ᐅ Beurteilung Bodengutachten - Erhöhte Baukosten?
Erstellt am: 09.10.2020 14:36
knoten0815 09.10.2020 14:36
Hallo liebe Forumsgemeinde,
ich habe in meiner Gegend eine Baulücke gefunden, die Gemeinde hat mir dazu das unten zu lesende Bodengutachten zukommen lassen. Da ich leider so gut wie keine Erfahrung mit geeigneten Baugründen habe, dachte ich dass sich hier vielleicht jemand findet der mich bei der Beurteilung unterstützen kann oder vielleicht sogar auf ähnlichen Grund gebaut hat.
Im Bodengutachten wird ja schon auf erhöhte Baukosten hingewiesen, aber wie hoch können diese bei den Begebenheiten sein? Hat vielleicht jemand Erfahrungswerte?
Wir denken an ein eher kleines Einfamilienhaus (FH oder massiv wissen wir noch nicht) mit vielleicht höchstens 70qm Grundfläche ohne Keller, einer kleinen Terrasse und 2 Stellplätzen.
Aber was mich stutzig macht ist dass es 3 große Grundstücke sind und diese seit einem 3/4 Jahr auf dem Markt sind. Dazu sieht es in Google Maps so aus als wäre alles dicht mit Bäumen bewachsen. Ich vermute dass diese Grundstücke wohl kein guter Fang wären, seid ihr auch dieser Meinung?
Auszug Bodengutachten:
Geologische Schichtbezeichnung
Ton, schluffig, kiesig
Knollenmergel
Eine Wohnungsbebauung des Geländes ist mit erheblichen Kosten verbunden, da beim Aushub der Baugruben mit Standsicherheitsproblemen der Böschung gerechnet werden muss. Die unruhige Morphologie deutet auf Rutschungen im Hang hin.
Sollte dennoch eine Bebauung vorgesehen werden, sind die Interessent auf Böschungssicherungsmaßnahmen hinzuweisen, wie z.B. Verbau mit Trägerbohlwänden oder Spundwänden. Es wird empfoholen Kellergeschosse möglichst Biegesteif auszubilden umd möglichen Rissen vorzubeugen.
Als Gründungselement wird die Ausführung von Plattengründungen empfohlen da diese Bewegungen im Untergrund am besten überbrückt.
Bei Gründung auf Steifenfundamenten kann als Richtwert für die zul. Bodenpressung bei steifer Konsistenz des Bodens, mit einem Wert von zul. 180 kN/m2 gerechnet werden. Für diesen Richtwert ist eine frostfreie Gründung von ca. 1m Tiefe vorausgesetzt. Durch eine Drainierung des gesamten Hanges mit Tiefendrains in Fallrichtung kann die Rutschfreudigkeit des Knollenmergels verringert werden. Rutschungen können dennoch nicht ausgeschlossen werden. Durch angelegte Wasserwege können z.B. tiefere Schichen in Bewegung kommen und größere Böschungsbrüche verursachen.
Viele Grüße
Knoten
ich habe in meiner Gegend eine Baulücke gefunden, die Gemeinde hat mir dazu das unten zu lesende Bodengutachten zukommen lassen. Da ich leider so gut wie keine Erfahrung mit geeigneten Baugründen habe, dachte ich dass sich hier vielleicht jemand findet der mich bei der Beurteilung unterstützen kann oder vielleicht sogar auf ähnlichen Grund gebaut hat.
Im Bodengutachten wird ja schon auf erhöhte Baukosten hingewiesen, aber wie hoch können diese bei den Begebenheiten sein? Hat vielleicht jemand Erfahrungswerte?
Wir denken an ein eher kleines Einfamilienhaus (FH oder massiv wissen wir noch nicht) mit vielleicht höchstens 70qm Grundfläche ohne Keller, einer kleinen Terrasse und 2 Stellplätzen.
Aber was mich stutzig macht ist dass es 3 große Grundstücke sind und diese seit einem 3/4 Jahr auf dem Markt sind. Dazu sieht es in Google Maps so aus als wäre alles dicht mit Bäumen bewachsen. Ich vermute dass diese Grundstücke wohl kein guter Fang wären, seid ihr auch dieser Meinung?
Auszug Bodengutachten:
Geologische Schichtbezeichnung
Ton, schluffig, kiesig
Knollenmergel
Eine Wohnungsbebauung des Geländes ist mit erheblichen Kosten verbunden, da beim Aushub der Baugruben mit Standsicherheitsproblemen der Böschung gerechnet werden muss. Die unruhige Morphologie deutet auf Rutschungen im Hang hin.
Sollte dennoch eine Bebauung vorgesehen werden, sind die Interessent auf Böschungssicherungsmaßnahmen hinzuweisen, wie z.B. Verbau mit Trägerbohlwänden oder Spundwänden. Es wird empfoholen Kellergeschosse möglichst Biegesteif auszubilden umd möglichen Rissen vorzubeugen.
Als Gründungselement wird die Ausführung von Plattengründungen empfohlen da diese Bewegungen im Untergrund am besten überbrückt.
Bei Gründung auf Steifenfundamenten kann als Richtwert für die zul. Bodenpressung bei steifer Konsistenz des Bodens, mit einem Wert von zul. 180 kN/m2 gerechnet werden. Für diesen Richtwert ist eine frostfreie Gründung von ca. 1m Tiefe vorausgesetzt. Durch eine Drainierung des gesamten Hanges mit Tiefendrains in Fallrichtung kann die Rutschfreudigkeit des Knollenmergels verringert werden. Rutschungen können dennoch nicht ausgeschlossen werden. Durch angelegte Wasserwege können z.B. tiefere Schichen in Bewegung kommen und größere Böschungsbrüche verursachen.
Viele Grüße
Knoten
T_im_Norden 09.10.2020 16:07
Wenn du nicht viel Geld hast und unbedingt da bauen willst, würde ich persönlich die Finger davon lassen.
Abrutschende Hänge sind nicht so gut zum Hausbau.
Abrutschende Hänge sind nicht so gut zum Hausbau.
pagoni2020 09.10.2020 16:20
knoten0815 schrieb:
Aber was mich stutzig macht ist dass es 3 große Grundstücke sind und diese seit einem 3/4 Jahr auf dem Markt sind.Du hast den Grund offfenbar bereits gefunden !!! knoten0815 09.10.2020 16:42
T_im_Norden schrieb:
Wenn du nicht viel Geld hast und unbedingt da bauen willst, würde ich persönlich die Finger davon lassen.
Abrutschende Hänge sind nicht so gut zum Hausbau.Danke für deine Antwort
Wieviel ist "viel"?
Mittlerer bis hoher 5-stelliger Betrag? Oder sogar komplett unvorhersehbar?
Steven 09.10.2020 17:23
knoten0815 schrieb:
Wieviel ist "viel"? Hallo knoten0815
da Bodengutachten weist dich darauf hin, dass dein Haus evtl. einige Meter den hang hinunter rutschen könnte.
Steven
knoten0815 09.10.2020 17:34
danke für die harten Worte, ich werde der Dame absagen
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