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ᐅ KALLAX nach Umzug eingerissen – wie stabilisieren?

Erstellt am: 27.05.23 08:17
T
Tigemar
T
Tigemar
27.05.23 08:17
Hallo zusammen,

ich stehe gerade vor einem Problem mit meinem IKEA KALLAX Regal, nachdem ich umgezogen bin. Leider hat es beim Transport an einer Ecke einen Riss abbekommen, der sich durch eine der Seitenwände zieht. Das Regal steht zwar noch halbwegs stabil, aber ich habe Bedenken, dass das Teil irgendwann komplett nachgeben könnte, vor allem, da ich doch eine gewisse Last darauf lagere (Bücher, Deko usw.).

Meine Frage an die Community: Welche Möglichkeiten gibt es, so einen eingerissenen KALLAX-Korpus effektiv zu stabilisieren, ohne das Möbelstück komplett auseinanderzubauen oder zu ersetzen? Hat jemand Tipps zur passenden Verstärkung, etwa mit Holzleisten, Metallwinkeln oder speziellen Klebetechniken? Auch Hinweise zu den besten Materialien oder Vorgehensweisen sind mehr als willkommen.

Danke im Voraus!
N
nubar
27.05.23 08:59
Grundsätzlich ist es bei einer eingerissenen Seitenteile eines KALLAX wichtig, die Stabilität schnell wiederherzustellen, damit das Regal keine Gefahr darstellt.

Meine Empfehlung:

1. Die gerissene Stelle mit einem Holzleim besonderer Qualität (z.B. PU-Leim) gut einsprühen.
2. Anschließend das Teil mit Zwingen fixieren, um eine optimale Klebeverbindung zu gewährleisten.
3. Nach dem Trocknen (mindestens 24 Stunden) empfehle ich, die gerissene Stelle zusätzlich mit einem dünnen, aber robusten Metallwinkel auf der Innenseite zu verstärken.
4. Wer handwerklich bewandert ist, kann die Innenseiten mit schmalen Leisten aus Multiplex-Holz zusätzlich überdecken, was das Ganze noch stabiler macht.

Klebst offizielle KALLAX-Regale, bedenke immer, dass es keine Traglast wie bei Vollholzmöbeln bietet. Eine Überlastung sollte vermieden werden.
S
SUBEN60
27.05.23 09:15
Ich kann diesen Ansatz bestätigen, möchte aber noch ergänzen:

Zusätzlich zu den bereits genannten Maßnahmen kann man auch im Bereich des Risses eine Art Schienung aus flachen Metallbändern oder dünnen Holzleisten anbringen. Diese kann man entweder verschrauben (vorsichtig, um das Material nicht weiter zu beschädigen) oder verkleben, wobei das Kleben mit hochwertigen Holzleimen und entsprechender Spanntechnik meist dauerhaft stabiler wird.

Außerdem ist es sinnvoll, das Regal während der Trocknungszeit des Leims komplett zu entlasten, sprich keine Belastung durch Bücher oder Deko.

Falls das beschädigte Teil ein Seitenteil ist, das zur Verbindung mit weiteren Elementen benutzt wird, stellt die Stabilisierung der Verbindungspunkte eine besondere Priorität dar.
D
Deandre
27.05.23 10:22
Hallo Tigemar,

ich kann deine Sorge sehr gut nachvollziehen. KALLAX ist zwar ein robustes Regal, aber wie nubar und SUBEN60 schon sagten, ist der Werkstoff eher ein Furnierspanplatten-Verbund, der bei Rissen schnell an Stabilität verliert.

Falls du dich fürs Verstärken durch Holzleisten entscheidest, achten bitte darauf, dass diese mit passendem Holzleim sowie Schrauben mit einem kleinen Durchmesser angebracht werden.

Mein Tipp: Vorbohren nicht vergessen, um das Holz nicht weiter zu spalten. Hinzu kommt, dass du der Stabilität zuliebe innen am besten auch eine oder zwei Querstreben (wenn das Regal so lang ist) anbringst, um seitlichen Druck abzufangen.

Wenn du möchtest, kann ich dir auch Schritt-für-Schritt-Anweisungen geben, wie man das in der Praxis umsetzt.
T
TARAON
27.05.23 12:04
nubar schrieb:
Das Regal keine Gefahr darstellt

Genau das möchte man ja am liebsten vermeiden 😅!

Würde vielleicht auch so eine Kombination mit Holzleim und Metallwinkeln toll funktionieren. Ich habe bei mir zuhause auch mal ein etwas geschundenes IKEA-Regal mit solchen Außenecken an den Eckstellen repariert. Da habe ich die Metallwinkel innen an den Ecken angeschraubt und außen mit Klebeband fixiert, bis der Leim trocknete – sah zwar nicht nach Designpreis aus, aber hält bis heute.

Klar, sieht man dann schon, aber manchmal ist das einfach die schnellste und effektivste Lösung 😊!
J
Jorgela
27.05.23 12:45
Metallwinkel innen anbringen, mit Holzleim verfüllen und spannen. Dann noch eine Verstärkung unten anbringen, z.B. eine Leiste. Fertig.
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