ᐅ Gaspreise - Wo ist Gas noch erschwinglich?
Erstellt am: 14.07.22 09:22
i_b_n_a_n14.09.22 16:50
grün gewaschener Wasserstoff ist noch lange nicht grün 😀 (sondern maximal blau)
MayrCh14.09.22 16:54
andimann schrieb:
20 % BeimischungDas ist die Größenordnung, die hauptsächlich von den Netzbetreibern "propagiert" wird, um ihr Produkt am Leben zu erhalten. Vor allem auf der Verteilebene wird aber bei Einstelligen Beimischraten Schluss sein. Ggfs. will/wird man dann mit Methanisierung um die Ecke kommen.andimann14.09.22 16:58
Hi,
Wäre schön, wenn die Werte so wären...
Real eher:
Gas verbrennen für Wärme: 105 % Wirkungsgrad (Ja, über 100 %, liegt an der Brennwerttechnik und der Definition des Heizwertes)
Gaskraftwerk (ohne KWK) 35-40% * Übertragungseffizenz Stromnetz 90-94% * "Wirkungsgrad" Wärmepumpe 3,5-4 etwa 130 %.
Ja, etwas besser als die Therme, aber nicht um den Faktor 2. und im Winter schafft eine LW Wärmepumpe keine 3,5-4, sondern wohl eher nur 2,5-3 was dann eher um die 95 % liegt, also eher etwas schlechter als die Therme.
So einfach ist die Welt leider nicht. Auch wenn ich zustimme, dass unter rein ökologischen Gesichtspunkten eine Kombination aus EE Stromerzeugung und Power to Gas (Strom zu Wasserstoff), diesen speichern und dann in Gaskraftwerken verfeuern und nur mit Wärmepumpen heizen ideal wäre. Aber bezahlen willst du das nicht....
Viele Grüße,
Andreas
RotorMotor schrieb:
Hier in Zahlen:
Gas verbrennen für Wärme: 100% Wirkungsgrad
Gaskraftwerk+Wärmepumpe: 40% * 500% = 200%
Wäre schön, wenn die Werte so wären...
Real eher:
Gas verbrennen für Wärme: 105 % Wirkungsgrad (Ja, über 100 %, liegt an der Brennwerttechnik und der Definition des Heizwertes)
Gaskraftwerk (ohne KWK) 35-40% * Übertragungseffizenz Stromnetz 90-94% * "Wirkungsgrad" Wärmepumpe 3,5-4 etwa 130 %.
Ja, etwas besser als die Therme, aber nicht um den Faktor 2. und im Winter schafft eine LW Wärmepumpe keine 3,5-4, sondern wohl eher nur 2,5-3 was dann eher um die 95 % liegt, also eher etwas schlechter als die Therme.
So einfach ist die Welt leider nicht. Auch wenn ich zustimme, dass unter rein ökologischen Gesichtspunkten eine Kombination aus EE Stromerzeugung und Power to Gas (Strom zu Wasserstoff), diesen speichern und dann in Gaskraftwerken verfeuern und nur mit Wärmepumpen heizen ideal wäre. Aber bezahlen willst du das nicht....
Viele Grüße,
Andreas
RotorMotor14.09.22 17:26
ach, bei Strom haben wir eine "Übertragungseffizienz", bei Gas aber nicht?
Und bei Gas rechnest du mit der höchsten Effizienz, die man für Geräte finden kann, für die Wärmepumpe aber eher mit dem unteren Durchschnitt?
Interessant...
Und bei Gas rechnest du mit der höchsten Effizienz, die man für Geräte finden kann, für die Wärmepumpe aber eher mit dem unteren Durchschnitt?
Interessant...
andimann14.09.22 18:04
Hi,
Gaslecks sind ziemlich selten, da geht nicht viel verloren. Da treiben die mächtig Aufwand, weil es immer schlechte Presse gibt, wenn wieder irgendwo 'ne Bude abfackelt.
Ja klar sind die 105 % ein absurder Wert, kommt aber einfach aus der Definition des Heizwertes und Brennwertes. Eine Gasturbine hat Abgastemperaturen von mehreren Hundert Grad und ist somit weit davon entfernt. Zusammen mit einer Dampfturbine kommst du auf 60 %. Den Weltrekord hält derzeit immer noch die Siemens H-Klasse, die mit nachgeschalteter Dampfturbine 60,75 % Wirkungsgrad erreicht. Dann ist es aber vorbei mit schneller Regelbarkeit, den Dampfkreislauf kannst du nur sehr langsam regeln.
Die Wirkungsgrade der Wärmepumpen sind ein Quell stetiger Diskussionen. Im Netz finde ich meist Werte für die Jahresarbeitszahl von 2,5-3,5 für Luft-Wasser-Wärmepumpe bis 4-4,5 für Sole-Wasser-Wärmepumpe.
Der Wert in meiner groben Rechnung oben ist also auch eher am oberen Level der Annahmen.
Es geht aber auch überhaupt nicht um 5-10 % bessere oder schlechtere Effizienz. Da ist das persönliche Nutzungsverhalten viel wichtiger. Ich finde immer nur diese Aussagen wie "Die Wärmepumpe ist in der Wirkungskette locker doppelt so gut, wie eine Gasheizung" ziemlich unsinnig. Das stimmt nämlich so nicht. Soweit liegen die gar nicht auseinander und man kann sich beide Versionen schönrechnen.
Wobei die Wärmepumpe vermutlich in der Realität ein Quentchen besser ist und das wird vermutlich auch zu Recht die Zukunft sein. Aber nur solange, du ein vergleichsweise sauberes Gaskraftwerk als Stromquelle nimmst. Wenn du die Rechnung mit Strom aus einem Braunkohlekraftwerk aufmachst, wird deine Wärmepumpe eine ziemliche Dreckschleuder...
Viele Grüße,
Andreas
Gaslecks sind ziemlich selten, da geht nicht viel verloren. Da treiben die mächtig Aufwand, weil es immer schlechte Presse gibt, wenn wieder irgendwo 'ne Bude abfackelt.
Ja klar sind die 105 % ein absurder Wert, kommt aber einfach aus der Definition des Heizwertes und Brennwertes. Eine Gasturbine hat Abgastemperaturen von mehreren Hundert Grad und ist somit weit davon entfernt. Zusammen mit einer Dampfturbine kommst du auf 60 %. Den Weltrekord hält derzeit immer noch die Siemens H-Klasse, die mit nachgeschalteter Dampfturbine 60,75 % Wirkungsgrad erreicht. Dann ist es aber vorbei mit schneller Regelbarkeit, den Dampfkreislauf kannst du nur sehr langsam regeln.
Die Wirkungsgrade der Wärmepumpen sind ein Quell stetiger Diskussionen. Im Netz finde ich meist Werte für die Jahresarbeitszahl von 2,5-3,5 für Luft-Wasser-Wärmepumpe bis 4-4,5 für Sole-Wasser-Wärmepumpe.
Der Wert in meiner groben Rechnung oben ist also auch eher am oberen Level der Annahmen.
Es geht aber auch überhaupt nicht um 5-10 % bessere oder schlechtere Effizienz. Da ist das persönliche Nutzungsverhalten viel wichtiger. Ich finde immer nur diese Aussagen wie "Die Wärmepumpe ist in der Wirkungskette locker doppelt so gut, wie eine Gasheizung" ziemlich unsinnig. Das stimmt nämlich so nicht. Soweit liegen die gar nicht auseinander und man kann sich beide Versionen schönrechnen.
Wobei die Wärmepumpe vermutlich in der Realität ein Quentchen besser ist und das wird vermutlich auch zu Recht die Zukunft sein. Aber nur solange, du ein vergleichsweise sauberes Gaskraftwerk als Stromquelle nimmst. Wenn du die Rechnung mit Strom aus einem Braunkohlekraftwerk aufmachst, wird deine Wärmepumpe eine ziemliche Dreckschleuder...
Viele Grüße,
Andreas
MayrCh14.09.22 18:15
andimann schrieb:
GaslecksIch denke, wollte darauf hinaus, dass auch der Gastransport keinen Wirkungsgrad von 100% hat, sondern (nicht unerhebliche) Verluste beim Transport (Rohrrauigkeit), Verdichtung und auch Entspannung (Joule-Thomson-Effekt) entstehen. "Lecks" im Sinne von nicht vollständig geschlossenen Rohrleitungen sind tatsächlich eher selten. Aber die Diffusion der PE(X)Werkstoffe ist tatsächlich nicht gänzlich unerheblich. V.a., weil Methan bekannterweiße unglaublich Klimaschädlich agiert.Ähnliche Themen