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ᐅ Zusammenarbeit von Luft-Wasser-Wärmepumpe, Photovoltaikanlage und Speicher


Erstellt am: 29.12.19 23:12

Appel200003.01.20 22:53
Hmm okay.
Aber wieso sind diese Berechnungen dann immer "individuell" für jedes Haus auszuführen?

Also dann könnte man ja auch rein die technischen Daten der jeweiligen Anlage verwenden um zu sagen "Anlage XYZ" macht aus 1000kWh Strom zB 4000kWh Wärme....

Oder denk ich da gerade falsch?
boxandroof03.01.20 23:30
Die BAFA hat einen Rechner für die Jahresarbeitszahl, dieser muss für die Förderung verwendet werden. Jedenfalls war das vor 2020 so. Individuelle Einflussgrößen sind dort der Warmwasseranteil, Standort des Hauses und die Vorlauftemperatur. Letztere hängt von der Planung der Heizflächen und der individuellen Heizlast des Hauses ab.

In der Praxis ist die Arbeitszahl mehr vom Haus und der Betriebsweise abhängig als davon was im Datenblatt steht. Mit Pufferspeicher, schlecht geplanter Fußbodenheizung und/oder viel zu hoher Heizkurve kann die Jahresarbeitszahl bei 3 liegen, bei guter Planung bei etwa 4,5.
hampshire04.01.20 10:01
Appel2000 schrieb:

Oder denk ich da gerade falsch?
Du denkst ganz richtig aber noch nicht ganz bis zum Ende. Für die Förderungsberechnung reicht das vermutlich, in der Praxis gibt es bei der Wahl der Größe der Photovoltaikanlage mit oder ohne Speicher und auf welche Flächen ein paar weitere Fragen zu klären. Je weiter die Einspeisevergütung sinkt, desto wichtiger werden diese Betrachtungen.
Der solarstrom ist ja nicht linear verfügbar - genausowenig wie der Stromverbrauch Deines Haushalts. Wie viel der selbst produzierten Energie Du für den Eigenverbrauch nutzen kannst und wie viel Du einspeist oder speicherst ist bei einem Faktor 3 zwischen Einspeisevergütung (Anmeldung der Anlage jetzt) und Strombezugspreis schon eine wichtige Kenngröße.
An dieser kannst Du die wirtschaftliche Dimensionierung und Ausstattung Deiner Photovoltaikanlage festmachen.
Bei der Wärmepumpe lerne ich aus diesem Forum, dass die optimalen Verbrauchswerte nur durch schlaue Einstellungen und guter Installation zu erreichen sind - wie sich das zu den Katalogangaben verhält weiss ich nicht.
boxandroof04.01.20 10:59
Wärmepumpe: Die Hersteller geben nur den Cop für bestimmte Zustände an, keine Jahresverbräuche. Mit dem Cop lassen sich die Wärmepumpen untereinander vergleichen.
Der Jahresarbeitszahl Rechner der Bafa ist ein guter Anhaltspunkt für die Realität, sofern die typischen Fehler bei Installation und Betrieb der Wärmepumpe vermieden werden.

Zu Photovoltaik haben in anderen Foren viele nachvollziehbar dargestellt, dass eine maximale Belegung des Daches i.d.R. die wirtschaftlich sinnvollste Option ist und dass man mit Speicher im Regelfall nicht spart, sondern darauf zahlt.
Appel200004.01.20 12:02
boxandroof schrieb:

Die Bafa hat einen Rechner für die Jahresarbeitszahl, dieser muss für die Förderung verwendet werden. Jedenfalls war das vor 2020 so. Individuelle Einflussgrößen sind dort der Warmwasseranteil, Standort des Hauses und die Vorlauftemperatur. Letztere hängt von der Planung der Heizflächen und der individuellen Heizlast des Hauses ab.

In der Praxis ist die Arbeitszahl mehr vom Haus und der Betriebsweise abhängig als davon was im Datenblatt steht. Mit Pufferspeicher, schlecht geplanter Fußbodenheizung und/oder viel zu hoher Heizkurve kann die Jahresarbeitszahl bei 3 liegen, bei guter Planung bei etwa 4,5.


Das ist immer noch genau so.

Und danke, dann ist das Thema jetzt auch geklärt!
lin0r8704.01.20 13:13
Super Informationen!
Danke euch.
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