ᐅ Wie repariere ich beschädigte Rückwände bei IKEA BESTA dauerhaft?
Erstellt am: 24.04.24 18:07
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jupin0Ich ergänze noch, dass bei beschädigten Rückwänden die Feuchtigkeit eine große Rolle spielt. Falls die Rückwand etwas aufgequollen ist, hilft Abschleifen allein wenig – da sollte man eher eine neue Platte nehmen oder zumindest eine Sperrholzverstärkung, die das „arbeiten“ des Materials ausgleicht.
Außerdem: Achte bei neuen Verstärkungen darauf, die Schrauben vorsichtig zu setzen, damit kein weiteres Reißen entsteht. Vorbohren bei dünnem Material ist fast immer angebracht.
Außerdem: Achte bei neuen Verstärkungen darauf, die Schrauben vorsichtig zu setzen, damit kein weiteres Reißen entsteht. Vorbohren bei dünnem Material ist fast immer angebracht.
Domau0 schrieb:
Für die Verstärkung eignet sich dünnes Multiplex- oder Sperrholz, ca. 3 - 5 mm stark.Danke, das ist sehr konkret und hilfreich. Ich werde eine 4-mm-Sperrholzplatte besorgen und mit Holzleim fixieren. Schrauben habe ich auch schon, dann werde ich vorbohren wie empfohlen.
Eine Rückfrage: Sollte ich die Rückwand vorher komplett abschleifen, um eine gute Klebefläche zu schaffen, oder reicht es, nur lose Teile und grobe Unebenheiten zu entfernen? Wie wichtig ist die Oberflächenbeschaffenheit für das Kleben in diesem Fall?
jupin0 schrieb:
Eine Rückfrage: Sollte ich die Rückwand vorher komplett abschleifen, um eine gute Klebefläche zu schaffen, oder reicht es, nur lose Teile und grobe Unebenheiten zu entfernen?Sehr gute Frage! Ich empfehle, die gesamte Klebefläche leicht anzuschleifen (mit grobem Schleifpapier, z.B. Körnung 80–120), um eine gute Haftung zu gewährleisten. Die oberste, glatt-lackierte oder beschichtete Schicht haftet nämlich meist schlechter als das rohe Holz darunter. Abschleifen macht die Oberfläche rauer und verbessert die Verbindung deutlich.
Loose und bröselige Teile solltest du natürlich vorher entfernen, sonst kann der Leim nirgendwo haften. Anschließend die Fläche staubfrei machen, damit Leim und Spachtel optimal ansetzen können.
Falls du eine wasserfeste Leimvariante (PU-Leim) nutzt, verkürzt das den Vorgang leicht, da er besser auf leicht feuchten Flächen hält. Aber normalen Holzleim kenne ich auch als sehr zuverlässig, wenn die Oberfläche vorbereitet ist.
Elijah42 schrieb:
Falls dein Regal eh an der Wand steht, kannst du die Rückwand auch komplett abschrauben, eine robuste OSB-Platte oder ähnliches anschrauben und dann alles wieder befestigen.OSB hatte ich noch gar nicht auf dem Schirm. Danke für den Hinweis! Ich hatte wegen der Optik eher Sperrholz oder MDF im Sinn, aber OSB wäre also auch tragfähig genug? Die Oberfläche der Rückwand sieht man bei mir tatsächlich kaum, sie ist meistens vom Inhalt und durch die Regalarme verdeckt. Nutzst du dafür eine sehr dünne OSB, damit die Rückwand in die späteren Nuten passt?
jupin0 schrieb:
Nutzst du dafür eine sehr dünne OSB, damit die Rückwand in die späteren Nuten passt?Ja, genau. OSB in 3 mm Stärke ist verfügbar und bietet eine gute Stabilität. Wichtig ist, dass die Ersatzplatte nicht dicker als das Original ist, sonst passen die Verbindungen am Korpus nicht mehr ganz. Einige nutzen auch HDF-Platten (hartfaser) aus dem Baumarkt, weil die sehr glatt und stabil sind.
Falls du eine dünnere Platte nimmst, kannst du sie zusätzlich mit Holzleisten im Rahmen verstärken, falls dir die Steifigkeit noch nicht reicht. Bei den BESTA-Maßen bieten sich Leisten von ca. 10x10 mm an, die du mit Leim fixierst.
Zur Optik: OSB ist recht rustikal, daher wenn die Rückwand sichtbar bleibt, würde ich eher Sperrholz oder HDF nehmen und diese eventuell noch streichen oder folieren.
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