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ᐅ Ikea Metod Küchenmöbel kinderfreundlich umbauen und absichern

Erstellt am: 09.07.15 14:37
C
chenfreder
C
chenfreder
09.07.15 14:37
Hallo zusammen,

ich plane gerade, unsere Ikea Metod Küchenmöbel etwas kinderfreundlicher umzubauen und abzusichern, da unsere kleinen Racker immer neugierig sind und gerne Schränke und Schubladen öffnen. Konkret geht es mir darum, die vorhandenen Fronten und Schubladen so zu modifizieren, dass sie sicherer für Kleinkinder sind, etwa durch das Anbringen von Kindersicherungen oder andere praktische Umbauten.

Ich möchte dabei keine komplette Neukonstruktion, sondern eher pragmatische und reversible Lösungen, die sich möglichst gut in das bestehende System integrieren lassen. Besonders interessiert mich, welche Möglichkeiten es gibt, die Küchenmöbel vor dem unbeabsichtigten Öffnen zu schützen, ohne das Handling für Erwachsene zu sehr zu erschweren.

Außerdem wüsste ich gern, inwieweit Ikea-spezifische Teile oder Zubehör empfohlen werden können oder ob es bessere Alternativen von Drittanbietern gibt, die gut kompatibel sind.

Kennt sich jemand mit dem Umbau von Metod-Systemen in diesem Zusammenhang aus und könnte beispielsweise Erfahrungen mit Montage, Sicherheit oder auch praktischen Tipps für den Alltag teilen?

Vielen Dank schon jetzt für eure Hilfe!
J
Johnathon
09.07.15 16:12
chenfreder schrieb:
Ich möchte dabei keine komplette Neukonstruktion, sondern eher pragmatische und reversible Lösungen, die sich möglichst gut in das bestehende System integrieren lassen.

Das ist ein sehr wichtiger Aspekt, wenn man kinderfreundliche Anpassungen vornimmt, denn jede permanente Veränderung kann später Probleme bereiten. Ikea Metod ist glücklicherweise modular und mit etwas handwerklichem Geschick lassen sich Lösungen gut umsetzen.

Ich empfehle, zuerst die Standard-Kindersicherungen aus dem Baumarkt oder speziell für Schränke zu prüfen. Es gibt z.B. Klemmmechanismen, die innen an den Türen befestigt werden, ohne Bohrungen – dadurch bleibt Ikea-Material unversehrt. Die Herausforderung liegt meiner Erfahrung nach aber vor allem in den Schubladen, denn hier muss man darauf achten, dass sich die Sicherung nicht einfach heraushebeln lässt.

Eine bewährte Methode ist es, Magnet- oder Riegelverschlüsse anzubringen, die man kinderleicht von außen mit einem speziellen Werkzeug oder Magnetstab öffnen kann. Manche Systeme arbeiten mit versteckten Magnetsensoren, was sehr elegant ist und die Optik kaum stört.

Wichtig ist auch, dass man die Möbel an der Wand sicher verankert, damit sie nicht kippen können – viele Ikea-Regale und Schränke bringen eine solche Verankerung bereits mit.

Mich würde interessieren: Wie alt sind deine Kinder? Je nachdem wird die Sicherung unterschiedlich belastet. Und wie oft würdest du sagen, dass die Schränke oder Schubladen geöffnet werden müssen? Je nachdem lohnt sich vielleicht auch ein Umbau mit Push-to-open-Funktion, die man gezielt ein- oder ausschalten kann.
G
glamo8
09.07.15 18:03
Für Metod-Küchen empfehle ich einfache Kindersicherungen mit Klemmfunktion, die man innen an Schranktüren befestigt – keine Schrauben nötig. Für Schubladen eignen sich Riegelverschlüsse, die etwas stärker sind. Wichtig: Möbel unbedingt immer an der Wand befestigen.
A
Annedeo
10.07.15 09:44
Johnathon schrieb:
Ich empfehle, zuerst die Standard-Kindersicherungen aus dem Baumarkt oder speziell für Schränke zu prüfen. Es gibt z.B. Klemmmechanismen, die innen an den Türen befestigt werden, ohne Bohrungen – dadurch bleibt Ikea-Material unversehrt.

Das kann ich nur unterstreichen! Gerade bei Metod, wo die Fronten eher leicht zugänglich sind, hilft eine einfache, reversible Kindersicherung enorm – und die Klemmmechanismen sind sehr praktisch, weil sie nicht dauerhaft das Möbelsystem verändern.

Außerdem möchte ich noch anmerken, dass man bei den Schubladen zusätzlich darauf achten sollte, sogenannte Multifunktions- oder Kindersicherungen mit Verschlussmechanismen zu wählen, die etwas komplexer sind als einfache Klettbänder oder Schnüre. Diese bieten mehr Sicherheit, gerade wenn Kinder schon recht geschickt sind.

Was ich auch gern mache: innen an Türen und Schrankwänden weiche Kantenschutzpolster anbringen. Das schützt nicht nur beim versehentlichen Einklemmen, sondern verringert auch das Risiko von Verletzungen.

Letztlich ist es auch wichtig, seine Kinder altersgerecht mit einzubeziehen und ihnen zu erklären, dass manche Bereiche tabu sind, aber natürlich sollte man sich nicht nur auf Erklärungen verlassen.

Ein Tipp noch: Ikea bietet mitunter selbst Zubehör, das man auch bei anderen Möbeln nutzen kann – z.B. Griffe, die schwerer für Kinder zu bedienen sind oder spezielle mechanische Kindersicherungen. Diese lassen sich oft ohne großen Aufwand nachrüsten.
M
matthewon
11.07.15 11:29
Annedeo schrieb:
Außerdem möchte ich noch anmerken, dass man bei den Schubladen zusätzlich darauf achten sollte, sogenannte Multifunktions- oder Kindersicherungen mit Verschlussmechanismen zu wählen, die etwas komplexer sind als einfache Klettbänder oder Schnüre.

Ich finde ja, man überschätzt die Wirksamkeit solcher Sicherungen häufig. Kinder sind Meister im Umgehen von Sicherheitsvorkehrungen, und viele der handelsüblichen Kindersicherungen sind eher eine Beruhigung für die Eltern als wirklicher Schutz.

Warum nicht gleich auf ein grundsätzlich anderes Möbelkonzept setzen? Metod ist zwar flexibel, aber gerade bei kleinen Kindern finde ich offene Regalsysteme oder Soft-Close-Schubladen mit eingebauten Dämpfern und Sicherheitsmechanismen besser als Bastellösungen.

Das permanente Montieren von Sicherungen führt am Ende oft dazu, dass man mehr Zeit mit Reparaturen verbringt als mit dem eigentlichen Kochen oder Spielen.

Natürlich kann man das anders sehen, aber ich liebe diese Diskussionen, weil sie zeigen, wie unterschiedlich Sicherheitsbedürfnisse wahrgenommen werden.
C
chenfreder
11.07.15 13:54
matthewon schrieb:
Ich finde ja, man überschätzt die Wirksamkeit solcher Sicherungen häufig. Kinder sind Meister im Umgehen von Sicherheitsvorkehrungen,

Das ist ein guter Punkt, wobei ich denke, dass es hier darum geht, einen Kompromiss zwischen Sicherheit und Alltagstauglichkeit zu finden. Ich möchte nicht, dass die Sicherungen zum Dauerzwist führen oder den Küchenalltag für Erwachsene unnötig erschweren.

Meine Kinder sind aktuell 3 und 5 Jahre alt – da reicht es meist, die spontanen Neugiermomente durch Sicherungen zu erschweren, die sie nicht in Sekundenschnelle überwinden können.
Johnathon schrieb:
Und wie oft würdest du sagen, dass die Schränke oder Schubladen geöffnet werden müssen? Je nachdem lohnt sich vielleicht auch ein Umbau mit Push-to-open-Funktion, die man gezielt ein- oder ausschalten kann.

Das kommt etwas auf den Bereich an. Die unteren Schubladen sind öfter in Benutzung, da dort Aufbewahrungen für Geschirr und Besteck sind, während die oberen eher selten geöffnet werden.

Ich denke, der Vorschlag mit Push-to-open finde ich interessant, weil ich ehrlich gesagt auch keine Griffe anbringen wollte, damit das Design etwas clean bleibt.

Habt ihr schon Erfahrungen, wie sich solche Funktionen bei Metod-Schränken einbauen lassen? Und wie sich diese in der Kinderfreundlichkeit schlagen?
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