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ᐅ Einfamilienhaus barrierefrei - erste Entwürfe

Erstellt am: 14.03.26 12:09
G
gsn24
Hallo zusammen,

wir planen unser Einfamilienhaus und benötigen eure Unterstützung. Wir haben die ersten Entwürfe der Architektin erhalten und sind grundsätzlich ganz zufrieden damit. Was uns gar nicht gefällt ist der riesengroße Flur im Erdgeschoss, der trotz der Größe keinen guten Ort für eine Garderobe und Sitzbank bietet, uns fällt aber auch keine gute Alternative ein. Aufgrund der Beschränkungen (Nachbarschaftsbebauung) dürfen wir nicht größer als 12x12m bauen und müssen einen Aufzug einbauen damit auch die obere Etage für mich als (Teilzeit-)Rollstuhlfahrerin zugänglich ist. Wir möchten einen Platform Lift (wahrscheinlich von der Firma aritco) einbauen, dieser müsste auch nicht direkt bei der Treppe sein, sondern könnte an jeder anderen Stelle verbaut werden. 

Bebauungsplan/Einschränkungen
Größe des Grundstücks: ca. 900qm
Hang: das Grundstück steigt nach hinten hin (zum Wald) leicht an
Grundflächenzahl: 1
Geschossflächenzahl: 2
Anzahl Stellplatz: 2
Geschossigkeit: max 2 Vollgeschosse
Dachform: Walmdach
Stilrichtung: modern
Ausrichtung: Terrasse Richtung Süden (Wald)
weitere Vorgaben: Nachbarschaftsbebauung: max 12x12m überbaute Fläche plus Dachüberstand

Anforderungen der Bauherren
Stilrichtung, Dachform, Gebäudetyp: "Stadtvilla" mit zwei Vollgeschossen, Walmdach
Keller, Geschosse: kein Keller
Anzahl der Personen, Alter: zwei Erwachsene Personen, davon eine Rollstuhlfahrerin, aktuell ein Kind (2 Jahre), weiteres Kind in Planung
Raumbedarf im EG: Gästezimmer (nicht verhandelbar da regelmäßiger und viel Besuch über Nacht), Gästebad mit Dusche, Hauswirtschaftsraum, Wohnessbereich mit offener Küche
Raumbedarf im OG: Schlafzimmer mit Ankleide, zwei Kinderzimmer, Arbeitszimmer, Bad mit Wanne und Dusche 
Büro: dauerhaft Homeoffice
Schlafgäste pro Jahr: viele
offene Küche, Kochinsel
Anzahl Essplätze: aktuell 3, später 4
Kamin: ja
Musik/Stereowand: ja
Balkon, Dachterrasse: Terrasse im EG
Garage, Carport: wahrscheinlich eher Carport, aktuell noch nicht in der Planung enthalten

weitere Wünsche/Besonderheiten/Tagesablauf: besonders wichtig ist, dass das gesamte Haus mit Rollstuhl gut nutzbar ist

Hausentwurf
Von wem stammt die Planung:
-Planung stammt vom Architekten des Bauunternehmens
insgesamt gefällt uns die Planung, allerdings finden wir den Flur im EG viel zu groß und unpraktisch. Was wir bereits umgeplant haben ist die Abstellkammer im OG, hier haben wir die Fläche auf Bad und Arbeitszimmer verteilt. Wir könnten uns auch vorstellen im EG den Hauswirtschaftsraum mit dem Gästebad zu tauschen, wichtig wäre, dass hier in der Nähe der Haustür Platz für eine Garderobe mit Sitzbank entsteht. Wir hatten überlegt, unter die Treppe eine Abstellkammer für Rollstuhl und Kinderwagen zu planen, allerdings müsste man aktuell durch den ganzen Flur laufen um dorthin zu gelangen und würde dabei alles dreckig machen. 
Wir können weder auf das Gästezimmer noch auf das Büro verzichten, es funktioniert für uns nicht, beides in ein Zimmer zu legen da wir sehr oft Gäste auch unter der Woche haben und das Homeoffice dauerhaft genutzt wird. 

Ich freue mich über eure Ideen.





Y
ypg
14.03.26 18:25
11ant schrieb:
Ich lese aus dem Katasterausschnitt kein derartiges faktisches Baufenster vorgegeben und kann es mir auch nicht recht sauber kodifiziert vorstellen, unter §34 ausgerechnet ein 12x12 m Quadrat vorzugeben - schon eher nach der faktischen Grundflächenzahl, daß sich Mitte der 140er qm Grundfläche ergeben. Ein Quadratgrundriß wäre allerdings in der Tat erst ab etwa 12 m Kantenlänge (exkl. Zuschlag für Mobilitätseinschränkungen) erträglich. Ich würde also klar ein quadratferneres Seitenverhältnis bevorzugen und empfehlen (mindestens 5:4).

Sehe ich ähnlich. Faktisch die 12 x 12 resultiert aus dem Wunsch, eine Stadtvilla zu bauen. Allerdings sind Stadtvillen ja nicht immer quadratisch in der Grundfläche und länglich bietet das Grundstück sich doch eher an. Zudem bekommt man auch mit einer rechteckigen Grundfläche einen besseren Grundriss und auch eine bessere Nutzung seitlich des Hauses. Und es kann bzw wird dann von der Front her immer noch wie eine Stadtvilla aussehen.
K
kbt09
14.03.26 20:21
Ich empfehle die Seite nullbarriere.de und dort den Abschnitt "Wissenswert".
M
motorradsilke
14.03.26 20:38
Bei einem Grundstück dieser Größe, und falls die 12 x 12 m nicht bindend sind, würde ich bei einer Rollstuhlnutzung immer über einen Bungalow nachdenken. 
S
Siedler34
14.03.26 21:03
ich kann mich @kbt09 nur anschließen, die Seite ist ganz gut.

mir scheint es so, als sei hier nichtmal neben dem WC genug Platz zum Umsetzen. Oder täusche ich mich? Ich würde einen Planer einbinden, der sich mit rollstuhlgerechtem Wohnen auskennt.
G
gsn24
14.03.26 22:13
Danke für euren Input, ich versuche auf alle Anmerkungen einzugehen.

Die 12x12m -> wir haben bereits mehrfach mit dem Bauamt telefoniert, diese sind leider nicht diskutabel und das Maximum, das wir bauen dürfen. Hierbei geht es nicht um die 140qm sondern tatsächlich um die Seitenmaße, wurde uns so mehrfach von der Dame erläutert.. Hier wird die Nachbarschaftsbebauung so ausgelegt, die Häuser links und rechts sind ebenfalls max. 12x12m groß. Kleiner würde natürlich gehen, aber dann kommen wir mit unseren Ansprüchen an die Räume und die Barrierefreiheit nicht hin. Aktuell ist der Grundriss ca. 12 (inklusive Erker)x11m

kbt09 schrieb:
Wenn ich es richtig sehe, sind die Bewegungskreise aktuell mit 100 cm Durchmesser eingezeichnet. Ist das ideal, wenn es auch auf eine Innennutzung Rollstuhl hinauslaufen kann? Sollte dann nicht wenig der eigene Schlaf/Badbereich auf Bewegungskreise bis 150 cm gehen?

Die eingezeichneten Kreise haben einen Durchmesser von 120cm, das ist das, was laut Architektin ausreicht, wenn man niemanden hat, der den Rollstuhl schiebt, sondern sich selbst dreht. Nach unseren Recherchen sind tatsächlich aber 150cm besser, das haben wir auch schon angemerkt.

kbt09 schrieb:
Wer nutzt denn das Homeoffice? Die Rollstuhlfahrerin?

Das Homeoffice wird von meinem Mann genutzt, dieser Raum ist tatsächlich für mich nicht wirklich relevant und muss nicht zwangsläufig zugänglich sein.

11ant schrieb:
Welchen Zweck verfolgt die Ausbuchtung des Wohnzimmers ?

Der Erker im Wohnzimmer hat keinen besonderen Zweck, der ist unserem Wunsch geschuldet, eben keinen quadratischen Klotz zu bauen sondern hier ein bisschen Individualität reinzubringen (ich hatte mir gewünscht, den Erker von außen mit Holz zu verkleiden)
11ant schrieb:
Wie weit ist denn geklärt, ob ein Aufzug überhaupt geeigneter ist als ein Steigungslift ?

Meinst du mit Steigungslift einen Treppenlift? Der kommt für mich nicht in Frage, sieht mMn hässlich aus und ist super langsam, ist doch eher was für alte Leute 😀

ypg schrieb:
Sehe ich ähnlich. Faktisch die 12 x 12 resultiert aus dem Wunsch, eine Stadtvilla zu bauen. Allerdings sind Stadtvillen ja nicht immer quadratisch in der Grundfläche und länglich bietet das Grundstück sich doch eher an.

Tatsächlich ist es eher andersrum, wir wollen nicht unbedingt eine Stadtvilla bauen, aber bei den Beschränkungen hat diese Hausform für uns einfach am meisten Sinn gemacht. 
Wenn es von den Beschränkungen her anders ginge, dann würde ich auch einen Bungalow bauen..

Danke an alle, die die Seite Nullbarriere empfohlen haben, da war ich zwar schon mal drauf aber habe mich dann gar nicht weiter eingelesen, werde ich jetzt mal machen. Tatsächlich wird es wohl am sinnvollsten sein, sich den Grundriss nochmal von einem Architekten mit Plan in Sachen Barrierefreiheit planen zu lassen.
K
kbt09
14.03.26 23:13
Dein Ausschnitt aus dem Lageplan ist ja mehr als winzig.
Gibt es einen Bebauungsplan dazu?

Bei einem 900qm Grundstück (welche Breite hat es? Vielleicht mal einen Google Maps Ausschnitt, wo man die aktuelle Bebauung rundum erkennen kann) erscheint mir max. 144 qm Hausgrundfläche tatsächlich relativ wenig.

Wer hat denn die Auskünfte in welcher Form vom Bauamt eingeholt?
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