Gebührenbescheid zum Bauantrag

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M

motorradsilke

Die Baugenehmigung war bei uns ja auch nicht das Problem. Nur das wichtige "Baustellenschild" bekommt man erst,wenn der Bescheid bezahlt ist.
So jedenfalls sagte es uns das Bauunternehmen. Denn die hatten mit den Hufen gescharrt,da sie anfangen wollten... ;)
Bei uns belief sich die Genehmigung auf 1358,00 Euro.
Unser Baustellenschild liegt noch unbenutzt im Ordner:)))). Das gab es auch mit dem Bescheid, das hab ich aber gar nicht für voll genommen, bis mir mein Sohn sagte, das müsse ich am Zaun befestigen. Da war der Bau aber fest fertig.
 
B

BW MR BW MR

500-1000 €? Der komplette Bauantrag hat bei uns ca. 1.900 € gekostet.

Außerdem hast Du vermutlich den Baugenehmigung aber nicht die Baufreigabe. Diese ist ausschlaggebend für den Bau.
Der Komplete Bauantrag kostet 3000€.
Die 500 - 1000€ sind nur die kosten die zuviel sind durch die erhöhung des Preises.
 
Y

ypg

hat jemand schon mal gegen den Gebührenbescheid vom Bauantrag einspruch eingelegt und recht bekommen?
anscheinend keiner von den Antwortgebern. Ich auch nicht.
Allerdings kann da doch etwas nicht stimmen, wenn man für 70000€ 500-1000€ mehr bezahlen soll.
Der Komplete Bauantrag kostet 3000€.
du meinst die Baugenehmigung?
Das Landratsamt hat meinen Baupreis um 70000 Euro erhöht.
Begründung mein Preis wäre zu günstig.
Wenn ich richtig rechne geht es so um 500-1000 Euro.
Die Frage kann hier wohl keiner beantworten. Allerdings ist ja die Frage in Deiner beinhaltet, wer da recht hat. Denn wer falsch liegt, bekommt oft kein Recht.
Um das einzuschätzen, fehlen Infos. Da nutzt es auch nichts, wenn Du das dauernd wiederholst.
was ist denn der ausgerechnete Hauspreis für wieviel Grundfläche und Geschosse?
 
E

Eifel87

Der Komplete Bauantrag kostet 3000€.
Die 500 - 1000€ sind nur die kosten die zuviel sind durch die erhöhung des Preises.
Wahnsinn wie groß die Unterschiede da sind.
Bei uns hat die Baugenehmigung 846 € gekostet, zusätzlich noch 200 € weil wir eine Befreiung von der Baugrenze beantragt hatten. Ist kein kleines Haus, alles in allem ca. 1150 m³ umbauter Raum.

Berechnet wurde das ganze im übrigen nach dem Rohbauwert. Da wurde für Haus und Garagen der umbaute Raum mit einem entsprechenden Faktor Multipliziert und aufgerundet. Die Gebühr belief sich auf 6 Tausendstel der Rohbausumme.
 
B

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Wahnsinn wie groß die Unterschiede da sind.
Bei uns hat die Baugenehmigung 846 € gekostet, zusätzlich noch 200 € weil wir eine Befreiung von der Baugrenze beantragt hatten. Ist kein kleines Haus, alles in allem ca. 1150 m³ umbauter Raum.

Berechnet wurde das ganze im übrigen nach dem Rohbauwert. Da wurde für Haus und Garagen der umbaute Raum mit einem entsprechenden Faktor Multipliziert und aufgerundet. Die Gebühr belief sich auf 6 Tausendstel der Rohbausumme.
Bei mir sind es 1437 m³ umbauter Raum.
Kosten waren 435.000€.
Aussage vom Sachbearbeiter das ist zu günstig deshalb haben sie den umbauten Raum mal ihren Satz genommen.
 
F

Fuchur

Hier mal ein Auszug aus dem Serviceportal B.-W. Da hast du die Berechnung erklärt und kannst selbst prüfen, ob dagegen verstoßen wurden bzw. ein Rechtsbehelf sinnvoll ist oder nur weitere Kosten (und Zeitverlust) verursacht:

Für die Baugenehmigung wird eine Wertgebühr in Höhe von 0,6 % der ortsüblichen gesetzten Baukosten der Maßnahme erhoben. Als Anhaltspunkt für die Kostenschätzung dienen die statistischen Kostenkennwerte der Architektenkammern. Hinzu kommen die Gebühren von jeweils 0,05 % für die Bauüberwachung durch das Bauordnungsamt und mögliche angeordnete Abnahmen.


Lassen sich Bauvorhaben nur verwirklichen, wenn von entgegen stehenden Vorschriften Befreiungen, Ausnahmen und Abweichungen zugelassen werden, so fallen hierfür Gebühren von mindestens 375 € im Einzelfall an.


Die letztlich bei einem Vorhaben anfallenden Verwaltungskosten sind abhängig von dem Verfahren und dem damit verbundenen Aufwand und der Zahl der Gebührentatbestände. Im Falle einer Abweichung von Vorschriften wird darüber hinaus das damit verbundene Interesse und der Vorteil für die Baumaßnahme berücksichtigt.
 
B

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Hier mal ein Auszug aus dem Serviceportal B.-W. Da hast du die Berechnung erklärt und kannst selbst prüfen, ob dagegen verstoßen wurden bzw. ein Rechtsbehelf sinnvoll ist oder nur weitere Kosten (und Zeitverlust) verursacht:
Hört sich an wie wenn ich mir den Einspruch sparten kann.
 
H

hampshire

Hört sich an wie wenn ich mir den Einspruch sparten kann.
Ja, genau so ist es. Die Berechnungsgrundlage nach einem Standard je umbauten Raum ist legitim. Sei froh, dass Du so "günstig" bauen kannst. Zudem wäre ein Einspruch unpragmatisch - Du wirst noch genug zu regeln und zu entscheiden haben, da brauchst Du nicht an jeder Ecke eine "Front".
 
B

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Ja, genau so ist es. Die Berechnungsgrundlage nach einem Standard je umbauten Raum ist legitim. Sei froh, dass Du so "günstig" bauen kannst. Zudem wäre ein Einspruch unpragmatisch - Du wirst noch genug zu regeln und zu entscheiden haben, da brauchst Du nicht an jeder Ecke eine "Front".
Günstig Bauen hat jeder selbst in der Hand.
Ich finde es halt schon ne frechheit wie der Staat die Hand aufhällt beim Bauen.
 
H

hampshire

Ich finde es halt schon ne frechheit wie der Staat die Hand aufhällt beim Bauen.
Der "Staat" hält keine Hand auf, die Gemeinde erhebt eine Gebühr.
Da nicht jeder so bevorzugt ist bauen zu können oder bauen will, ist es auch völlig in Ordnung, dass die entstehenden Verwaltungs- und Infrastrukturkosten nicht komplett auf die Allgemeinheit abgewälzt werden, sondern der Bauherr selbst einen Teil derer trägt.
Bei der Höhe der Gebühren gehe ich eher von einer Kostendeckung als von einem Gewinn bei der Gemeinde aus.

Oder deutlicher:
Eine Frechheit wäre es, wenn ein Steuerzehler, dessen Einkommen nicht zum Bau eines Hauses reicht über seine Steuern Deinen Bauantrag mitfinanzieren müsste.
 
B

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Der "Staat" hält keine Hand auf, die Gemeinde erhebt eine Gebühr.
Da nicht jeder so bevorzugt ist bauen zu können oder bauen will, ist es auch völlig in Ordnung, dass die entstehenden Verwaltungs- und Infrastrukturkosten nicht komplett auf die Allgemeinheit abgewälzt werden, sondern der Bauherr selbst einen Teil derer trägt.
Bei der Höhe der Gebühren gehe ich eher von einer Kostendeckung als von einem Gewinn bei der Gemeinde aus.

Oder deutlicher:
Eine Frechheit wäre es, wenn ein Steuerzehler, dessen Einkommen nicht zum Bau eines Hauses reicht über seine Steuern Deinen Bauantrag mitfinanzieren müsste.
Das Landratsamt ist für mich der Staat.
Du willst mir also erzählen das ein einfacher Bauantrag 3000€ kostet?
Rechne mal pro Arbeitsstunde 70€ dann wären das 43 Stunden wo einer daran arbeiten müsste.
Das glaube ich ich nie und nimmer ich schätze mal mehr wie 10 Stunden war da keiner dran gehockt (großzügig geschätzt).
 
M

motorradsilke

Der "Staat" hält keine Hand auf, die Gemeinde erhebt eine Gebühr.
Da nicht jeder so bevorzugt ist bauen zu können oder bauen will, ist es auch völlig in Ordnung, dass die entstehenden Verwaltungs- und Infrastrukturkosten nicht komplett auf die Allgemeinheit abgewälzt werden, sondern der Bauherr selbst einen Teil derer trägt.
Bei der Höhe der Gebühren gehe ich eher von einer Kostendeckung als von einem Gewinn bei der Gemeinde aus.

Oder deutlicher:
Eine Frechheit wäre es, wenn ein Steuerzehler, dessen Einkommen nicht zum Bau eines Hauses reicht über seine Steuern Deinen Bauantrag mitfinanzieren müsste.
Grundsätzlich hast du Recht und Bauherren sollten das schon kostendeckend zahlen.
Aber die Bearbeitung eines Bauantrags erfordert nicht mehr oder weniger Arbeit, wenn ich für 100.000 € baue oder für 1 Mio, ob ich 100 qm oder 1000 qm bebaue. Jedenfalls nicht in diesem Umfang mehr oder weniger.
Insofern sind diese Gebühren schon nach dem Prinzip festgelegt, wer viel ausgibt, muss auch dem Staat viel abgeben (ob nun Gemeinde, Landkreis o. wem auch immer).
Ist ja bei allen Gebühren so, die der Staat festlegt, ob nun Notargebühren, Grundbuchamtsgebühren usw.

Kann man für ok halten, muss man aber nicht.
 
Zuletzt aktualisiert 27.01.2022
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