Hallo zusammen, ich habe vor Kurzem einige Türen meiner Kallax-Elemente lackiert, weil ich ihnen eine neue Optik verpassen wollte. Nun ist mir aufgefallen, dass sich manche Türen nach dem Lackieren verzogen haben, sodass sie nicht mehr richtig schließen oder klemmen. Meine Frage an euch: Habt ihr ähnliche Erfahrungen gemacht, dass sich Kallax-Türen nach dem Lackieren verziehen? Falls ja, woran könnte das genau liegen? Verwendet ihr bestimmte Lacktypen oder Vorbereitungsmethoden, die dem Verziehen entgegenwirken? Ich würde gerne verstehen, wie ich das Problem am besten vermeiden kann, da ich durchaus mit Grundierung, Zwischenschliff und dünnen Lackschichten arbeite, aber offenbar reicht das nicht immer aus. Danke schon mal für eure Rückmeldungen!
Hallo fu-bla, das Thema Verziehen bei Kallax-Türen nach dem Lackieren kenne ich sehr gut und kann dir dazu einiges erklären. Grundsätzlich besteht das Material ja meist aus beschichtetem MDF oder ähnlichen Holzwerkstoffen, die recht anfällig auf Feuchtigkeit und Hitze sind. Beim Lackieren wird die Oberfläche ja befeuchtet und je nach Lacktyp passiert durch das Trocknen ein Spannungsaufbau. Häufig ziehen sich die Holzfasern oder das MDF-Material ungleichmäßig zusammen, dadurch verzieht sich die Tür dann in Längs- oder Querachsen.
Besonders problematisch sind dicke Lackschichten oder empfindliche Lacke auf Wasserbasis, die zunächst sehr quellen und dann langsam schrumpfen. Auch die Grundierung spielt eine große Rolle, vor allem wenn sie nicht gleichmäßig aufgetragen oder zu nass ist.
Falls du Türen hast, die beidseitig lackiert sind, aber nicht mit derselben Schichtstärke, kann das auch zu einer Art "Bimetall-Effekt" führen, der das Verziehen verursacht. Hast du alle Seiten der Türen gleich behandelt oder nur die sichtbare? Zudem: Wie war die Umgebungstemperatur und Luftfeuchtigkeit beim Lackieren und Trocknen? Das kann bei MDF ebenso Einfluss haben.
Kurz gesagt: Um das Verziehen zu vermeiden, sollte man sehr dünn und gleichmäßig lackieren, idealerweise beidseitig alle Flächen behandeln und bei Trockenzeiten auf trockene, temperierte Räume achten. Hast du diese Punkte so umgesetzt?
Besonders problematisch sind dicke Lackschichten oder empfindliche Lacke auf Wasserbasis, die zunächst sehr quellen und dann langsam schrumpfen. Auch die Grundierung spielt eine große Rolle, vor allem wenn sie nicht gleichmäßig aufgetragen oder zu nass ist.
Falls du Türen hast, die beidseitig lackiert sind, aber nicht mit derselben Schichtstärke, kann das auch zu einer Art "Bimetall-Effekt" führen, der das Verziehen verursacht. Hast du alle Seiten der Türen gleich behandelt oder nur die sichtbare? Zudem: Wie war die Umgebungstemperatur und Luftfeuchtigkeit beim Lackieren und Trocknen? Das kann bei MDF ebenso Einfluss haben.
Kurz gesagt: Um das Verziehen zu vermeiden, sollte man sehr dünn und gleichmäßig lackieren, idealerweise beidseitig alle Flächen behandeln und bei Trockenzeiten auf trockene, temperierte Räume achten. Hast du diese Punkte so umgesetzt?
danial60 schrieb:
Falls du Türen hast, die beidseitig lackiert sind, aber nicht mit derselben Schichtstärke, kann das auch zu einer Art "Bimetall-Effekt" führen, der das Verziehen verursacht.Ja, genau das könnte der springende Punkt sein. Tatsächlich habe ich die Innenseiten der Türen meist unlackiert gelassen oder nur sehr dünn mit Klarlack behandelt, während die Vorderseite mehr Schichten bekommen hat. Das könnte wohl zu ungleichen Spannungen führen.
danial60 schrieb:
Wie war die Umgebungstemperatur und Luftfeuchtigkeit beim Lackieren und Trocknen?Das war bei mir im Winter in einer unbeheizten Garage, die Luft war ziemlich trocken, etwa 30-40% Luftfeuchte, Temperatur etwa 8-12 Grad Celsius. Ich habe immer relativ lange getrocknet, eher einige Tage zwischen den Lackschichten.
Danke erst mal für die ausführliche Erklärung, ich werde mal überlegen, ob ich das nächste Mal auch die Rückseiten ordentlich mitbehandle. Gibt es noch etwas, das ich beachten sollte?
Die Problematik ist gut bekannt: MDF-Türen ziehen Feuchtigkeit und reagieren deshalb auf einseitige Behandlung. Lack schließt die Oberfläche aber kann nicht vollständig verhindern, dass Material arbeitet.
Neben dem Beidseitigen Lackieren empfehle ich, vor dem Lackauftrag eine hochwertige Grundierung zu verwenden, die die Oberfläche versiegelt. Das sollte die Feuchtigkeitsaufnahme minimieren. Zudem ist es wichtig, die Türen während der Trocknung flach zu lagern, damit sie sich nicht in eine bestimmte Richtung verziehen.
Ich rate außerdem, den Lack in möglichst dünnen Schichten aufzutragen und erst trocken werden zu lassen, bevor eine weitere folgt. Zu dicke Schichten führen zu Spannungen, die Verziehen auslösen können.
Neben dem Beidseitigen Lackieren empfehle ich, vor dem Lackauftrag eine hochwertige Grundierung zu verwenden, die die Oberfläche versiegelt. Das sollte die Feuchtigkeitsaufnahme minimieren. Zudem ist es wichtig, die Türen während der Trocknung flach zu lagern, damit sie sich nicht in eine bestimmte Richtung verziehen.
Ich rate außerdem, den Lack in möglichst dünnen Schichten aufzutragen und erst trocken werden zu lassen, bevor eine weitere folgt. Zu dicke Schichten führen zu Spannungen, die Verziehen auslösen können.
Hey, ich hab bei meinen Kallax-Türen ebenfalls lackiert und konnte das Verziehen minimieren, indem ich sie auf beiden Seiten feinschleife, dann mit Haftgrund grundiere und danach in 3 dünnen Schichten lackiere. Die Türen immer zum Trocknen flach hinlegen und nicht an der Luft hängen lassen!
Das hilft echt, weil die Türen so nicht rumbiegen und die Feuchtigkeit gleichmäßig austreten kann. Macht echt Spaß, wenn es funktioniert! 🙂
Das hilft echt, weil die Türen so nicht rumbiegen und die Feuchtigkeit gleichmäßig austreten kann. Macht echt Spaß, wenn es funktioniert! 🙂
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