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ᐅ Ablauf bei Grundstückserwerb direkt von der Gemeinde


Erstellt am: 21.08.24 22:35

H
Hausbau-Sandy
21.08.24 22:35
Hallo zusammen. Bin neu hier und hoffe, ich blamiere mich nicht direkt.

Wir haben derzeit die Möglichkeit, ein Grundstück in einem frisch erschlossenen Neubaugebiet direkt von der Gemeinde zu erwerben. Aktueller Stand ist, dass wir ein Grundstück reserviert haben, was uns gefällt. Die Reservierung läuft lt. Gemeinde "ca. 6 Wochen".

Meine Fragen beziehen sich auf das "was jetzt?", da wir von der Gemeinde noch keine weiteren Infos bekommen haben.
Was sind voraussichtlich die nächsten Schritte? Was müssen wir bis wann erledigen, um das Grundstück tatsächlich zu kaufen? Ich denke da an sowas wie:

  • Ist es ratsam, vor Kauf schon ein Bodengutachten machen zu lassen oder genügt das später noch? Meine Sorge ist vor allem eine zeitliche wegen der 6 Wochen. (Was wir bereits wissen: Auf den Nachbargrundstücken links und rechts stehen frisch gebaute bzw. noch im Bau befindliche Häuser, mindestens eines davon aber ohne Keller, wohingegen wir mit Keller bauen wollen. Laut Bebauungsplan ist "nicht mit bergbaulichen Einwirkungen zu rechnen". Das Grundstück hat keine Hanglage (30cm Höhendifferenz auf 25m). Es sieht für uns Laien in jeder Hinsicht unauffällig aus - rechteckig, flach.)
  • Muss der Notartermin vor Ablauf der 6 Wochen Reservierungsfrist stattfinden oder können wir die Kaufabsicht anders festhalten, wenn es zeitlich eng wird? (Wir sind dummerweise in der Zeit auch noch im Urlaub.)
  • Muss das eigentlich ein bestimmter Notar sein oder kann das irgendeiner aus der Gegend sein?
  • Ist es korrekt, dass wir keine Finanzierungszusage oder sowas von einer Bank brauchen, wenn wir das Grundstück aus Eigenkapital bezahlen können?

Lieben Dank für eure Hilfe - freue mich auf etwas Hilfe in diesem Abenteuer. Wenn ihr zu den Fragen weitere Angaben braucht, bitte einfach Bescheid geben.
Falls das alles nur die Gemeinde beantworten kann, bitte auch einfach sagen.
Y
ypg
22.08.24 00:10
Hallo und von oben nach unten:
Hausbau-Sandy schrieb:

Die Reservierung läuft lt. Gemeinde "ca. 6 Wochen".
Die kann man dann auch bei intensiverem Interesse mehrmals verlängern.
Hausbau-Sandy schrieb:

was jetzt?
GU suchen oder Architekten. Euch mit dem Bebauungsplan auseinandersetzen und festhalten, was Ihr Baufenster wollt. Intensives Informieren!
Hausbau-Sandy schrieb:

Ist es ratsam, vor Kauf schon ein Bodengutachten machen zu lassen oder genügt das später noch?
Nach Deinen Angaben reicht auch später. Aber da Ihr die Reservierung verlängern könnt und Euch festgelegt habt, könnt ihr es dann in Auftrag geben, wenn ihr ungefähr wisst, wo ihr was bauen wollt.
Hausbau-Sandy schrieb:

Muss der Notartermin vor Ablauf der 6 Wochen Reservierungsfrist stattfinden
Nein. Nach Absprache mit der Gemeinde/Verkäufer
Hausbau-Sandy schrieb:

Muss das eigentlich ein bestimmter Notar sein
Den, den Ihr Euch wünscht.
Hausbau-Sandy schrieb:

Ist es korrekt, dass wir keine Finanzierungszusage oder sowas von einer Bank brauchen, wenn wir das Grundstück aus Eigenkapital bezahlen können?
Weiß ich nicht.
N
nordanney
22.08.24 07:47
ypg schrieb:

Den, den Ihr Euch wünscht.
Wobei die eigentliche freie Wahl des Notars bei gemeindlichen Baugebieten meistens auf genau einen Notar und genau einen möglichen Vertrag durch die Gemeinde eingedampft wird. Ein Mustervertrag beim Wahl des Notars der Gemeinde, der dann auch 20-300 Verträge beurkundet, damit nicht jeder einzelne Vertrag neu verhandelt werden muss.
Hausbau-Sandy schrieb:

Ist es korrekt, dass wir keine Finanzierungszusage oder sowas von einer Bank brauchen, wenn wir das Grundstück aus Eigenkapital bezahlen können?
Frag die Gemeinde, was sie von Euch sehen möchte. Ohne Finanzierung wird eine Finanzierungsbestätigung zumindest unmöglich...
H
Hausbau-Sandy
22.08.24 08:32
Vielen Dank euch für die Antworten! Ich wollte die Tage eh mal bei der Gemeinde anrufen, aber das gibt mir jetzt schon mal ein besseres Gefühl, was auf uns zukommen könnte.
1
11ant
22.08.24 12:00
Hausbau-Sandy schrieb:

Auf den Nachbargrundstücken links und rechts stehen frisch gebaute bzw. noch im Bau befindliche Häuser, mindestens eines davon aber ohne Keller, wohingegen wir mit Keller bauen wollen. Laut Bebauungsplan ist "nicht mit bergbaulichen Einwirkungen zu rechnen". Das Grundstück hat keine Hanglage (30cm Höhendifferenz auf 25m). Es sieht für uns Laien in jeder Hinsicht unauffällig aus - rechteckig, flach.)
Bittet die Nachbarn um Einsicht in deren Baugrundgutachten, sechs Wochen wären sehr sportlich für die Erlaubnis von Bohrungen, den Entnahmetermin und den Erhalt der Auswertungen. Der Hinweis auf die nicht zu erwartenden bergbaulichen Einwirkungen meint, daß unter dem Baugebiet keine Flöze / Stollen / Altmänner sind, durch die das Grundstück einfallen könnte.
Hausbau-Sandy schrieb:

Ist es korrekt, dass wir keine Finanzierungszusage oder sowas von einer Bank brauchen, wenn wir das Grundstück aus Eigenkapital bezahlen können?
Ein Eigenkapitalnachweis ist doch die schönste Finanzierungszusage, und keine fehlende.
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