Hallo zusammen, ich habe ein großes Anliegen bezüglich der Pflege bzw. Reparatur von Malm Kommoden, vor allem wenn diese Beschädigungen durch unsachgemäße Nutzung oder kleine Unfälle erleiden. Mich interessiert speziell, wie man an den häufigsten Schadensbildern – wie Schrammen in der Oberfläche, loses Furnier oder kleine Ausbrüche an den Kanten – sachgerecht und nachhaltig reparieren kann, ohne dass später unschöne Flecken oder Farbabweichungen entstehen. Welche Produkte, Werkzeuge und Techniken könnt ihr empfehlen, um solche Reparaturen möglichst professionell durchzuführen? Ich habe schon versucht, Kratzer mit Wachsstiften auszubessern, aber das Ergebnis war nur mäßig. Auch hätte ich gern Tipps zur Vorbereitung der Oberfläche und zur Nachbehandlung, damit die Kommode möglichst lange schön bleibt. Bin für jede Hilfe sehr dankbar!
Das ist eine sehr präzise Fragestellung, danke dafür! Grundsätzlich lässt sich bei Malm Kommoden vieles eigenständig reparieren, wenn man den Aufbau versteht: Die Oberfläche besteht zumeist aus einem dünnen Furnier auf Spanplatte. Bei Schrammen hilft oft ein feiner Schleifschwamm oder Schmirgelpapier (320er bis 400er Körnung), mit dem man vorsichtig die Rauheiten ausgleicht, ohne das Furnier zu durchdringen. Danach sollte man die Fläche gründlich reinigen und einen passenden Holzreparaturstift (Farbton passend zum Korpus) auftragen – meist gibt es von Ikea selbst Empfehlungen oder Farbtöne, die gut passen. Bei losem oder angehobenen Furnier ist wichtig, das Unterstück zuerst leicht anzurauen, um Kleber besser haften zu lassen. Klarer Holzleim (Ponal oder ähnliches) in dünner Schicht darunter verteilen und mit einer Folie festkleben, bis alles getrocknet ist.
Bei Ausbrüchen an Kanten kann man mit farblich passenden Holzspachtelmassen arbeiten, diese nach dem Trocknen leicht schleifen und dann farblich übermalen. Ein Trick, den ich oft nutze: Ein hauchdünner Lack- oder Klarlacküberzug sorgt für einen natürlichen Glanz und schützt die Reparaturstellen gegen neuerlichen Schaden.
Hast du denn schon mal eine der Methoden ausprobiert oder bestimmte Materialien in Betracht gezogen?
Bei Ausbrüchen an Kanten kann man mit farblich passenden Holzspachtelmassen arbeiten, diese nach dem Trocknen leicht schleifen und dann farblich übermalen. Ein Trick, den ich oft nutze: Ein hauchdünner Lack- oder Klarlacküberzug sorgt für einen natürlichen Glanz und schützt die Reparaturstellen gegen neuerlichen Schaden.
Hast du denn schon mal eine der Methoden ausprobiert oder bestimmte Materialien in Betracht gezogen?
benonon schrieb:
Bei Schrammen hilft oft ein feiner Schleifschwamm oder Schmirgelpapier (320er bis 400er Körnung)Danke für die ausführliche Antwort! Ich war mir unsicher, ob man bei einem dünnen Furnier überhaupt schleifen kann – da hatte ich etwas Sorge, dass es komplett weg abgeschliffen wird. Meinst du, die Körnung ist wirklich fein genug, um bloß die Oberfläche minimal anzugleichen? Ich würde die Kommode ungern verschlimmbessern.
Die Idee mit dem Klarlack als Nachbehandlung klingt auch gut, benutzt du da spontan eine bestimmte Art, oder reicht ein normaler Acryllack für Holz?
Nur mal zur kritischen Ergänzung: Ich finde, man sollte das Schleifen bei Furnier nicht zu leichtfertig empfehlen. Da sind die Risiken wirklich größer als der Nutzen, wenn man nicht sehr geübt ist. Gerade bei Malm-Kommoden, die oft nur sehr dünnes Furnier haben, kann man leicht das Trägerholz freilegen oder die Optik zerstören.
Welche Alternativen zum Schleifen gibt es denn? Kann man nicht, statt mechanisch abzutragen, eher mit gezieltem Einsatz von Reparaturwachs oder Farbstiften arbeiten? Das ist doch sicher ungefährlicher und verhindert danach auch, dass man Unterschiede im Glanzgrad oder der Maserung sieht.
Welche Alternativen zum Schleifen gibt es denn? Kann man nicht, statt mechanisch abzutragen, eher mit gezieltem Einsatz von Reparaturwachs oder Farbstiften arbeiten? Das ist doch sicher ungefährlicher und verhindert danach auch, dass man Unterschiede im Glanzgrad oder der Maserung sieht.
difepeo schrieb:
man sollte das Schleifen bei Furnier nicht zu leichtfertig empfehlenNatürlich, da stimme ich dir vollkommen zu. Ich empfehle Schleifen wirklich nur bei ganz leichten oberflächlichen Mikroschäden – eben minimal mit superfeinem Papier. Wenn die Schäden tiefer sind oder man unsicher ist, wäre tatsächlich der Farbstift oder ein spezielles Wachs die bessere Lösung.
Mit Schleifpapier kann man aber problemlos die Oberfläche etwas matte machen, bevor man das Wachs oder den Lack aufträgt, damit der neue Belag besser haftet. Wichtig ist eben viel Ruhe und den Test an uneinsehbaren Stellen.
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