das ist echt ärgerlich, weil man ja eigentlich seine Vorstellungen genau definiert hat. Bei unserem Architekten wurde es auch von Termin zu Termin teurer.Wenn die Schnerzgrrenze erreicht ist, muß man eben die Reißleine ziehen. An Einbauten sparen oder Außenwände nach innen schieben und Räume verkleinern hilft da nicht weiter und macht die ganzen Entwurf kaputt. Dann lieber alles neu.
kellerdielegrundstück