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Erstellt am: 14.07.2022 09:22

Scout** 15.07.2022 13:40
Deliverer schrieb:

Ja Mist. Was soll ich da jetzt noch sagen?!

Etwa so:
Dass du sprachlos bist und dir die Argumente ausgegangen sind.

Scout** 15.07.2022 13:52
i_b_n_a_n schrieb:

aus den wieder hochgefahrenen Fabriken für Photovoltaik Module in Deutschland.
Je nach Quelle (aus Studien der letzten 10 Jahren) benötigst du für 1 KWp Modulleistung in der Herstellungskette zwischen 3.000 und 9.000 KWh kumulierter Primärenergie. In sonnenreichen Gegenden (also nicht in D) kommst du so im Idealfall auf eine Energetische Amortisationszeit von um die 2 Jahren. Bei uns eher ab 3 Jahren oder mehr.

Da die Produktion aber wohl exponentiell wachsen müsste um einen nennenswerten steigenden Anteil der Photovoltaik-Leistung zu gewährleisten wird die Eigenproduktion von Photovoltaik und deren lokale Aufstellung über zig Jahre hinweg unter dem Strich einen Energiefresser darstellen und keinen Energieproduzent. Erst bei Einschwenken in den Sättigungsbereich wird aus der Energiesenke eine volkswirtschaftlichen Nettoernte. Vorher zahlen wir also energetisch drauf. Aber wir haben ja dummerweise momentan eh fast nix mehr zum Investieren... Einfachste Mathematik, aber sowas erzählt einem Greenpeace halt nicht 😉

Windkraft ist in der Hinsicht übrigens viel besser, die energetische Amortisation beträgt im deutschen Norden nur um die 6 Monate.

i_b_n_a_n 15.07.2022 13:53
ich fang mal an und lege die Polemik an die Seite. Unsere gemeinsamen Wünsche und Ziele bzgl. der Energieversorgung sind ja eigentlich klar. Wann wir sie wie erreichen wollen und vor allem können eher nicht. Der passende Weg dahin ist eher nicht wie bisher alles zentral mit wenigen Grosskraftwerken einiger weniger Grosskonzerne sinnvoll. Es wird viele kleine bedarfsgerechte Lösungen geben müssen. Den regionalen Verhältnissen angepasst. Die politischen Rahmenbedingungen müssen auch zuvor noch geschaffen werden, mir scheint aber, das geht zur Zeit schnell.
Ich schätze hier viele technisch fachlich tolle Beiträge, gebe aber zu Bedenken da jeder von uns nur ein Teil des Ganzen ist und sicher nicht die Weltrettungstheorie (praxis) hier niederschreiben wird. Wie bereits an anderer Stelle gesagt wurde klaffen zwischen dem Realmensch und dem Idealmensch Welten auseinander. Hier im Forum werden wird das auch nicht lösen können, aber wie gesagt hat ist er froh über jeden der wegen dieser Diskussionen und Argumentationen über den Tellerrand hinausschaut und ein Blick in die Zukunft mit EE wirf statt eines Scheites in den Kamin (aber auch ich mag Kaminfeuer, muss wohl ein Urinstinkt sein).

i_b_n_a_n 15.07.2022 14:05
Scout** schrieb:

Je nach Quelle (aus Studien der letzten 10 Jahren) benötigst du für 1 KWp Modulleistung in der Herstellungskette zwischen 3.000 und 9.000 KWh kumulierter Primärenergie. In sonnenreichen Gegenden (also nicht in D) kommst du so im Idealfall auf eine Energetische Amortisationszeit von um die 2 Jahren. Bei uns eher ab 3 Jahren oder mehr.

Da die Produktion aber wohl exponentiell wachsen müsste um einen nennenswerten steigenden Anteil der Photovoltaik-Leistung zu gewährleisten wird die Eigenproduktion von Photovoltaik und deren lokale Aufstellung über zig Jahre hinweg unter dem Strich einen Energiefresser darstellen und kein Energieproduzent. Erst bei Einschwenken in den Sättigungsbereich kommt es zu einer volkswirtschaftlichen Nettoernte. Vorher zahlen wir drauf. Aber wir haben ja momentan eh fast nix mehr... Einfachste Mathematik, aber sowas erzählt einem Greenpece halt nicht 😉

Windkraft ist in der Hinsicht übrigens viel besser, die energetische Amortisation beträgt im deutschen Norden nur um die 6 Monate.
ja, und deswegen schleunigst anfangen damit wir 2035 genau diesen Punkt überwunden haben.

Und wir sind nach aktuellen Studien tatsächlich zwischen 3-und 9000KWh, nämlich seit 2019 unter 5400KWh bei Monokristallinen die 80% Marktanteil haben.
Meine kleine 6.5KWp Anlage macht hochgerechnet (läuft erst seit November) mehr als 6000KWh im Jahr denn ich bin aktuell bereits bei genau Stand heute 4912KWh nur im Jahre 2022. Amortisation also unter einem Jahr. Das ist keine Realsatire sondern meine persönlichen Fakten.
Und ja, wir haben gerade eher keine Energie übrig, wollen aber 100 Milliarden in die BW pumpen. Wieviel Energie wohl die Produktion eines verschissenen Panzers kostet? (ja, ich bin dafür der Ukraine auch mit Waffenlieferungen zu helfen bevor hier eine(r) meint ich halte die andere Wange hin)

Unsere Sekretäring hat übrigens eine sehr bald auslaufende Photovoltaik und wird diese wohl mit einer weiteren Photovoltaik und einer Kleinwindkraftanlage ergänzen (ländlich, Anhöhe, Hof...)

Fast wir alle haben irgend welche Möglichkeiten, aufwachen und nutzen ... bitte. Euer Kinder und Enkelkinder werden es euch danken. Habe ich bereits erwähnt das ich 3 Kinder und 7 Enkelkinder habe?

mayglow 15.07.2022 14:06
Ehrlich gemeinte Frage: hast du irgend nen Google Begriff oder so wo mal wer durchrechnet wieviel "Notfall-Fossile" man möglicherweise noch braucht? Bisher scheint mir das etwas Schwarzmalerei (aber was weiß denn ich) Das andere ist dann auch inwieweit Europaweite Windstille ein realistisches Szenario ist (und auch im Winter und bei Wolken sind Photovoltaik-Erträge nicht null, aber ja, selbstverständlich deutlich geringer, was sicherlich ein Problem ist, wenn vermehrt über Strom geheizt wird). Aber hast du irgendwas, wo man dazu mal was nachlesen kann?

Ansonsten verstehe ich deinen Vorschlag grob richtig mit "für die Grundlast Atom, für Spitzen was Fossiles"? (Und die Grünen sind doof, weil sie kein Atom wollen) Finde Atom in sofern problematisch, als dass da im Betrieb auch nur Menschen sind und Fehler fatal sind und wir ebenso einfach immer noch keinen Plan haben, wo wir den Müll denn eigentlich für die nächsten Jahrtausende lassen wollen. Dass wir jetzt in diesem Moment (mit explodierendem Gaspreisen) wohl vielleicht weniger Probleme hätten, ist vermutlich wohl (wobei soweit ich weiß, Brennstäbe auch zT aus Russland kommen...)

halmi 15.07.2022 14:14
wir selbst wohnen in einem Niedrigenergiehaus mit Wärmepumpe und 10 kwp Photovoltaikanlage, inkl. Ökostromtarif, etc.. Allerdings darf man die aktuelle Planung doch durchaus mal kritisch hinterfragen.

Gas ist quasi raus, Kohle leider massiv unverträglich mit unseren co2-Zielen und Atom will keiner. Also noch mal die Frage an die dasfunktionierteasyfraktion, wie machen wir es konkret und gesellschaftlich verträglich?
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