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ᐅ Nachbarklage gegen bewilligte Baugenehmigung


Erstellt am: 19.09.2015 14:11

Blaine81 19.09.2015 14:11
Hallo zusammen,

ich war in den letzten Wochen und Monaten ein fleißiger Mitleser, da wir unser Bauvorhaben geplant haben, jetzt möchte ich aufgrund unserer aktuellen Situation einmal wissen, ob jemand von euch bereits in einer ähnlichen Lage war und wie das Ganze ausgegangen ist.

Vorneweg noch als Info: Wir haben bereits am Dienstag einen Termin bei einer Anwältin, was aus unserer Sicht auf jeden Fall notwendig ist.

Beginnen wir mal am Anfang.

Wir haben im Sommer den Bauantrag für unser Einfamilienhaus mit Doppelgarage abgegeben. Unser Grundstück liegt im Bereich eines Bebauungsplan, der maximale Höhen für Aufschüttungen und Wandhöhen vorgibt. Der Architekt unseres Bauunternehmens hat entsprechende Befreiungsanträge formuliert, die aufgrund des Geländes (Grundstück liegt an einem leichten Hang) notwendig wurden:
  • an einem Ecke des Gebäudes ist eine Aufschüttung von 1,40 m notwendig (laut Bebauungsplan Max. 1 m erlaubt)
  • die maximale Wandhöhe sind 7,60 m, wobei nach dem Planieren des geplanten Geländes 6,95 m sichtbar bleiben (laut Bebauungsplan Max. 7 m über Urgelände)
Der Bauantrag wurde inklusive der beiden Befreiungen vom Landratsamt Ende August genehmigt.

Vor kurzem wurde mit den ersten Arbeiten begonnen, am letzten Donnerstag wurde die Bodenplatte betoniert.

Am Freitag erreicht mich die Info vom Landratsamt, dass der Nachbar hinter unserem Grundstück Klage gegen die Baugenehmigung eingereicht hat, da aus seiner Sicht:
  • durch die Befreiungen unser Bauvorhaben zu hoch wird, und daher seine Photovoltaikanlage auf der Rückseite seiner Garage (westwärts ausgerichtet) beschattet wird. Hier muss man Anmerkungen, dass zwischen seiner Garage und unserem Haus über 25 m Abstand liegen
  • das der allgemeine Gleichheitsgrundsatz gemäß Art. 3 GG verletzt wird, da ihm eine Aufstockung um eine Ziegelreihe nicht genehmigt wurde
  • dass keine gemeindliches Einvernehmen vorlag. Unser Bauantrag wurde allerdings bei der Gemeinde eingereicht und seitens der Gemeinde eine Stellungnahme abgegeben.
Wir haben jetzt vorerst den Bau gestoppt, da ein Weiterbauen sonst auf unser Risiko erfolgt wäre.

Wir waren im ersten Moment ziemlich geschockt, da wir absolut nicht abschätzen können, was das jetzt für unser Bauvorhaben bedeutet.

War von euch schon jemand einmal in einer solchen Situation? Wie ist das Ganze ausgegangen? Wie lange muss man rechnen, dass das Ganze dauern wird? Und Gesetz dem Fall, der Nachbar bekommt recht, bleiben wir dann auf unseren Kosten sitzen?

So, ist jetzt etwas länger geworden. Vielen Dank bereits im Voraus für die Antworten

toxicmolotof 20.09.2015 01:21
Naja, da werden sicherlich Juristen mehr zu sagen können als ich, aber theoretisch muss der Nachbar doch gegen die Stadt klagen, oder nicht? Zunächst tangiert euch das daher doch nur bedingt. Was heißt erfahren? Habt ihr eine schriftliche Mitteilung bekommen? Und was steht darin? Ihr habt ja zunächst eine Baugenehmigung und könnt Euch auf deren Gültigkeit beziehen, solange nichts Gegenteiliges festgestellt wird.

Das sind ja nette Nachbarn. Wie kommen die denn darauf? Wusstet ihr, dass sich dort etwas anbahnt? Oder wie kommt das?

Mycraft 20.09.2015 09:26
... die Stadt hat es genehmigt, also...wenn der Nachbar ein Problem damit hat soll er doch klagen...und letztendlich wird er höchstwahrscheinlich seine Photovoltaikanlage umsetzten müssen...

Und wenn es schon so anfängt würde ich gleich ne 2m hohe Mauer zu ihm hochziehen...

[Beitrag durch Mod. Dirk Grafe bearbeitet. Bitte Vorsicht mit Aussagen, die rechtliche Relevanz besitzen. Die aktuelle Lage ist unklar und hier im Forum nicht abschließend zu beurteilen.]

EveundGerd 20.09.2015 13:27
Warte die Antwort des Juristen ab.

Mein Schwager ist in einer ähnlichen Situation. Seit Januar steht der Rohbau. Seitdem ist Baustopp, da die Sache vor Gericht entschieden wird.

Hast Du Dich mal mit Deinem Nachbarn unterhalten? Manchmal hilft's.

Blaine81 20.09.2015 13:29
Ja, der Nachbar hat eine Klage gegen das Landratsamt eingereicht, welches die Baugenehmigung erteilt hatte. Und ich wurde als der betroffene Bauherr als Beigeladener vom Verwaltungsgericht über den Inhalt der Klage informiert (siehe die Aufzählung im Startpost).

Prinzipiell könnten wir schon weiter bauen, sollte das Gericht aber die Baugenehmigung aufheben, würde das dann wohl auf einen Rückbau hinauslaufen. Es läuft halt dann jetzt alles auf unser Risiko.

Laut Bauunternehmer und Architekt wurden auch bereits für andere Bauvorhaben in dem Baugebiet Befreiungen vom Bebauungsplan ausgestellt, daher kam das Ganze für uns aus heiterem Himmel.

Geht auf jeden Fall schon mal gut los, und jetzt wohnen wir noch nicht mal da...

merlin83 20.09.2015 13:56
Würde mich auch interessieren, wer den dadurch euch entstanden schaden kompensiert soweit die Klage des Nachbarn erfolglos bleibt. Der Bau wurde euch genehmigt. Da herrscht ME erst mal Vertrauensschutz. Ob die Klage des Nachbarn eine aussetzende bzw. Aufhebende Wirkung hat wäre ebenfalls interessant, zumal du oben selbst schreibst, dass es eine Info ist. Informiert dich genau und sehr detailliert bei den Behörden. Wenn es unüberschaubar wird oder sich Rechtsberatungskosten größtenteils abwälzen lassen, würde ich nicht lange warten und mich von einem Fachmann mit langjähriger Erfahrung in der Sache beraten lassen.

Es ist traurig wie sich Menschen teilweise in der Nachbarschaft aufführen.
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