Eindringende Feuchtigkeit in Altau Südwand - Muffiger Geruch

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Altbau37

Hallo Zusammen,
ich bin neu hier im Forum und habe nicht ganz sicher die richtige Kategorie bzw. das richtige Unterforum gefunden - wenn ich meinen Beitrag falsch platziert habe, gebt mir gerne Bescheid - ggf. lässt er sich verschieben. Ich bewohne einen Altbau, welcher initial aus 1973 stammt. In meinem Anbau aus den 70ern vernehme ich im Bereich einer Außenwand - aufsteigend zwischen Estrich und Außenwand - im Innenbereich zunehmend einen "muffigen Geruch". Schimmel oder feuchte Stellen sind nicht sichtbar.

Es handelt sich um die Südseite. Ich habe mal Fotos von der Außenwand sowie die alte Zeichnung vom Aufbau des Unterbaus angehängt. Auffällig ist aus meiner Sicht:

-Der untere Bereich der Verblendung ist trocken (siehe untere Steinreihen)

-Erst oberhalb der eingebrachten Abdichtung - auf dem weiteren Foto zwischen den Steinen zu sehen - beginnt die Feuchtigkeit. Die Wand sieht nicht immer so aus und trocknet bei Trockenheit auch oberflächlich - gerade nach Regen wie aktuell sieht man aber dieses ungleichmäßige Abtrocknen. Für mich würde das dafür sprechen, dass es sich hier nicht um aufsteigende Feuchtigkeit handelt?

-Die Oberkante Fußboden und somit die Problemstelle am Estrich liegt noch höher - Oberkante Fertigfußboden ist ungefähr auf der Höhe der 7. voll sichtbare Klinkerreihe.

Vor knapp 1,5 Jahren haben wir den betreffenden Raum renoviert - vorher hatten wir keinerlei Probleme. Was sich maßgeblich geändert hat ist der Bodenaufbau.

Vorher: Auf Estrich lose aufliegender alter PVC Boden, darauf Laminat

Neu: Ausgleichsmaße auf Estrich, um Unebenheiten zu beseitigen - wenige MM Höhe. Darauf PE-Dampfbremse (nicht dicht ans Mauerwerk angeschlossen seitlich), darauf Trittschalldämmung, darauf schwimmend verlegt Klickvinyl.

An anderen Außenwänden liegt dieses Problem nicht vor, es betritt nur die Südwand. Zu- oder Abwasserrohre gibt es in dem Gebäudeteil keine. Heizungsleitung wurden im / unter dem Estrich im Rahmen der Renovierung nachträglich verlegt, allerdings in einem anderen Bereich des Raumes und in dem groben Bereich der Problemstellen ohne Verbindungsstellen.


Ich vermute, dass die Feuchtigkeit eher von außen kommt - weiß aber nicht wirklich wo ich anfangen soll zu suchen. Ist das ungleichmäßige Abtrocknen der Außenwand problematisch, oder ggf. sogar normal? Fragen über Fragen - ggf. hat ja jemand den entscheidenden ersten Hinweis.

Gruß
Luca

Ergänzungen: Die Bauzeichnung blickt analog den Fotos von Süden auf die Außenwand. Das Dach ist wie initial gezeichnet als Pultdach gebaut, nicht wie in der mit Kugelschreiber eingezeichneten Variante. Nach rechts schließt die Doppelhaushälfte des Nachbarn an.

Technischer Bau-Schnitt durch Haus mit Fundament, Wänden und Dachkonstruktion

Rote Ziegelwand einer Außenfassade mit Kiesboden und niedrigem Bewuchs.

Nahaufnahme roter Ziegelwand mit grauer Moertelnaht und Moos am unteren Rand
 
N

Nauer

Hi Luca,

muffiger Geruch ohne sichtbare Feuchte ist fast immer ein Hinweis darauf, dass irgendwas jetzt langsamer trocknet als früher, und da kommt dein neuer Bodenaufbau ziemlich ungelegen ins Spiel. Die PE-Folie nicht an die Wand geführt klingt banal, ist aber oft genau der Punkt, an dem sich Feuchte staut, die vorher über Estrich und PVC noch halbwegs diffundieren konnte. Dass die Südwand betroffen ist, passt ins Bild, Schlagregen plus Erwärmung treibt Feuchte gerne seitlich nach innen, besonders bei 70er-Jahre Anschlüssen. Das ungleichmäßige Abtrocknen außen ist erstmal nicht dramatisch, zeigt aber, dass Wasser ins System kommt und nicht sauber nach unten weg kann, also eher kein klassisches Aufsteigen. Interessant ist auch, dass die Abdichtung tiefer sitzt als die Problemstelle innen, da entstehen gern Feuchtepolster, die man erst riecht und dann irgendwann misst.
 
Zuletzt aktualisiert 11.01.2026
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